Ich ging im Wahalde… #Rostparade

Ich ging im Wahalde so für mich hin und wollte nur ein bisschen draußen an der frischen Luft laufen, nichts suchen, nichts finden, mich bewegen, den Schneeflocken lauschen, das Eis auf den Weihern treiben sehen. Wer wie ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, braucht schließlich ein wenig Auslauf, so ab und zu. Wie gesagt, ich wollte nichts finden, aber da lagen unübersehbare, riesige Rollen mit Kabeln drauf herum. Was soll da im Wald passieren? Sollen Reh und Hase, Fuchs und Karpfen miteinander telefonieren? Sollen sie fernsehen, gar internetten Zugang zur Welt bekommen? Soll die Überwachung jetzt überall möglich sein?

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Kabeltrommeln im Wald

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Rostige Rollfläche

Ich schlich mich näher. Schließlich sollten die Kabeltrommeln  keinen Schreck kriegen und plötzlich lostrommeln oder -rollen. Und siehe da, kaum kam ich ihnen nahe, flüsterten sie mir ins Ohr: Sie wollten un-be-dingt an der tonarischen Rostparade teilnehmen! Endlich einmal berühmt sein, gesehen werden, bevor sie namen- und klanglos im Erdboden verräumt werden. Ja dann: Vorhang auf!

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Kabeltrommeln mitten im Winterwald.

Nichts.

Was würde ich machen, wenn ich wüsste, dass ich nicht scheitern kann?

Nichts. Ich würde nichts machen.

Schließlich ist der Reiz weg, sämtliche Möglichkeiten, mich in die Nesseln zu setzen, mich zu blamieren – alles weg. Ich könnte mich einfach zurücklehnen und es mir bequem machen.

Wüsste ich, dass eine Beziehung nicht scheitern kann, könnte ich mit Lockenwicklern im Haar, der ewig gleichen fluffigen Haushose und ungewaschen am Küchentisch sitzen. Ich könnte den anderen praktischerweise für alles verantwortlich machen, was mir nicht passt. Wenn ich den Schirm vergesse und es fängt tatsächlich an zu regnen: Dann ist der andere einfach schuld daran, dass es regnet. Wäre das nicht toll?

Wüsste ich, dass ich in einer Prüfung nicht scheitern kann, bräuchte ich nicht zu lernen, könnte stundenlang am Computer spielen oder lesen und würde doch alles mit Bravour bestehen.

Wüsste ich, dass ein Projekt nicht scheitern kann, müsste ich nicht dafür arbeiten, sondern könnte mich zurücklehnen, in die Südsee fahren und bräuchte nur das Geld zu kassieren.

Aus seinen Behinderungen bezieht der Mensch seine Kraft, ebenso aus den Steinen, die er aus dem Weg räumt. Was wohl einmal aus den Kindern werden wird, denen die Eltern tatsächlich alle Hindernisse aus dem Weg räumen? Deswegen kriegen heute alle drei kleine Tipps, wie sie stilvoll scheitern können:

Auch wenn jemand scheitert, ist er kein Versager.

Ein Versager ist jemand, der scheitert UND den anderen die Schuld daran in die Schuhe schiebt. Jeder, der etwas Neues ausprobiert, sollte für seinen Teil auch die Verantwortung daran übernehmen. Wer dagegen scheitert und sich als Opfer seiner bösen Mitmenschen, der Banken, der Chemtrails oder was auch immer hinstellt, macht sich selbst zum Versager.

Ein Wechsel der Perspektive oder der Sichtweise kann hilfreich sein.

Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn jemand scheitert? Zehn Jahre später sieht ohnehin alles ganz anders aus, die Haare sind ab und selbst das Miederhöschen passt nicht mehr. Dafür lässt sich jetzt über das Scheitern ebenso lamentieren, wie damals Opa vom Krieg erzählt hat. Ach, er hat nichts erzählt? Na, dann weißt du ja, was ich meine.

Niederlagen sind noch lange kein Scheitern. Fällt jemand hin – und bleibt liegen, dann sieht das anders aus. Jedes kleine Kind lernt laufen, stolpert über Dinge, fällt hin und steht wieder auf. Warum verlernen Menschen das später wieder?

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Uff. Eigentlich wollte ich ja über etwas anderes… Da erzählte mir heute der Mitbewohner, dass sich Eltern zu einer Elterninitiative zusammengeschlossen haben. Weil sie einen türkischen Jungen, der gemeinsam mit ihren Kindern in der Klasse ist, dort nicht haben wollen. Der kleine Türke ist relativ selbstbewusst, stört hin und wieder den Unterricht, ruft rein, steht mitten in der Stunde auf, er „tritt auf“, wie hier die Franken wohl sagen. Er will Aufmerksamkeit, so wie alle Schüler, („Herr Lehrer, ich meld mich, ich will auch mal drankommen“) lässt aber mit sich reden.

Der Vorwurf der Eltern: Ihre Kinder würden durch diesen türkischen Jungen traumatisiert.

Ich fasse es nicht.

 

Drückt den Speck, wohin er gehört: Die Miederhose

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Mit der Hand geschriebener Blogbeitrag…

Wer das – aus Gründen – nur schwer entziffern kann, für den schreibe ich den Text noch einmal ganz gewohnt in Druckbuchstaben, wie jeden Beitrag, der hier erscheint.

Außerdem hat nicht der ganze Text auf dem einen Blatt Platz gehabt, es hätte also ohnehin eine Ergänzung geben müssen, oder, wie die Lieblingshausziege sagt: Und? Wie geht es jetzt weiter?

So:

 

 

Wie heißt es, wenn die Kurve nach innen zeigt?

Konkav oder konvex?

Wer sich nicht sicher sein sollte, kommt mit der kleinen Eselsbrücke schnell ans Ziel:

War das Mädchen brav, ist der Bauch konkav. Hatte es schon Sex, ist der Bauch konvex.

Gut, im Zeitalter von Pille & Co. ist das nicht mehr ganz korrekt, hilft aber prima, wenn man sich den Unterschied einprägen will – oder muss.

Nichtsdestotrotz gibt es im Leben vieler Frauen diesen einen entscheidenden Moment, in dem sie in den Spiegel schaut und feststellt, dass es ihrer Taille (konkav!) höchstwahrscheinlich zu kalt war. Gegen die Kälte hat sie sich mit kuschelig-warmen Speckringen gepolstert. Schließt frau nun den Hosenknopf, ringelt sich der Speck wie ein Wurm darüber, quillt hervor, na, ihr wisst schon. Die Hose lässt sich noch schließen, das ja, sieht aber nicht mehr ganz passend aus.

Bei den Herren gibt es das Phänomen ebenfalls, die müssen sich einfach entscheiden: Tragen sie ab dann den Gürtel über oder unter dem Bauch…

Jetzt kommt – tadaa! – die Miederhose zum Einsatz: Sie drückt den Speck – der sich in der Regel auch als nachgiebig genug erweist – dorthin, wo er gehört: nach oben. Will schließlich nicht fast jede Frau mehr Oberweite haben? Also. Die Miederhose endet ja auch folgerichtig weit über dem Hosenbund. Sie modelliert die Figur und sorgt dafür, dass die Taille wieder konkav aussieht. Die Speckrolle ist weiter nach oben gerollt. Und zwar genau so weit, wie die Miederhose reicht. An deren Ende klemmt die Speckrolle obendrüber. Unter dem Busen. Als unten-doppel-Busen gewissermaßen, allerdings in diesem Fall nicht einzeln unter jeder Brust, sondern als einteilige Rolle. Ach.

Also bleibt die taillierte Bluse weiterhin im Schrank. Abspecken ist angesagt.

Effizienter geht es kaum noch. Den Blogpost verlinke ich gleich dreimal:

Bei Frau Tikerscherk, weil der erste Teil händisch geschrieben wurde – und gestern der Tag der Handschrift war.

Beim Wortmischer, weil ich endlich über die versprochene Miederhose geschrieben habe.

Bei Dominik, als Beitrag zum *txt-Projekt mit dem Wort „nichtsdestotrotz“.

Gestern habe ich auf meinem anderen Blog, der Schreibreise, einen Post veröffentlicht, auf den ich immer noch – hachz – ganz stolz bin. Ja, die Übergänge werde ich beim nächsten Mal ein bisschen sanfter gestalten, aber fürs erste Mal hab ich es ganz gut hingekriegt. Finde ich. Wer es sich ansehen mag, klickt auf das Bild.

Die Post war da

Manche Dinge vermisse ich erst dann, wenn ich plötzlich eines von ihnen in der Hand halte. Mit der Hand geschriebene Briefe gehörten beispielsweise dazu. Zwar liegt fast jeden Tag irgendein Brief im Kasten, doch die kennt ja jeder: Werbung, das neueste Angebot der Krankenkasse, Rechnungen, na und so weiter.

Früher war das alles anders. Da gab es gelegentlich handgeschriebene Briefe. Oder vielmehr: Waren sie mit der Schreibmaschine verfasst, kamen sie (meistens) von irgendeinem Amt und waren sie handschriftlich, dann waren es private Briefe. Von der Freundin, vom Freund, manchmal von der Oma oder der Tante. Da gab es ja nichts anderes, keine sms, keine Mails, kein F…b…k, na, und so weiter.

Gut, ich gebe es zu: Ich selbst war noch nie zu fleißig im Briefe schreiben. Vielleicht lag es daran, dass es eine Zeit gab, in der ich Briefe schreiben musste: Als meine Eltern in Afrika und ich im Internat war. Da haben die Erzieher tatsächlich notiert und aufgepasst, dass jeder und jede wenigstens einmal im Monat an die Eltern schrieb…

Wie schön es aber ist, wenn unvermutet handgeschriebene Post im Briefkasten liegt, das habe ich gerade jetzt dreimal erlebt: Erst kurz vor Weihnachten, da kam die Karte von Frau Tonari an, die rote mit dem Hasen drauf. Gestern kam ein Brief aus der Schweiz, von Helmut, der unter dem Namen Dunkelangst (als Gegenteil von Hel(l)-Mut, wie er mal in Nürnberg erklärt hat) bloggt und mit seinem Blog gerade hierhin umgezogen ist. Im Brief war auch ein Tütchen Tee mit einer ganz genauen Bedienungsanleitung. Ich wusste zwar, dass sich der Tee mehrfach aufgießen lässt, aber nicht, wie viele Minuten er dann ziehen muss. Vielen Dank. Heute kam noch ein dritter Brief, als Dankeschön für eine Buchspende: Jedes Jahr suche ich mir auf der Internetseite von Freiabonnements für Gefangene ein Buch aus und spende den Betrag dafür. Der Gefangene, der sich das entsprechende Buch gewünscht hat, bekommt das dann zu Weihnachten. Dieser schrieb extra einen Brief und bedankte sich. Da der Gefangene ja nicht wissen kann, wer ihm das Buch spendiert hat, liegt der handgeschriebene Brief der Spendenbescheinigung des Vereins bei.

handgeschriebene Briefe und Karten.

 

Und weil Frau Tonari aufforderte, sich an einer Blogparade bei Tikerscherk zu beteiligen und etwas händisch geschriebenes zu posten, mache ich das doch. Passt ja gerade so schön:

Danke!

Es gibt ein handgeschriebenes Danke von mir für alle fleißigen Briefschreiber. Ich habe mich wirklich sehr gefreut und mir echt und ernsthaft vorgenommen, jetzt auch mal selbst zu schreiben. Ich meine, was soll ich denn auch sonst mit dem schönen Briefpapier machen, das seit Jahren bei mir herumlungert?

 

Kleine Dinge am Wegrand

Gehe ich spazieren, dann wandere ich gemächlich durch die Welt, nehme mir genügend Zeit mit, damit ich nach rechts und links schauen und Schönheiten am Wegrand entdecken kann, wie dieses von der Sonne rot gefärbte Laub. Das will mal eine Eiche werden, wenn der Weiherbesitzer das zulässt.

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Eichenbusch am Weiher.

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Ausgetrockneter Weiher.

Den Weiher ohne Wasser, dafür mit rissigem Boden.

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Weiher mit Wasserpflanzen.

Den Weiher gleich nebenan, in dem ganze Wälder wachsen.

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Kleine Schleiche.

Und die kleine Schleiche mit ihrer züngelnden Zunge. Ich hab das Tierchen immer wieder ein bisschen angestupst, so dass sie sich vom sonnenwarmen Asphalt in das Gras am Wegesrand schlängelte. Kurze Zeit später kam ein Liegeradfahrer geschwind des Weges, der hätte sie sonst überfahren.

So ganz winzigkleine Dinge sind es dieses Mal leider nicht. Trotzdem war ich an ihnen so nah dran, wie es ging.

Das ist mein Beitrag zum Kleinen Monat von Cubus Regio.

Ich mach mal Buchhaltung und Steuer mit Lexoffice

(sponsored Post)

Ich. Ständig schreibend, fotografierend, manchmal malend, nähend, lesend, kochend, ungern aufräumend und fensterputzend.

Wo, bitte, soll da Zeit für solche langweiligen Dinge wie Buchhaltung und Steuererklärung sein? Leider ist das Finanzamt hartnäckig und schickt mir jedes Jahr aufs Neue erst eine halbwegs freundliche Erinnerung, später dann eine Androhung zur Strafzahlung, wenn ich nicht innerhalb kürzester Zeit die noch fehlende Erklärung, na, ihr wisst schon.

Das hieß bisher: Ein Wochenende war perdu, ich kippte meine Kiste mit den Belegen auf dem Fußboden aus, damit ich sie sortieren, aufkleben und abheften kann. Schließlich will das Finanzamt die sichtbaren Beweise, dass ich meine Rechnungen bezahlt habe, die ich geltend machen will und will ebenfalls sehen, was ich so für meine geschriebenen Texte und fotografierten Bilder bekommen habe. Als Freiberufler habe ich leider keinen Lohn- oder Gehaltszettel vom Arbeitgeber, sondern muss mir alles selber basteln.

In der mompreneur-Gruppe auf F…b..k gab es das Angebot, gegen ein Honorar das Buchhaltungsprogramm Lexoffice von Lexware zu testen und darüber einen Bericht zu schreiben. Da ganz sicher irgendwann die nächste Post vom Finanzamt kommen wird, war das Ansporn genug, das Programm zu testen und zu prüfen, ob das was für mich ist oder ob ich lieber bei meinem „Zettel in Kiste“-System bleibe.

Ein erster Blick. Lexoffice sieht so aus: Lexoffice (Klick öffnet jeweils den Link)

Die Anmeldung für den Testzugang ist dreißig Tage lang gültig: Testzugang.

Dann noch auf die Bestätigungsmail im Postfach klicken und: Ich bin drin.

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Oben rechts in der Leiste ist ein kleines Zahnrad: Hier kann ich alle meine Daten einstellen. Will ich später etwas ändern, kann ich dorthin jederzeit zurück. Das Programm will meine Bankdaten haben, damit ich über Lexoffice auch das Banking machen kann. Für den Test ist das aber zunächst nicht nötig.

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Jetzt bin ich erst mal fleißig und tippe meine ganzen Ausgaben-Belege, die ich rund um den Laptop auf dem Schreibtisch verteilt habe, in die Eingabemaske ein. Das Sortieren kann ich mir hierbei sparen, das erledigt Lexoffice für mich. Ein großer Teil der Ausgaben sind Benzinkosten, das lässt sich auch so im Programm eingeben. Da ich aber die gefahrenen Kilometer in meiner Steuererklärung unterbringen muss, wäre hier ein Fahrtenbuch sehr hilfreich. Das mache ich also wie bisher in Excel.

Dann gebe ich meine Einnahmen ein: Für einige muss ich Rechnungen erstellen, andere bekomme ich automatisch als Honorar überwiesen und dafür einen Beleg.

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Über Lexoffice:

Mit Lexoffice kann ich meine Angebote und Rechnungen stellen, die Buchhaltung auf dem Laufenden halten und am Jahresende meinen Gewinn ermitteln. Die einzelnen Pakete können entweder einzeln oder gemeinsam gebucht werden, ganz so, wie jeder einzelne das braucht und für richtig hält. Sämtliche Daten lassen sich DATEV-konform exportieren, zum Steuerberater oder am Jahresende via Elster direkt zum Finanzamt schicken.

Während der 30 Tage dauernden kostenlosen Nutzung sind sämtliche Funktionen freigeschaltet. Je nachdem, für welche Variante sich der Nutzer anschließend entscheidet, gibt es drei unterschiedliche Varianten mit jeweils unterschiedlichen Preisen:

Das kleine Paket „Rechnungen und Finanzen“ für monatlich 6,90 Euro: Mit diesem lassen sich Angebote und Rechnungen schreiben, Rechnungen und Zahlungen per Onlinebanking erledigen und alles funktioniert sowohl auf dem PC, wie auf Tablet und Smartphone.

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Das mittlere Paket „Buchhaltung und Finanzen“ kostet monatlich 11,90 Euro: Zusätzlich zu allen Funktionen, die im Paket „Rechnungen und Finanzen“ enthalten sind, kann die monatliche Buchhaltung in einem Kassenbuch eingetragen werden. Damit sind sämtliche offenen Posten auf einen Blick zu sehen und die Umsatzsteuer kann per Elster an das Finanzamt gemeldet werden.

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Das „Rundum-Sorglos“-Paket „Buchhaltung und Berichte“ ergänzt das mittlere Paket noch um die EÜV (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) und GuV (Gewinn- und Verlustrechnung). Außerdem können hier sämtliche Anlagegüter erfasst und verwaltet werden.

 

 

eüvFazit: Tja. Von alleine macht sich auch hier nichts. Mit ein bisschen Zeit lassen sich allerdings mit Lexoffice die Belege relativ leicht erfassen, Angebote und Rechnungen erstellen. Ich sehe auf einen Blick, ob meine Einnahmen ausreichen, um meine Ausgaben zu decken. Von der Gewinnermittlung bis zum Zahlungsverkehr sind alle Formulare übersichtlich und leicht verständlich. Wer doch eine Frage hat, bekommt sie per YouTube-Video schnell erklärt. Lexoffice lohnt sich – meiner Meinung nach – für kleine Unternehmen, Selbstständige und Start-Ups, für alle, die ihre Buchhaltung selbst machen wollen.

Alles für die Katz #26

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Miep beim Futtern

Ja. Wer auch nur eine Katze jemals zu Hause wohnen hatte, weiß, dass nichts essbares herumstehen darf. Das geht einfach mal gar nicht. Sobald mensch der Katz den Rücken zukehrt, wird geschleckt, was das Zeug hält.

Mein erster Kater durfte übrigens mit mir gemeinsam vom Teller essen. Jedenfalls wenn außer uns niemand in der Küche war.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist.

12 Bilder vom 12. Januar 2016

Wie an jedem 12. im Monat möchte Caro 12 Bilder des Tages sehen. Alle anderen natürlich auch. Neulich hatte ich eine arme Amarillys vom Grabbeltisch gerettet, nun blüht sie auf dem Küchentisch. Das ist doch schon ein schöner Tagesbeginn:

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Amarillys-Blüte

Dann habe ich mir noch Bilder angeguckt, wie sie mein Großvater bestimmt so ähnlich gesehen hat.

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Bilder von der Division, in der mein Großvater gedient hat.

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Bild vom Opa.

Ich habe das Bild, das ich gestern aus dem Album gekramt habe, wieder zurückgeräumt.

Schließlich war der Beitrag für die Blogparade vom Wortmischer über „Uniform“ längst geschrieben…

(Wer gucken mag, klickt auf das Banner – und kommt zur Blogparade)

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Stoffe für die Fränkische Tracht.

Neulich waren die Lieblingshausziege und ich in der Fränkischen Schweiz und haben uns eine Bluse zur fränkischen Tracht genäht. Heute haben wir eine Verabredung mit der Schneidermeisterin, die den Kurs „Fränkische Tracht“ leitet, damit sie bei uns Maß nimmt und die Stoffe zuschneidet. Altrosa wird die Schürze, blau gemustert der Rock und das Oberteil schwarz. Ich hole gleich noch die Bluse aus dem Schrank:

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Bluse für die Fränkische Tracht.

Die Lieblingshausziege hat mittags schon Schulschluss – und ich hole sie ab. Wir fahren in die Fränkische Schweiz, nach Bieberbach. Dort gibt es den weltgrößten Osterbrunnen. Als wir ihn gesucht haben, wären wir fast daran vorbei gefahren. Ohne die vielen Eier sieht er ziemlich unscheinbar aus.

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Osterbrunnen in Bieberbach ohne Schmuck.

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Osterbrunnen in Bieberbach mit Schmuck.

So jedenfalls sah das Ganze vor einem Jahr aus. Und vor drei Jahren lag hier noch Schnee:

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Osterhasenschule in Bieberbach.

Wir fahren durch den Wald wieder zurück ins Tal. Eine Parkbucht am Wegrand:

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Schild an der Parkbucht.

Warum hängt jemand seine Reifen an den Baum?

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Vexierkapelle oberhalb von Reifenberg.

Es ist erst drei Uhr nachmittags – und schon wieder ziemlich dunkel. Aber die Vexierkapelle hebt sich schön vom Horizont ab. Oder? Ich gehe mal näher ran…

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Vexierkapelle oberhalb von Reifenberg.

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Buch zum Lesen.

Jetzt habe ich noch ein kleines bisschen Zeit, dann muss ich noch einmal zu einem Termin. Aber bis dahin kann ich ja etwas lesen…

 

 

Kleider machen Leute: Die Uniform

Uniform, die: eine (besonders beim Militär und bei der Polizei) im Dienst getragene, in Material, Form und Farbe einheitlich gestaltete Kleidung.

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Uniform der Wehrmacht.

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich Dein Bild in Uniform das erste Mal bewusst wahrgenommen habe. Zwar trägst Du auch auf dem Hochzeitbild eine Uniform, doch das Bild war viel zu klein, um sämtliche Details zu sehen.

Hättest Du doch nur etwas erzählt, wenigstens ein kleines bisschen. Dann hätte ich gewusst, dass der Totenkopf, der an Deinem Kragenspiegel zu sehen ist, keinesfalls auf eine Mitgliedschaft bei der SS deutete. Ich war übrigens nicht die einzige, die diesen Gedanken hatte, dass Du Mitglied der SS gewesen warst. Meine Mutter hat kürzlich in einem Gespräch erzählt, dass auch sie das glaubte. Bis jetzt.

Dabei wäre es so einfach gewesen.

Die schwarze Jacke zeigt: Du gehörst zu den Panzertruppen. Die Kleidung war so geschnitten, dass sie im engen Panzer genügend Bewegungsfreiheit bot, jedoch nirgendwo hängenbleiben konnte. Der Totenkopf auf dem Kragenspiegel ist ein altes Abzeichen: Bereits im 16. Jahrhundert trugen die Husaren einen Totenkopf auf ihren Pelzmützen. Erst die Ungarn und die Polen, später trugen ihn auch die preußischen Reitertruppen.

Die zwei ineinandergeschobenen Winkel zeigen: Du warst ein Obergefreiter.

Das Blitzsymbol: Du hast zum Nachrichtenpersonal gehört.

Das Band im Knopfloch dürfte ein EK II. Klasse sein.

So einfach wäre das gewesen. Wenn Du mit uns geredet hättest.

Stattdessen habe ich den Totenkopf am Kragenspiegel gesehen – und falsch geschlussfolgert. Wir wussten ja nichts. Für mich – wie für viele andere auch, nehme ich mal an, war der Totenkopf untrennbar mit der SS verknüpft. Wer diesen trug, gehörte zu den ganz Bösen. Ich habe mich gefragt: Wie konntest Du damit Lehrer werden? Was würde passieren, wenn das jemand herausfindet?

Übrigens: Die überlebenden Mitglieder Deiner Division haben sich noch lange in Kassel getroffen. Wenn es keine Grenze zwischen Euch gegeben hätte, wärst Du dort auch hingefahren? Bestimmt. Nehme ich mal an.

Mit diesem Beitrag steuere ich den Buchstaben „U“ wie Uniform zur Blogparade beim Wortmischer bei. Klick auf das Logo führt zu den anderen lesenswerten Beiträgen.
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