Die kontinentale Tiefbohrung: Für die Rostparade

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Kontinentale Tiefbohrung: Der Bohrturm

In der Oberpfalz bohrten die Techniker und Wissenschaftler vor fast 25 Jahren mehr als neun Kilometer in der Tiefe der Erde. Der Bohrturm, 83 Meter hoch, steht immer noch herum. Neben diesem befindet sich heute ein Infozentrum. In dem war ich zwar drin, fand es aber nur mäßig interessant. Stein ist Stein, für mich jedenfalls.

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Kontinentale Tiefbohrung: Ein Bohrkopf

Draußen vor dem Infozentrum lag unter anderem dieser Bohrkopf herum, der jetzt zwar ein wenig angerostet ist, damals aber mit in der Erde gebohrt hat.

Das ist mein Beitrag zur Rostparade von Frau Tonari.

Runter vom Sofa und ab zum Sport #4

Kerstin und ich, wir trafen uns zur nächsten Sportstunde wieder auf der Sportinsel Forchheim. Die ist so wunderbar zentral gelegen, für mich ebenso wie für Kerstin. Das einzige Manko ist der Lärm, der von der Autobahn herüberweht. Es ist sonniges Frühlingswetter, warm in der Sonne, doch kalt, sobald ich im Schatten bin. Ein Kahn schiebt sich langsam über den Rhein-Main-Donau-Kanal in Richtung Erlangen. Ich habe mein Haargummi vergessen, mit dem ich die Haare immer fürs Laufen zusammenbinde, auch in den Tiefen von Tasche und Auto hat sich keines versteckt. Muss es eben ohne gehen.

Zum Aufwärmen gab es dieses Mal wieder Yoga-Übungen, danach gehen wir, bevor es ans traben geht. Zwischendrin gibt es auch für die anderen Muskeln etwas zu tun: Kniebeuge, das bereits bekannte Theraband-hinter-dem-Kopf-ziehen und äh, echt? Standwaage. Die habe ich das letzte Mal gemacht, da war ich noch in der Schule. Die einfache Version fand damals auf der Turnmatte statt, dafür gab es dann Haltungsnoten, die verschärfte Variante hieß: Ab auf den Schwebebalken und aufpassen, dass ich nicht runterfalle. Hier geht es allerdings weder um die perfekte Haltung, noch darum, wirklich Bein und Oberkörper minutenlang waagerecht zu halten. Auf dem Gras fällt mir bereits das Stehen auf einem Bein nicht immer leicht. Aber das zweite Bein ist ja nicht weit – und ich überlege, wie das wohl aussieht, wenn ich hier so stehe, elegant kann ich das wohl nicht nennen. Ist mir das egal? Keineswegs. Harry hatte mich neulich bei einer Übung wohl trösten wollen, als ich mit meinen Händen nicht auf den Boden kam, er sagte, die anderen seien noch unbeweglicher. Der Vergleich hilft mir allerdings auch nicht weiter. Ich bin schließlich ich – und ich sehe und spüre genau, wo es hakt und meine Steifheit erst einmal überwunden werden möchte. Ob das im Lauf des Trainings besser wird? Das hoffe ich doch sehr.

Zwischen den Trainingsterminen bewege ich mich nicht nur, sondern achte auf meine Ernährung. Das mache ich zwar ohnehin, aber es lässt sich sicherlich noch weiter optimieren. Deswegen habe ich neulich beim Abendbrot den Becher mit Meerrettich-Frischkäse umgedreht und war erstaunt darüber, dass Zucker darin ist. Im Kräuter-Frischkäse ist übrigens auch Zucker drin. Oha. Dass in Nutella, Ketchup und vielen Dingen Zucker ist, war mir klar. Aber im Frischkäse?

Frischkäse enthält zwar, weil es eben Frischkäse ist, Laktose: In der Milch ist Milchzucker enthalten, und dieser wird zur Milchsäure, wenn der Käse reift. Da Frischkäse nicht reift, wie beispielsweise ein Gouda, bleibt eben der Milchzucker erhalten. Aber ich glaube nicht, dass es der Milchzucker ist, der auf der Packung hinten angegeben ist. Zucker ist billig und sorgt dafür, dass das Essen schmeckt. Da werde ich das nächste Mal beim Einkauf besser aufpassen. Übrigens: Selbst in der Salami ist Zucker drin. Steht jedenfalls hinten auf der Packung drauf. Vielleicht sollte ich auch den Frischkäse wieder selber machen, so wie meinen Joghurt.

Webmasterfriday: Existenzangst

Ich existiere, das heißt: Ich bin am Leben. Die Existenzangst ist, wie der Duden beschreibt, folglich die Angst davor, dass ich a) mein eigenes Leben nicht meistern könnte. Oder b) die Angst vor Arbeitslosigkeit und Armut.

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Die Scheibe ist kaputt. Na und?

Die ersten 23 Jahre meines Lebens habe ich in einer Welt verbracht, in der alles ordentlich und vor allen Dingen sicher war: Ein Zaun sorgte dafür, dass sich die Menschen nicht in der großen weiten Welt verirren konnten, und – beispielsweise nach einem Ausflug oder einer kleineren Reise – wieder gut nach Hause zurückfanden. Als ich mit meinem ersten Studium fast fertig war, musste ich mir noch einmal einen Betrieb für ein Praktikum suchen. Ich kann mich noch gut an das Gespräch damals erinnern, das ich mit dem entsprechenden Verantwortlichen führte -und an meine Gedanken dabei: So. Das war’s jetzt. Das machst du bis zur Rente.

Während wir studierten, saßen wir oft zusammen und diskutierten, lasen, was wir in die Finger bekamen, wie beispielsweise Artikel über Glasnost und Perestroika, die uns der Statikprofessor druckfrisch aus Moskau mitgebracht hatte. Wir waren interessiert an allem, was das Leben so bereit hielt. Existenz? Jaklar, wir wollten mehr als nur existieren, wir wollten leben, lernen, und vor allen Dingen Sachen machen, für die wir selbst verantwortlich sein wollten. Wir wollten nicht nur machen, was andere für uns vorgesehen hatten.

Dann kam der 9. November 1989 – und in den Monaten danach schien alles möglich.

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Trotzdem kann ich durch sie hindurchsehen.

Bis sich diejenigen durchgesetzt hatten, für die Freiheit bedeutete, dass es immer Bananen in den Geschäften gab. Und all die anderen Dinge, die so viel bunter und duftender als alles waren, was wir vorher kannten. Jeder konnte plötzlich alles haben, völlig unabhängig von Beziehungen oder dem glücklichen Zufall, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Sagte ich: Jeder konnte alles haben? Klar. Im Prinzip schon. Wenn denn das nötige Kleingeld dafür vorhanden war. Während meines ersten Studiums gab es 200 Mark Stipendium, davon habe ich 10 Mark für mein Zimmer im Wohnheim bezahlt. Der Rest blieb für Bücher, Essen, Trinken, Klamotten, in den Studentenclub gehen, Eis essen, was auch immer. Es klingt zwar unwahrscheinlich, war aber so: Das Geld hat gereicht. Ich fühlte mich auch nicht sonderlich eingeschränkt. Es hat wirklich gereicht. Wir waren im Theater, im Kino, haben gekocht und genäht, und relativ vergnügt miteinander gelebt.

Und plötzlich war ich frei – und musste nicht mein ganzes Leben lang in einem Büro mit der immer gleichen Arbeit verbringen. Diese hatte ich mir zwar selbst aus einer Liste von Studienmöglichkeiten ausgesucht, aber eher nach dem Motto: Welches ist die Variante, die mir am wenigsten schrecklich erscheint.

Jetzt fing ich noch einmal von vorne an – und habe etwas studiert, das mich einfach interessiert hat, zunächst ganz ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob es später einmal Geld einbringt. Nebenher habe ich gearbeitet, und mir somit das nötige Kleingeld verdient.

Diese Haltung blieb: Ich habe immer mal wieder Neues angefangen, ohne mir viele Gedanken darüber zu machen, ob es denn gut gehen würde. Das weiß ich ja schließlich erst hinterher. Bis jetzt hat das gut funktioniert: Irgendwie ging es immer weiter. Mich einfach hinzusetzen und darüber zu jammern, wie schlecht es mir doch gehe und wer alles daran schuld sei (außer mir selbst natürlich), das war nie eine Option. Menschen, die sich so benehmen, finde ich schon mitunter sehr skurril.

Wir leben in einem Land, in dem es keinen Krieg gibt, in dem keine Willkür herrscht, es genug zu essen gibt, einem Land, in dem es auch Geld gibt, wenn ich nicht arbeiten kann: Was brauche ich denn noch alles? Der Rest ist Luxus. Echtjetzmal.

Das war jetzt mein Senf zum Webmasterfriday und seiner Frage nach der Existenzangst. Wie geht es euch denn mit der Existenzangst?

 

Lieblingsdrinks und Trinkgewohnheiten.

Heute bin ich zweimal über einen Fragebogen gestolpert, in dem Fragen über die eigenen Trinkgewohnheiten beantwortet werden sollen. Und zwar bei: Ach komm geh wech und Kaltmamsell. Usprünglich kommt er von den Bildungstrinkern. 

Der Fragebogen gefällt mir ganz gut, also antworte ich mal.

1. Was ist dein liebster Drink?

Während ich das Geld für mein zweites Studium im 5*-Hotel verdient habe, war es Campari-Orange. Den gab es nach der Arbeit gerne als Absacker. Im Moment ist es ein Glas Rotling, sonst darf es gerne ein Primitivo oder ein Domina sein. Ich wohne ja in Franken, da wächst der Domina schon sehr gerne. Wer hier kichert und unkeusche Gedanken hat, darf gerne bei Wikipedia nachlesen.

2. Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?

Da bin ich mir sicher: Das war schon ziemlich früh: Meine Oma hat ja den Eierlikör selbst gemacht, da gab es immer mal einen Schokobecher mit etwas Likörchen zum Nachtisch. (Hier ist das Rezept)

3. Welchen Drink hast du am meisten bereut?

Die Jugendsünde: Cola mit, ach, das weiß ich nicht mehr. Irgendein Schnaps, nehme ich an. Etwas, das sich ohne Cola gar nicht schlucken lässt.

4. Bar oder Kneipe?

Lieber zu Hause. Da ist es eindeutig bequemer. Und meistens nicht so laut.

5. Champagner oder Schaumwein?

Sekt gab es im Frühjahr: Mit dem selbstgemachten Holundersirup. Das hat wirklich gut geschmeckt, ich freue mich schon darauf, wenn bald der Holunder wieder blüht. Eine spezielle Sorte bevorzuge ich nicht, allerdings sollte er wirklich trocken sein. Champagner habe ich im oben erwähnten 5*-Hotel immer mal probiert: Veuve Cliquot fand ich nicht so toll, aber den Moët mochte ich sehr gerne.

6. Mit wem würdest du gerne trinken?

Mit Menschen, die ich mag. Und mit denen ich mich gut unterhalten und kichern kann.

7. Bei wem würdest du gerne trinken?

Seit ich hier in Franken wohne, fahren wir immer mal in die fränkische Weingegend, die nicht so weit von uns entfernt ist. Dort sitzen wir beim Winzer, probieren deren Wein und packen oft auch einige Flaschen in den Kofferraum. Das ist so fantastisch, das hätte ich mir vorher nicht vorstellen können. Bei einem Winzer hatten wir einmal einen Merlot gekauft, als wir noch etwas davon holen wollten, sagte er: „Oh, tut mir leid, die Italiener haben alles aufgekauft“.

8. Wie sieht deine Home Bar aus?

Teeregal in der Küche

Teeregal in der Küche

Hab ich nicht. Die Weinflaschen stehen in ihren Kartons im Keller, die anderen Flaschen im Regal in der Speisekammer. Das ist beides nicht so fotogen. Deswegen zeige ich lieber mein Teeregal, das mir der Lieblingsmann gebastelt hat.

9. Beschreib deine Eiswürfel.

Im Gefrierfach des Kühlschranks sind welche, glaube ich. Aber ich hab schon ewig keine mehr gebraucht.

10. Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?

Seit mir vor gut 20 Jahren eine Tonic-Flasche (oder war es Bitter Lemon?) die Heckscheibe meines Citroën zerschossen hatte, habe ich diese Getränke nicht wieder angerührt. Also auch nicht mit Gin. Vielleicht schenkt mir jemand mal ein Glas davon ein, dann kann ich das probieren und sagen, ob ich es mag.

11. Wie bekämpfst du deinen Hangover?

Das ist ein guter Grund, am nächsten Tag einfach liegen zu bleiben. Nichts zu tun. Manchmal gehe ich ein wenig spazieren, einfach um frische Luft zu schnappen. Ein nasser Waschlappen auf der Stirn wirkt manchmal Wunder.

Runter vom Sofa und ab zum Sport #3

Kerstin, meine persönliche Trainerin, ist wieder gesund. Wir treffen uns dieses Mal in Poxdorf: Kerstin hat auf der Seite „Lauferlebnis Fränkische Schweiz mit der Route N6 eine Strecke gefunden, die nicht zu lang ist und sich interessant anhört: Knapp sechs Kilometer durch Wald und Wiesen von Poxdorf nach Effeltrich und über Hagenau zurück nach Poxdorf.

Ich finde unseren Treffpunkt fast auf Anhieb, obwohl ich kein Navi habe. Zwar parkt Kerstin um die Ecke, aber wir finden uns trotzdem: Poxdorf ist schließlich ein Dorf. Den Startpunkt und die Markierung der Route finden wir schnell: Es geht hinaus und zunächst zwischen den Feldern entlang. Haben etwa die Landwirte gedüngt? Wir marschieren zügig, so dass wir warm werden, zwischendrin gibt es wie beim ersten Mal ein paar Übungen, damit die Füße wieder gelenkiger werden.

Ob Hochsitz oder Baumstamm: Alles, was unterwegs im Weg steht, kann als Übungshilfe für Kraftübungen dienen: Abwechselnd Liegestütze und Thera-Band-hinter-den Kopf-ziehen, und zwischendrin immer wieder abwechselnd Joggen und Gehen. Es dauert nicht lange, bis wir in Effeltrich sind. Allerdings wird es im Ort ein bisschen kniffelig: Die Aufkleber, mit denen der Weg gekennzeichnet ist, sind nicht immer leicht zu finden. Als wir uns nicht mehr sicher sind, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind, fragen wir lieber einen Menschen, der mit seinem Hund unterwegs ist. Wir müssen ein Stück zurück und finden tatsächlich zwischen Haus und Hecke einen schmalen Pfad. Als wir diesen entlang laufen, grinst uns ein paar Meter weiter der Aufkleber an, als wollte er uns sagen: So ein bisschen Spannung ist doch schön, oder?

Merke ich eigentlich schon etwas von meinem Training? Immerhin bin ich ja zwischen den Terminen auch alleine unterwegs und mache die Kraftübungen, die mir vorgeschlagen werden. Da muss ich ehrlich gestehen: Noch nicht. Allerdings bemerkte der Lieblingsmann, als wir kürzlich gemeinsam zu Fuß unterwegs waren, dass er sich ganz schön tummeln müsse, damit er mit mir Schritt halten könne.

Ich erinnere mich daran, dass Hartwig Gauder mal erzählt hat, dass der Mensch dafür gebaut sei, etwas mehr als 19 Kilometer am Tag zu gehen. Gauder muss das wissen, immerhin hat er 1980 olympisches Gold im Gehen gewonnen. Er verriet auch, dass moderne Menschen gerade einmal noch 400 Meter täglich zu Fuß unterwegs seien, wie ein Experiment in Mannheim ergab. Das ist sicherlich etwas zu wenig. Immerhin parke ich das Auto, wenn ich einen Termin in Forchheim habe, dort, wo ich nichts fürs Parken zahlen muss. Das spart nicht nur Kleingeld, sondern ich kann automatisch ein paar Schritte mehr Laufen. Dabei brauche ich noch nicht einmal mehr Zeit, bis ich am Ziel bin: Mit dem Auto habe ich schließlich vorher auch oft ziemlich lange gebraucht, bis ich endlich einen passenden Parkplatz gefunden hatte.

Inzwischen lege ich auch immer wieder regelmäßige Pausen beim Schreiben ein. Da ich glücklicherweise zu Hause arbeite, kann ich in dieser Zeit das Mittagessen kochen, die Wäsche bügeln oder die Katze ärgern. Kerstin hat mir auch Übungen gezeigt, mit denen ich meine Schultern wieder lockern kann. Das mache ich jetzt mal. Tschüss.

F wie Frühling: Magic Letters

„Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit” – Khalil Gibran

Frühling

Die ersten Blüten lugen durch das braune Laub

Meteorologischer Frühlingsbeginn ist der 1. März. Langsam erwacht die Natur aus dem kalten und langen Winter – und die ersten Menschen klagen über die Frühjahrsmüdigkeit. Die Sonne scheint länger und das Licht wird deutlich intensiver: Das sorgt dafür, dass die beiden Hormone Serotonin und Dopamin ausgeschüttet werden: Ist wenig Serotonin vorhanden, werden Menschen depressiv. Dopamin dagegen ist das klassische Glückshormon.

Frühling

Der Schwan faucht und sagt: Lass mich in Ruhe!

Im Frühling pellt sich langsam das bunte Küken namens Frühling aus dem kahlen und kalten Ei des Winters, in dem es so lange schlief. Kommen im Frühling die Störche, ist die Winterzeit vorbei. Ich will einfach nur raus, höre die Vögel draußen singen und sehe, wie sie alles für den Nestbau zusammensuchen, was sie brauchen.

Frühling

Der Kirschbaum steht in voller Blüte.

Frühling: Die Pflanzen zeigen die Zeit präzise an: Blühen die ersten Schneeglöckchen, beginnt der Vorfrühling. Aber erst wenn die Apfelbäume blühen, ist der Vollfrühling da, der um die Welt zieht, wie die Vögel, die ihm folgen.

Frühling

Ein Tagpfauenauge in den Apfelblüten

Frühling

Obstbaumblüte am Walberla

Frühling

Die Himmelsschlüssel schließen den Himmel auf.

Für die Astronomen beginnt der Frühling am 21. März und endet am 21. Juni. Viele Feste werden gefeiert, die alle etwas mit neuem Blühen und neuem Leben zu tun haben: Die Auferstehung Christi, die nach der germanischen Frühlingsgöttin „Ostara“ genannt sein könnte. Wer hat eigentlich noch Zeit, die wahre Herrlichkeit des Frühlings zu begreifen? Für mich scheint, als sei der Frühling schon wieder vorbei, kaum dass er begonnen.

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Osterkrone am Osterbrunnen in Bieberbach.

Das ist mein Beitrag zu Paleicas Projekt: Magic Letters. 

Der Buchstabe „F“ brachte den Frühling.

 

Alles für die Katz #6

alles_fuer_die_katz_logo_160x160Ich lade jeden 1. und 15. eines Monats zum Projekt: “Alles für die Katz” ein. Wer sich beteiligen mag, postet auf seinem Blog ein Foto von einer Miezekatz und hinterlässt hier im Kommentar den Link dazu. Außerdem darf sich jeder dafür eines der von Kerstin gestalteten Logos mitnehmen, die es hier links, aber auch noch in zwei anderen Größen unter dem Beitrag gibt.

 

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Die Katze auf dem Holz

Heute bin ich etwas spät dran, ich weiß. Wir waren das Wochenende unterwegs und sind jetzt erst wieder zu Hause angekommen. Das Foto ist wieder eines von der Sorte, das zeigt, dass sich Katzen zum Schlafen fast überall ablegen können. In diesem Fall liegt sie immer mal auf dem Holz, das neben dem Ofen gestapelt liegt, damit wir das Feuer damit in Gang halten können.

Und wer mag, kann wieder seine Katzenbild unten im Kommentar verlinken. alles_fuer_die_katz_logo_220x220alles_fuer_die_katz_logo_120x120

 

 

12 Bilder vom 12. März

Der Tag beginnt bereits mit einem sonnigen Versprechen.

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Die Katze meint, sie dürfe sich auf der Küchenarbeitsplatte ablegen: Ich müsse schließlich was zum fotografieren haben.

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Erst muss ich eine Weile schreiben. Zwischendrin kommt die Gemüsekiste. Deswegen gibt es heute wieder einen frischen Salat. fränkischer tag 1715

Kaum bin ich mit Essen fertig, ziehe ich meine Turnschuhe an: Es geht wieder runter vom Sofa und auf zum Sport. fränkischer tag 1724

Auf der Sportinsel in Forchheim sind die Krokusse schon fast verblüht. Oder heißt das Krokeen? fränkischer tag 1721

Im Vorgarten blüht es auch schon nett. Das gefällt mir so sehr daran, wenn es Frühling wird. Überall sind Blümchen. fränkischer tag 1723

Dfränkischer tag 1717eswegen stehen auf dem Tisch auch welche. Auch wenn die Katzmatz immer wieder mal meint, sie müsse mit diesen spielen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt hab ich eine kleine Weile Zeit für mich und will in der „Flow“ lesen, die ich mir gestern gekauft habe.

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Guck an. Isabel Bogdan ist drin. Ich hab sie vor Jahren während eines Seminars in Wolfenbüttel kennen gelernt. fränkischer tag 1729

Zurück am Laptop lese ich eine weniger schöne Nachricht: Terry Pratchett ist gestorben. Das ist schade. Er wurde nur 66 Jahre alt…fränkischer tag 1726

In den Balkonkästen fängt der Schnittlauch an zu sprießen. Da muss ich dringend etwas machen. Vielleicht ist morgen oder in der nächsten Woche ein wenig Zeit dafür. 12 am 12

Ein schönes Abendrot. Was der Nachbar da allerdings auf seinem Grundstück hat, weiß ich nicht.fränkischer tag 1732

Das ist mein Beitrag zu 12 am 12, den es bei Draußen nur Kännchen gibt. Dort zeigen noch viel mehr Menschen, was ihnen alles am 12. so begegnet…

Runter vom Sofa und ab zum Sport #2

Die persönliche Trainerin Kerstin ist krank. Das finde ich schade, und wünsche ihr gute Besserung. Trotzdem findet meine wöchentliche Sportstunde statt, denn Harry übernimmt Kerstins Part. Harry läuft gerne. Harry läuft auch gerne lange. Nur ich laufe gar nicht gerne, und bin bestimmt das letzte Mal gelaufen, als ich noch in der Schule war. Das ist lange her. Zwar war ich damals recht leichtfüßig unterwegs, was an der Jugend und an meinem damals deutlich geringeren Gewicht gelegen haben mag, doch jeder spätere Versuch zu laufen scheitert daran, dass ich nach kurzer Zeit völlig aus der Puste bin.

Aus diesem Grund gehe ich ja auch lieber wandern. Da komme ich zwar hin und wieder auch ins Schwitzen, besonders wenn es bergauf geht, doch insgesamt finde ich Wandern recht geruhsam. Aber andererseits wollte ich ja meinem inneren Schweinehund Max Beine machen. Während wir uns in forschem Schritt warm gehen, schwärmt Harry von den Vorteilen, die das Laufen so bietet. Immerhin würden dabei viele Kalorien verbrannt, mehr jedenfalls als beim Wandern oder Radfahren. Hmm. Ich höre mir das an. Schließlich möchte ich ja etwas weniger werden, da hat Harry schon Recht. Aber der Reflex ist immer noch vorhanden, so wie früher in der Schule zu maulen, wenn der Lehrer etwas anordnet. Nur: Wenn ich es nicht probiere, kann ich nicht wissen, ob nun Laufen etwas für mich ist, oder nicht.

Nach zehn Minuten Aufwärmen traben wir langsam los, Harry erklärt noch das Prozedere: Nur eine Minute langsam joggen und dann wieder ein Minute lang gehen. Praktischerweise hat Harry eine Uhr, die er einstellen kann und die sich jeweils nach Ablauf der Zeit piepsend meldet. Selbstredend laufe ich zu schnell los und werde von Harry gebremst. Ich soll ja eine Minute lang durchhalten und nicht nach zwanzig Schritten japsend zusammenbrechen. Im Zockeltempo joggen geht erstaunlich gut, vielleicht auch deswegen, weil Harry nebenher davon erzählt, wie er vom Radfahren zum Laufen kam und was er bereits unterwegs so erlebt hat.

Schwätzend joggen und gehen wir also eine ganze Weile am Rhein-Main-Donau-Kanal entlang, bis zur Brücke, über die ich normalerweise mit dem Auto fahre, wenn ich nach Forchheim will. Dort drehen wir um und joggen und gehen zurück. Harry erzählt, dass er gemeinsam mit seiner Frau Lauftouren organisiert, ich habe nur noch so viel Puste, dass ich ab und an ein: „aha“ einwerfen kann. Als wir zurück zur Sportinsel kommen, halten wir an einer steinernen Bankgrupp mit rundem Tisch in der Mitte an. Hier ist eine günstige Gelegenheit für ein bisschen Krafttraining, findet Harry. Also mache ich Liegestütze, bei denen ich mich mit den Händen auf diesem Steintisch abstütze und einige andere Übungen, von denen manche schon ziemlich anstrengend sind.

Anschließend zeigt Harry, wie ich mich nach dem Laufen dehnen soll und empfiehlt mir Yoga, damit ich wieder etwas beweglicher werde. Nun, sonderlich beweglich war ich noch nie. Und beim Yoga war ich tatsächlich schon. Das war, als ich mit der Lieblingshausziege schwanger war. Irgendwie war das immer eine schöne, kuschelige Veranstaltung, bei der es warmen Gewürztee gab. Harry lacht. Er hat schon erlebt, dass Frauen zu ihm in den Yogakurs kamen, die eben solche Vorstellungen hatten – und dann enttäuscht waren, weil Yoga durchaus anstrengend sei, erzählt er. Ich könne es ja mal probieren, lädt er mich ein. Mal sehen.

Erst einmal ist die Stunde rum, und ich staune, wie schnell die Zeit vorüber ging.

Tagebuchbloggen

Kürzlich habe ich entdeckt, dass ich bei Frau Brüllen unter der Rubrik: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“, hübsch abgekürzt unter: WMDEDGT, viele Menschen einfach aufschreiben und verlinken, was sie den ganzen Tag lang so machen. Da das besonders bei jemandem wie mir, der gefühlt den ganzen Tag am Laptop Texte schreibt, so aussieht, als mache ich nichts, beteilige ich mich heute mal daran.

Gestern Abend hatte ich zwei Termine: Erst eine Jahreshauptversammlung vom Obst- und Gemüsebauverein. Die war schneller zu Ende, als ich gehofft hatte, und so war ich für meinen zweiten Termin etwas zu früh dran und musste warten, bis die Taucher aufgetaucht und in der Pizzeria angekommen waren.

Dank dieser Termine kam ich gestern etwas später ins Bett, als gewöhnlich – und als der Wecker klingelte und die Lieblingshausziege zum Wecken kam, drehte ich mich noch ein paar Minuten auf die andere Seite. Im Gegensatz zu den beiden, die noch hier wohnen, muss ich ja nicht pünktlich in einer Schule oder an der Arbeit sein. Aber nicht lange, dann fiel mir ein, was heute alles noch erledigt werden wollte – und so war ich doch mit einem Hupf aus dem Bett.

Einen großen Kaffee getrunken, etwas Zeitung gelesen, gewartet, bis ich mit der Katze allein in der Wohnung bin und dann habe ich erst einmal den Ofen angefeuert, den Computer hochgefahren und mit Schreiben angefangen: Zunächst den Text über die Sitzung des Gemeinderates, der noch nicht ganz fertig war, den Text über die Jahreshauptversammlung und dann zwei Blogtexte für eine Gebäudereinigungsfirma.

Zwischendrin geduscht, Katze gestreichelt, die frisch gelieferte Gemüsekiste nach oben geholt, ordentlich angezogen und zum Termin in die Bank: Hier bekam ich erzählt, wie deren Bilanz im vergangenen Jahr war, darüber muss ich dann aber erst morgen schreiben. Hoffte ich. Wieder nach Hause, einen Apfel essen, zurück an den Laptop. Noch einen Blogtext für die Gebäudereinigungsfirma. Jetzt sind es nur noch vier – von insgesamt 13.

Zwischendrin war es längst Mittag und der Lieblingsmann kam von der Arbeit nach Hause. Heute hatte ich es allerdings noch nicht geschafft, das Essen vorzubereiten. Da in der Gemüsekiste ein schöner frischer Salatkopf ist, sollte es diesen heute geben. Da der Lieblingsmann sah, dass ich am Tippen bin, fing er an, den Salat zu basteln. Ich roch schon die gebratenen Speckwürfelchen, linste in die Küche und sah: Ich irrte mich. Es wurden Schinkennudeln vorbereitet. Das ist immerhin ein von den Teenies sehr geschätztes Futter, wenn die Lieblingshausziege mit ihrem Schahatz kommt, wird ordentlich gespachtelt und nicht am Essen gemäkelt.

Weiter an den Texten. Noch vor dem Mittag wurde einer fertig: Jetzt waren es nur noch drei. Inzwischen klapperte in der Küche das Besteck. Ich hatte inzwischen auch ordentlich Hunger. Einen Salat gab es trotzdem, zu den Schinkennudeln. Nur die Lieblingshausziege kam nicht. Da hab ich wohl wieder nicht hingehört, als sie ganz genau und detailliert erklärt hat, wo sie wann ist und wo nicht. Also stiefelte der Napf mit den ganzen Nudeln zurück in den Herd, schließlich sollte die Katze ihr eigenes Futter fressen.

Der Lieblingsmann sauste wieder fort, ich räumte die Küche noch ein bisschen auf und bereitete mir einen Espresso, gegen das Fresskoma. Immerhin waren die Nudeln wirklich lecker. Da mir beim Schreiben die Sonne den Pelz gewärmt hatte, vergaß ich glatt, rechtzeitig Holz aufs Feuer zu legen. Also legte ich ein Stück Holz auf, und hoffte, dass es wieder anbrennt. Tat es nicht. Ich legte die leere Nudelpackung unter das angekokelte Holzstück – und hoffte wiederum. Doch, das Feuer fing wirklich wieder etwas an zu flackern. Auf in den Endspurt: Noch zweieinhalb Texte.

Zwischendrin meldete sich das Taschentelefon und möchte, dass ich die Akkus wieder auflade. Gerne doch. Noch anderthalb Texte.

Draußen der Himmel war schön blau, ich wäre gerne rausgegangen. Wenigstens für ein halbes Stündchen. Doch ich bin noch nicht fertig. Noch einen Text.

Bäh. Langsam zogen dicke graue Wolken über den Himmel. Menno. Ich wollte doch noch raus. Noch zweihundert Wörter.

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Enten? Gänse? Egal.

Zwanzig vor fünf: Endlich geschafft. Schnell umziehen und nichts wie raus. Ich brauchte dringend Auslauf. Das Foto zeigt auch, dass Sensor putzen angesagt wäre. Leider habe ich das noch nie gemacht. Weiß jemand, wie ich das machen sollte?

Die Lieblingshausziege war immer noch nicht da. Dafür wollte die Katze auf meinen Arm zum kuscheln. Der Tag war dann bald zu Ende, es gab Abendbrot und noch einen Termin: Jahreshauptversammlung beim Sportverein.