12 Bilder vom 12. September

Es ist mal wieder der 12., und die freundliche Blognachbarin bei „Draußen nur Kännchen“ möchte sehen, was ich den ganzen Tag über mache. Nun, morgen beginnt die Schule wieder und die Lieblingshausziege darf wieder jeden Morgen mit dem Bus in die Stadt fahren und besucht ebendiese Bildungseinrichtung ein letztes Jahr. Es sei denn, sie dreht eine Ehrenrunde, aber das wollen wir ja nicht hoffen. Weil letzter Ferientag ist, nutzen wir das schöne Wetter und die Gelegenheit, fahren hinaus in die Fränkische und laufen von Mostviel bis Hohenschwärz. Das geht an einem Montag sehr viel besser als am Wochenende, weil dann alle, die aus Nürnberg und anderen Städten der Metropolregion in die Fränkische einfallen, wieder brav ihrer Arbeit nachgehen müssen. Steppt am Wochenende hier der Bär, ist es in der Woche schön ruhig, ganz so, wie es sich für diese sonst eher verschlafene Region gehört.

Das Walberla im Morgenlicht.

Wir halten kurz an, als wir am Walberla vorbeifahren, dem ehemals heiligen Berg der Kelten und Wahrzeichen der Franken.

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Noch liegt Tau auf dem Gras.

Auf dem Gras glitzert noch der Tau und lässt alles funkeln. Während es in der Sonne bereits schön warm ist, wirkt es im Schatten noch frisch und kühl. Ob ich mir doch eine Jacke überziehen sollte?

In der Ferne: Burg Egloffstein.

Hinten ist schon Burg Egloffstein zu sehen, wie sie hoch über dem Tal thront.

Mühlbach auf Stelzen.

Der Mühlbach steht in den letzten Metern auf Stelzen und treibt ein Wasserrad von oben an. Mit diesem wird tatsächlich noch Strom erzeugt. Ob sich damit die Taschentelefone der Wanderer aufladen lassen?

Stromerzeugung durch Wasserkraft.

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Burg Egloffstein über Egloffstein.

Burg Egloffstein ist jetzt besser zu sehen. Wir bleiben trotzdem im Tal und laufen an ihr vorbei.

Alter Bewässerungsgraben.

Rechts neben dem Weg ist ein kleines Rinnsal, das früher der Bewässerung diente, wie ein Schild erklärte. Viel Wasser war allerdings nicht darin.

Weg von Egloffstein nach Hohenschwärz.

Der Weg gibt sich richtig Mühe, uns zu gefallen. Wir sind denn auch ordentlich begeistert. Ein paar Schritte weiter steht ein älterer Herr mit Säge und kürzt einige der Äste, die auf den Weg reichen. Deswegen ist also kaum Wasser im Bächlein.

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Klares Wasser im Bächlein.

Ein paar Schritte weiter plätschert es im Bächlein. Glasklares Wasser rinnt über die Steine und Pflanzen, wir probieren, es ist ganz schön kalt. Noch ein Stück weiter kommt der Abzweig, der einen Teil der Trubach in den Bewässerungsgraben leitet. Hier stehen vier Kisten mit Getränken im Wasser und werden von diesem gekühlt. Das ist ein Angebot der Lamastation, so steht es auf einem Schild, das gleichzeitig darüber informiert, wie viel Geld in das Blechkästchen, das hier die Kasse des Vertrauens darstellt, für eine Flasche zu legen sei.

Von nun an geht es bergauf. Immer im Wald. Das Klopfen eines Spechts, der Schlag eines Taubenflügels – es gibt nicht viele Geräusche, welche die Stille stören. Die Sonnenstrahlen haben noch etwas Mühe, wenn sie bis auf den Waldboden reichen wollen. Die meisten von ihnen werden vom dichten Laub abgefangen, so bleibt es hier unten schattig, kühl und feucht.

Pflaumenbäume.

Oben auf der Höhe brennt die Sonne gnadenlos, so dass wir schnell verschwitzt weiterlaufen. Die Pflaumenbäume sind in ihrer Krone zwar ein wenig struppig, doch unten hängt alles voll mit leckeren Früchten. Leider brauchen sie noch ein paar Tage, bis sie richtig reif und süß sind.

Hohenschwärz. Angekommen.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Brauerei. Dort haben wir uns zwei Hohenschwärzer Bier redlich verdient.

Prost!

Anschließend gehen wir auf dem gleichen Weg wieder zurück zum Auto und fahren nach Hause. Die Lieblingshausziege kommt Nachmittags, sie hat sich einen Kuchen mit Birnen gewünscht. Den gibt es auch, jetzt schneidet sie ein Schnittmuster zurecht, weil sie sich noch eine Bluse nähen möchte, bevor der Sommer ganz vorbei ist.

Und ich muss schreiben. Da gibt es nichts zu sehen.

 

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