Alles für die Katz #38

aida 062Ganz entspannt liegt das Kätzchen in der Sonne und bewacht die Haustür. Das würde ich jetzt auch gerne, doch leider ist es dafür momentan etwas zu frisch – und ich muss noch einiges tun, bevor ich mich zurücklehnen kann.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen über den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.

Aufstieg zur Burg Wertheim

Weil ich so viel zu tun hatte, weil ich mich nicht gekümmert hatte, weil ich alles dem Mitbewohner überlassen hatte, landeten wir in einem Wertheimer Gasthaus, am Rande des Spessarts. Eigentlich sollte es ja nach Miltenberg gehen, der Mann hatte Erinnerungen an diesen Ort und wollte ihn einmal in Ruhe angucken. Der für die Übernachtung ausgewählte Wertheimer Gasthof überzeugte jedoch durch seinen relativ niedrigen Preis, weniger durch die recht robuste Innenausstattung, die aus den siebziger Jahren stammen dürfte und dafür noch gut erhalten ist.

So dauerte es am Freitag noch bis zum frühen Nachmittag, dann war ich mit den Texten fertig. Die Sachen waren jedoch schnell gepackt, der Weg auf der Autobahn nicht weit. Kurz nach der Autobahnabfahrt erzählte ein Schild vom „lieblichen Taubertal“, der Mann wies allerdings darauf hin, dass rechts von uns der Main sei, nicht die Tauber. In Wertheim angekommen, ging es hoch, höher, um noch eine Kurve und wieder höher, bis zum Gasthof. Dort parkten wir die Räder in der Garage und fuhren mit dem Auto wieder nach unten ins Städtchen, liefen durch die Gassen, über viele Treppen hinauf zur Burg, außen drumherum, hinein, wieder Treppen hoch, bis wir vom Burgturm herab auf sämtliche Dächer und den Zusammenfluss von Main und Tauber gucken konnten.

we in wertheim 021

Ein Blick zurück zeigt, wie viele Stufen es aufwärts ging. Immer außen an der Burgmauer entlang…

Für diese Burg ließen die Staufer den Grundstein legen, so stand es auf Tafeln geschrieben, später wurde, wie das so üblich war, immer weiter ausgebaut, renoviert und aufgehübscht, bis eine Pulverexplosion und der 30jährige Krieg dem Ganzen einen Schlusspunkt setzten. Jetzt ist sie Ruine, doch immer noch imposant. Wer hier oben herrschte, hatte klar den Überblick.

we in wertheim 038

Der Eingang…

we in wertheim 060

Der Palas als Schattenriss von innen, die unteren Fenster sollen zum Teil noch staufisch sein.

we in wertheim 049

Der Palas von außen.

we in wertheim 066

Hoch auf den Turm: Dieser lässt sich besteigen.

we in wertheim 076

Blick von oben, vom Bergfried, dem Burgturm, auf den Zusammenfluss von Tauber und Main.

Den Rundgang über die Wertheimer Burg verlinke ich mit Fraukes Schwarz-Weiß-Blick. Wer mag, findet dort noch eine ganze Menge schwarz-weißer Schönheiten.

Bilder vom 12. Juli

IMG_3973

Auf der Dachterrasse in Nürnberg.

Heute morgen war ich in Nürnberg, zu einem Meet-Up der dortigen Mompreneurs.

Es war wie immer inspirierend, interessant und einfach wunderbar. Ich finde es so großartig, dass Frauen miteinander arbeiten und Pläne machen können, ganz ohne stutenbissige Zickigkeit. Miteinander geht vieles leichter.

Auf dem Weg zurück zum Auto dufteten mich die Linden im Nürnberger Graben an:

IMG_3975

Lindenduft und Lindenblüten

und zu Hause sah ich, dass wenigstens die Sonnenblumen miteinander um die Wette strahlten, auch wenn die Sonne selbst hinter dicken Wolken verschwunden war. Hoffentlich kommt sie demnächst wieder…

IMG_3981

Sonnenblume mit Biene

IMG_3976

Ballkleid nähen.

Das Wohnzimmer ist wieder zur Schneiderstube mutiert: Am Freitag will die Lieblingshausziege auf einen Ball, da muss ein neues Kleid genäht werden. Der Dienstag ist ja noch richtig rechtzeitig dafür.

IMG_3979

Rosenblüte auf Stoff.

IMG_3982

Anprobe: Sitzt auch alles?

Bei mir gab es heute sonst wenig, was ich fotografieren könnte. Texte sind ebenso langweilig, wie volle Kaffeetassen oder Teller mit Spagetti. Finde ich. Die kann sich jeder leicht selbst vorstellen. Deswegen gibt es heute nur sechs Bilder, statt der sonst üblichen zwölf.

Die anderen Teilnehmer gibt es bei Draußen nur Kännchen zu sehen.

 

Essen ist fertig…

12 658

Ein kleines Glöckchen.

Ja, schön wäre es. Eine Schüssel mit Kirschen steht noch, an der nasche ich hin und wieder herum, schreibe meine Texte fertig, damit wir endlich fahren können. Der Mitbewohner hat für uns ein Wochenende in Miltenberg geplant, ich weiß nur, dass es in Bayern liegt, aber nicht, was mich erwartet. Nun, nicht ganz: Die Fahrräder sind schon auf dem Fahrradträger am Auto, also werde ich mich wohl etwas bewegen müssen. Einen etwas ausführlicheren Bericht gibt es dann, wenn ich zurück bin, versprochen.

Das Glöckchen jedenfalls läutet mit vielen anderen Glocken, Klingeln und Klapperdingern das Wochenende bei Frau Tonari ein. Wer gucken mag, ist dort herzlich eingeladen und kann auch mitklingeln.

Picknick im Park

Große Dinge werfen ihre Schatten voraus, beziehungsweise krümeln sie manchmal auch auf Picknickdecken herum: Die Gruppe der Erlanger Wortwerker wird gemeinsam mit einer Gruppe von Fotografen aus Erlangen eine Ausstellung und eventuell ein gemeinsames Buch gestalten. Bisher fand ein höchstpersönliches erstes Treffen im Kulturzentrum E-Werk statt, auf dem die Fotografen viele Bilder auf die Tische legten, dann wurden viele Fotos in eine für alle Mitglieder zugängliche Dropbox geladen. Auf diesem ersten Treffen hatte mir spontan der Stil und das Bild einer Fotografin zugesagt, ich gab ihr einen Text, dieser gefiel ihr wiederum und sie fotografierte extra dazu ein neues Bild. Ein zweiter Text ist in Arbeit, vielleicht grabe ich noch einiges aus meinem Archiv, schließlich sind mehrere Lesungen geplant, da wäre es ja langweilig, immer den gleichen Text zu lesen.

12 1085

Picknick auf Decken im Schlosspark Erlangen.

Damit wir uns alle besser kennen lernen konnten, wurde ein fröhliches Picknick im Erlanger Schlossgarten organisiert. Jeder brachte etwas mit, einige kamen pünktlich und andere etwas später, aber das machte überhaupt nichts. Drei Stunden lang wurde geplaudert und gefuttert, bis kurz vor acht auch die letzten ihre Sachen wieder zusammenpackten und jeder in seine Richtung verschwand.

Also: Bleiben Sie dran. Es wird bestimmt spannend.

Tagebuchbloggen am 5. Juli

Heute lasse ich machen:

Ich höre, wie der Wecker im Zimmer der Lieblingshausziege pünktlich piept und drehe mich noch einmal um. Draußen arbeiten Männer in Latzhosen und mit großen Maschinen. Diese haben dafür gesorgt, dass aus dem Bürgersteig ein Bürgergraben geworden ist. Damit aber nun kein Bürger in den Graben fallen kann, ist alles mit rot-weißen Gittern abgesperrt. Man kann ja nie wissen. Der Mitbewohner verbastelt die geschenkte Zucchini zu einem Hühnchen-Zuccini-Curry mit Reis und pflückt ein Schälchen Himbeeren. Die passen prima über den Jogurt, der noch im Kühlschrank lungert und endlich gegessen werden möchte.

Der Nachbar hängt einen großen Rasenmäher hinter den Trecker und fährt über seine Wiese. Weil er es nett mit uns meint, mäht er die Brennnesseln auf unserer Seite auch gleich mit ab, die wir extra für Brennnesselsud dort stehen ließen. Hachja. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Jetzt müssen wir eben wieder fahren und unsere Brennnesseln woanders einfangen.

Die Lieblingshausziege wird von Kopfweh geplagt, da allerdings heute nur zwei Stunden Schule sind, verbringt sie lieber den ganzen Vormittag auf dem Sofa und liest mit „Metro 2033“ (Werbelink) ein Buch, von dem sie vor zwei Tagen noch behauptet hat, sie hätte es mit neun Jahren angefangen und einfach langweilig und doof gefunden. Soso. Jetzt ist sie auf Seite 200 und sagt, wenn man schnell genug liest, merkt man nicht, dass es langweilig ist.

Die Waschmaschine hat gewaschen und der Wind pustet auf dem Balkon die Wäsche wieder trocken. Ab und an wirft er den Wäscheständer um, bläst aber noch nicht so kräftig, dass ich die Unterhosen beim Nachbarn einsammeln muss.

12 479

Pfefferminzfeld am Kräuterweg.

Nachher packt der Mitbewohner noch unsere Fahrräder hinten auf den Gepäckträger, wir fahren mit dem Auto bis Höchstadt und dann auf dem Kräuterrundweg mit den Fahrrädern. Ich glaube, da muss ich sogar selbst etwas machen. Bis dahin konnte ich ja heute jede Anstrengung vermeiden.

Zu den anderen Tagebuchbloggerinnen geht es hier, bei Frau Brüllen.

Schwarz-weißes Klappern

Wenn es leise ist, und gerade keine Autos durch Uehlfeld rauschen, kann ich das Klappern hören. Sie klappern immer noch, die Störche, 17 Nester sollen es sein, der Mann hat elf davon gezählt. In einigen von ihnen herrscht prallvolle Enge, ich meine, vier Störche in einem Nest, gibt es da nicht eine Überbelegung?

12 1054

Der will tatsächlich auch noch dort landen.

Wir sind wieder einmal auf dem Storchenlehrpfad unterwegs, so lang ist er schließlich nicht. Nach zwei Stunden sind wir wieder am Voggendorfer Keller angelangt, wir trinken ein Hefeweizen und bekommen Blasmusik gratis. Vorher jedoch haben wir am Weiher gepicknickt, auch wenn dort noch gar kein Storch war.

12 1025

Vogelbeobachtungsstand am Weiher.

Im nächsten Weiher schwimmt etwas, aber das ist auch kein Storch, das sind zwei schwarze Schwäne. Eigentlich wollte ich ihnen ein wenig näher kommen, aber je näher ich kam, um so schneller schwammen sie weiter.

12 1031

schwarze Schwäne

12 1052

Begrüßung in Uehlfeld. Wer begrüßt da eigentlich wen?

12 1071

Storch in Wiese.

Die meisten Störche kann ich sehen, wenn ich den großen Rasenmähern folge, mit denen die Bauern die Wiesen abmähen. Von diesen lassen sie sich überhaupt nicht beeindrucken, sie hupfen ein kleines Stückchen weiter und storchen weiter durch den Salat, äh, das abgemähte Gras.

Das ist heute mein Beitrag zum Schwarzweißblick bei Frauke: Link 

und zum Black & White bei Czoczo: Link.

Etwas planlos unterwegs

Was sich einfach anhört, ist in Wirklichkeit selten leicht. Wir wollen rund um Muggendorf wandern, so hatte sich das der Mitbewohner ausgedacht. Nur bedenkt der gebürtige Franke nicht, dass ich allzu große An- und Abstiege nur in homöopathischen Dosen genießen mag, alles andere finde ich relativ anstrengend. Da gilt es, die Wege manchmal eben zu optimieren.

Wir fahren bis Oberfellendorf – und von Streitberg an geht es so steil bergauf, dass das kleine Auto richtig Mühe hat, die Steigung zu bewältigen. Von dort aus laufen wir Richtung Albertshof und kurz nachdem rechts der Wald beginnt, schleicht sich der Weg in Richtung Guckhüll dort hinein, kaum sichtbar von der Straße aus. Zunächst geht es kaum merklich aufwärts, bald gabelt sich der Weg und da sich der Mitbewohner um die korrekte Richtung, die wir laufen wollten, gekümmert hat, wählt er den linken, den Weg, der bergan führt.

12 1012

Wegweiser auf dem Guckhüll.

Der fränkische Landregen rauscht auf den Buchenblättern, nur gelegentlich tropft es bis nach unten. Das hat den Vorteil, dass wir hübsch allein auf den Wegen sind, bei diesem Wetter bleiben viele lieber im trockenen Haus, wie es scheint. Zwischen den Buchen wachsen einzelne Tannen und auf den gelegentlich herumstehenden Baumstümpfen liegen die harten Schalen der Zapfen, die abgenagten Stümpfe liegen drumherum. Sitzen die Eichhörnchen hier gesittet an den Baumresten, wie an einem Tisch und futtern?

An einer Gabelung will der Mitbewohner bergab und verrät jetzt, dass er nach unten, zur Muschelquelle bei Streitberg möchte. Oh. Von dort hat sich doch das Auto gerade steil nach oben gequält – und wenn wir bis nach unten laufen, müssen wir ja auch wieder hochsteigen. Als ein Abzweig kommt, beschließe ich, dass wir genug abwärts gewandert sind und ändere kurzerhand unser Ziel in die auf dem zweiten Wegweiser angegebene Felsenschlucht. Doch als wir an den Abzweig kommen, der zu dieser führt, sperrt ein Schild den Weg. Die Felsenschlucht ist – der Tiere wegen – bis zum 15. Juli nicht begehbar. Nun denn. Also gehen wir geradeaus weiter, der Weg führt schließlich auch zum Guckhüll, verrät ein nächstes Schild.

12 997

Steil geht der Weg, auf dem Foto ist das nur zu ahnen.

Links ragten Felsen, rechts schlängelt sich der Weg in Serpentinen steil bergauf. Hinter einer Kurve huscht es schwarz-gelb über den Weg, doch der Salamander verschwindet nicht. Er bleibt wie erstarrt am Wegrand sitzen, rührt sich nicht, ich kann in Ruhe Fotos machen, selbst als wir weitergehen, sitzt er dort. Vielleicht sinniert er ja über den Unsinn der Menschen, die rein zum Vergnügen durch die Wälder gehen, und so den lieben langen Tag verstreichen lassen.

12 1005

Salamander, schwarz-gelb.

Am Guckhüll liegt der Aussichtsturm, so wie er vor über zehn Jahren zersägt wurde, in handliche Meterstücke gestapelt herum. Die Pfosten sind leer, die Aussicht bewachsen. Was treibt die Menschen, an hohen Punkten einen Turm zu erklettern? Sind oben keine Schilder angebracht, auf denen die Orte benamst werden, die rundum zu ahnen sind, lässt sich meist nicht so viel erkennen. Außer ein Blick aufs dichte Blätterdach, natürlich.

12 1006

Reste vom Aussichtsturm.

Das Wort Guckhüll weist auf zwei Dinge hin: Gucken, klar, ein Aussichtspunkt. Mit Hüll wird in der fränkischen Schweiz ein steiniges Loch im Boden bezeichnet, in dem sich Regenwasser sammeln ließ. Das war fürs Überleben von Mensch und Vieh in den Zeiten wichtig, in denen es noch keine Wasserleitungen gab.

12 1010

Nix mehr übrig von der Aussicht.

Fünfzig Meter vor der Oberfellendorfer Wirtschaft fängt es richtig an zu regnen. Wir lassen uns Saltimbocca von der Damhirschleber und Frikadellen vom Reh schmecken.

Alles für die Katz #37

Granada4 287 Als wir im vergangenen August einen Monat lang in Spanien waren, haben wir eine Wanderung um Granada herum gemacht, sind durch eine enge Schlucht gelaufen (hier ist der Link zur Wanderung, wer mag) und über eine heiße Hochebene wieder zurück. Kurz bevor wir wieder in dem Ort waren, von dem aus uns der Bus wieder in die Stadt brachte, kamen wir an einem Hof vorbei, in dem ich diese Katze sah, die im Schatten saß und ihre Jungen saugen ließ. Mir kamen die beiden Jungkatzen schon ziemlich groß vor, aber sie hat geduldig gesessen und gewartet, bis sie fertig waren.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen über den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön sie sind.