Traurige Reste #Rostparade

Kaum passe ich einen Moment nicht auf, ist der Monat schon wieder vorbei, fast wenigstens und die nächste Rostparade ist dran. Im Juli war ich zum #HohenzollernWalk auf der neu eröffneten Ausstellung in der Cadolzburg. Da ich den Text darüber gerade schreibe und die Fotos sortiere, erinnerte ich mich an die traurigen Reste, die es dort zu sehen gibt:

Reste von Küchengeschirr.

Von 1933 bis 1945 wurde das Neue Schloss der Cadolzburg als HJ-Gebietsführerschule Josef Grün genutzt. Als im April 45 die Amerikaner kommen, ist hier immer noch eine Einheit, die kämpfen will. An der Kirche in Cadolzburg sind die Einschusslöcher der Artillerie noch immer zu sehen – und werden als Mahnung erhalten.

Stadtkirche in Cadolzburg.

Auch die Burg wird beschossen – und geht am 17. April vollständig in Flammen auf. Da niemand das Feuer löschen kann, brennt alles tagelang, die Dächer und Zwischendecken der Kernburg sind verloren. Nur die äußeren Mauern blieben stehen.

Ein Teil der Cadolzburg

Heute ist dieser Teil der Burg mit Beton gesichert – und blieb ebenfalls so stehen, zur Mahnung. Eine Videoinstallation zeigt Aufnahmen aus der NS-Zeit und Interviews von  Menschen, die diese Zeit erlebt haben. Der Raum wirkt in seiner ganzen Größe und ist deshalb bewusst ganz ohne Zwischendecken und Räume erhalten.
Das ist mein Beitrag in diesem Monat zur Rostparade von Frau Tonari. Wer mag, kann dort noch viel mehr rostige Funde bestaunen.

Quadratscheißer, postfaktisch, ergebnisoffen #abc.etüden

Auf Regierungen geb ich nix, verkündete Siggi, kurz bevor sie sich mit ihrem Wahlzettel hinter der Wand verzog: Die interessieren sich doch alle nur dafür, wie sie uns das Geld aus der Tasche ziehen.

Was die alles versprechen, nahm sie den Faden wieder auf, als sie auf dem Rückweg die lange Reihe der Wahlplakate passierten. „Neue Deutsche? Machen wir selber!“ war auf einem davon zu lesen. Wer androht, dass wir unsere Kinder alle selber machen sollen, kann gerne zur Geburt einen Backstein querscheißen, dann weiß er, wie sich das anfühlt, Siggi war ungehalten und Heini wagte nicht, ihr zu widersprechen. Er wusste, dass er sonst im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit stehen würde – und dort wollte er auf keinen Fall sein.

Was weiß ich denn, das ist doch alles, na, postfaktisch, so nennen die das heute, von keiner Erfahrung getrübt. Und einen Tag später haben sie ohnehin alles vergessen, ergebnisoffen, ja. Lass uns lieber noch zum Schorsch gehen, einen trinken. Wenn wir dann morgen einen Kater haben, dann wissen wir wenigstens, warum.

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Verbunden mit: Christiane und den abc.etüden. Die drei gewünschten Worte dieser Woche waren: ergebnisoffen, postfaktisch und Quadratscheißer.

Dank an Meike von Crafteln.de

Ein Überraschungspaket aus Hamburg.

Endlich ist es Herbst – die Tage werden kürzer, das Laub wird bunter und die Temperaturen sinken. Auf diesen Moment habe ich tatsächlich lange gewartet, vor allem dann, wenn ich mir aus unserer Kleiderkammer das nächste Sommerkleid oder die nächste kurzärmelige Bluse herausgeholt habe. Hier hing mein Stadtmantel und guckte mich fast vorwurfsvoll an: Als ich ihn im April erfolgreich fertiggenäht hatte, fielen zwar noch die letzten Schneeflocken vom Himmel, doch insgesamt war es seit dieser Zeit einfach zu warm für Walk. Tja. Das ist Oberfranken. Oft sonnig, warm und viel zu trocken.

Ich im Stadtmantel

Da nutzt der schönste Schnitt nix. Jedenfalls dann nicht, wenn das Kleidungsstück, der Stadtmantel, einfach zu warm ist. Aber auch heiße Tage gehen vorbei, jetzt ist es zwar immer noch sonnig, doch deutlich kühler.

Neulich wollte Meike wissen, wie ich – und andere auch – mit den Schnittmustern von Crafteln.de beim Nähen zurechtgekommen sind: Was wir an ihnen gut fanden, was es beim Nähen für Schwierigkeiten gab, wo die Erklärungen ausreichend waren und an welchen Stellen – immerhin sind ja die meisten Hobbynäherinnen keine gelernten Schneiderinnen – es noch hakte.

Zwar vergebe ich im Internet weder Sterne, Daumen-hoch oder andere Bewertungen, wenn ich jedoch höflich um meine Meinung gebeten werden, nun, warum nicht. Dann kann ich ja sagen, was ich gut finde und wo – meiner Meinung nach – noch etwas Verbesserungsbedarf besteht.

Als Dank kam neulich ein Überraschungspäckchen an. Ich hatte gewonnen. Dort war neben einer ganzen Menge an kleinen Nettigkeiten vor allen Dingen dieses großartige Buch zu finden: Printed at Home (Link zum Verlag). Ich habe schon kurz darin geblättert und hoffe, dass ich bald ausreichend Zeit finde, um Dinge auszuprobieren, die darin beschrieben werden.

Und weil der Schnittmusterkiosk von Meike seinen ersten Geburtstag feierte, das alles in Hamburg stattfand – und damit viel zu weit weg für mich, verlinke ich einfach noch die Beschreibung der dortigen Mädchenparty von Kittykoma, die so schön und ausführlich ist, dass ich Faultierchen mir das glatt sparen kann. Folgen Sie einfach dem Link, lesen Sie dort und lassen Sie mich mit meinem Buch in Ruhe auf dem Sofa liegen.

Kunst auf der Couch

Bild: Gerlinde Meyer

Am Sonntag war nicht nur Wahl, sondern auch „Kunst auf der Couch“: Künstler in Erlangen verwandelten ihr Wohnzimmer oder auch gleich die ganze Wohnung in eine Ausstellung und wer sich dafür interessierte, durfte einfach kommen.

„Eintritt auf eigene Gefahr“, stand außen auf der Wohnungstür, innen lauerten Fotos und Bilder.

Neben den bereits erwähnten Bildern und Fotos gab es Häppchen und Kaffee – und was auf die Ohren: Einige der Erlanger Wortwerker waren der Einladung von Christa Schweins gefolgt und lasen aus ihren Geschichten vor. Am Samstag drängelten sich somit Gäste, Hörer, Gucker und Lesende, am Sonntag war es zunächst recht ruhig.

Ich las drei Kurzgeschichten vor. Eine davon erschien unter der Nummer 335 in „Tausend Tode schreiben“ von Christiane Frohmann (Link) 

Hier (Link) hatte ich damals etwas dazu geschrieben.
In einem gemeinsamen Projekt von Erlanger Wortwerkern und Erlanger Fotografen wurde Elke als Fotografin von dieser Geschichte inspiriert, so dass sie ebenjenes Bild, das hier auf dem Fußboden zu sehen ist, arrangierte.

Ich lese eine Kurzgeschichte. (Bild: Gerlinde Meyer)

Ein Mitarbeiter der Erlanger Nachrichten schaute ebenfalls neugierig herein und wollte vieles über die drei Künstlerinnen wissen, die hier ihre Bilder und Fotografien zeigten.

Als gegen 15 Uhr weitere Wortwerker und Wortwerkerinnen kamen, habe ich meine fünf Sachen zusammengekramt und wir gingen wieder, immerhin stand mit der Wahlparty der Grünen noch eine weitere Party auf dem Programm.

Wir haben gekocht.

Hach. Hatten wir doch einen Rezeptvorschlag bei einem Kochwettbewerb eingereicht und Anfang September die Rückmeldung bekommen: Jo, ausgewählt, bitte sofort zusagen. Taten wir. Dann meldete sich niemand – und wir dachten schon, ups, ist unsere Zusage etwa nicht angekommen?

Anfang dieser Woche war es nach einigen Telefonaten und Mails dann sicher: Ja, wir fahren am Samstag in die Oberpfalz und kochen dort um die Wette. Allerdings sollte nur eine Stunde Kochzeit zur Verfügung stehen, nur: Für die Ochsenbäckchen und Serviettklöß werden wir deutlich länger brauchen. Der Mitbewohner telefonierte und gab Entwarnung. Wir dürfen vorbereiten und dort fertig kochen. Also schmorten die Ochsenbäckchen am Freitag in der Tajjine einige Stunden vor sich hin und heute morgen bastelte der Mitbewohner den Serviettkloß. Schließlich möchte dieser eine Stunde ruhen, bevor er ins heiße Wasserbad getaucht wird.

Ochsenbäckchen in der Tajjine

So blieb in dieser Stunde Wettbewerbskochzeit gar nicht mehr so viel zu tun: Ich habe die Belugalinsen gekocht und mit roten Zwiebeln, Crème de Cassis, Balsamico, Salz und Pfeffern abgeschmeckt, der Mitbewohner hat sich um die Sauce der Ochsenbäckchen gekümmert und den Fond mit Pfefferkuchengewürz und Harissa (Franken meets Marokko) verfeinert. Zum Schluss wurde noch kalte Butter montiert, fertig.

Ochsenbäckchen mit Serviettklöß und Beluga-Linsen

Ja, Deko ist nunja, eben Deko. Ich find sie halt nicht ganz so wichtig. Die schwarzen Linsen haben geschmacklich sehr gut zum kräftigen Ochsenbäckchen gepasst, deswegen habe ich sie ja auch ausgesucht. Rote Linsen hätten zwar eine andere Farbe auf den Teller gebracht, wären mir dafür aber zu mehlig gewesen. Nunja.

Nach einer Stunde bekam die Jury was zu futtern, allerdings wurden die Teller so lange und von allen Seiten fotografiert, dass das Essen bestimmt nur noch warm war.

Eines der anderen Teams beim Kochen

Anschließend war Zeit, den anderen, die jetzt dran waren, ein wenig beim Kochen zuzugucken und etwas zu plauschen.

Gewonnen haben wir nicht. Glücklicherweise. Sonst hätten wir am 4. November in Berlin zum nächsten Kochwettbewerb antreten müssen. Dabei haben wir an diesem Tag bereits etwas vor: In der Forchheimer Gereonskapelle liest der Mitbewohner fränkische Geschichten und sein Zwillingsbruder spielt mit einem Freund fränkische Musik.

Wer für diesen Abend Karten haben möchte: Diese gibt es entweder bei uns oder in der Buchhandlung „Faust“ in Forchheim.

Alles für die Katz #65

Ein großes Kätzchen.

Im Sommer unternahmen wir mit den Eltern einen Ausflug zu einem kleinen Tiergarten. Selbstverständlich war das Gelände, in dem dieses Kätzchen lag, gut umzäunt. Wirklich entspannt sah der Gepard jedoch nicht aus, ob es an den in weiter Ferne vorbeiflanierenden Besuchern lag, oder an der möglicherweise herannahenden Futterzeit, das weiß ich nicht.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.

Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen über den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.

Knutschkugel, Verwandlung, Beichtstuhl #abc.etüden

Siggi schüttelte das brüllende Baby: „Du machst mich fertig!“ und bekam prompt einen Schwall saurer Milch über ihr Shirt. Die Verwandlung in eine liebevolle Mutter war einfach nicht geglückt. Die Tochter ähnelte mit ihren struppig-zerzausten Haaren, den abstehenden Ohren und den aufgeworfenen Lippen eher einem Gnom als einer Knutschkugel und schluchzte auch dann noch, als Siggi die Windeln wechseln wollte und in die leere Tüte griff: „Dann kack halt weniger“, empfahl sie ihr kurzerhand und packte das Baby ins Bett.

Sie schloss die Tür und ging in die Küche zurück, in der noch die eingetrocknete Kaffeetasse vom Morgen auf dem Küchentisch und zwei halbleere Milchfläschchen in der Spüle standen, holte eine Dose Linsensuppe aus dem Schrank, füllte die Hälfte in einen Teller und ließ ihn für einen Moment in der Mikrowelle kreisen, bevor sie gierig die Suppe löffelte und dabei in ihrem Roman versank.

Sie hätte abtreiben sollen. Da sie ohnehin an Wiedergeburt glaubte, hätte sie auch nichts im Beichtstuhl erzählen müssen. Als sie bei ihrem Vater anrief: „Ich brauch Geld“, ließ dieser sie kurzerhand abblitzen. „Dafür ist jetzt dein Mann zuständig“.

„Der will doch nur an unser Vermögen“, hatte die Mutter geurteilt, damals, als Siggi ihr stolz von der Schwangerschaft und den Hochzeitsplänen erzählte. Und jetzt saß sie da, zuckte bei jeder Berührung von Mann und Kind zusammen, ganz so, als würden sie ihr jedes Mal einen Stromschlag verpassen.

Verbunden mit: Irgendwas ist immer, die drei Worte der abc.etüde waren in dieser Woche: Knutschkugel, Verwandlung, Beichtstuhl.

12 Bilder vom 12. September

Heute ist ein Tag der Gerüche: In der Küche duften die Pflaumen im Backofen, während sie langsam zu Pflaumenmus einkochen. Ich setze einen Topf mit Brokkoli auf und denke erst wieder an ihn, als es schon verbrannt riecht. In der Speisekammer finde ich eine matschige Kartoffel, die mich etwas an faulen Fisch erinnert. Das lässt sich alles nicht so wirklich bebildern.

Dafür twittere ich seit Anfang September jeden Tag ein Bild unter dem Hashtag #SepteMeer und beteilige mich an der #Bingecreating-Challenge von Kiki Thaerigen.

Zwar habe ich es noch nicht geschafft, selbst Stift, Pinsel und Papier zu bemalen, doch noch sind einige Septembertage übrig. Ich zeige dafür die zwölf Bilder, die ich bis heute zusammengekramt habe:

 

Alle anderen Bilder gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen“ zu sehen.

Wir betonieren unser Land. Nicht.

Torfrock plante vor Jahren:

Wir unterkellern Schleswig-Holstein

Ob die geahnt haben, wie es kommen wird?

Inzwischen werden allein in Bayern jeden Tag 18 Fußballfelder zubetoniert, gepflastert, geteert oder überbaut. Jährlich sind das 44,7 Quadratkilometer, das ist ein kleines bisschen größer als das Stadtgebiet von Forchheim.

Im Sekundentakt wurden große Pappen ausgelegt.

Deswegen gab es am Samstag in der dortigen Fußgängerzone eine kleine gemeinsame Aktion der Grünen und dem BUND Naturschutz: Während ein Helfer laut auf einem Gong den Takt schlug, legten andere Helfer große Pappen in der Fußgängerzone aus.

Hier lagen alle Pappen

Auf den ersten Blick sieht ja die von den Pappen bedeckte Fläche gar nicht so groß aus. Aber das ist nur die Fläche, die in einer einzigen Minute von Beton, Pflaster oder Gebäuden bedeckt wird und anschließend für immer darunter vergraben ist. Die Hälfte des versiegelten Bodens wird für neue Straßen und Parkplätze gebraucht, die andere Hälfte für Einkaufszentren, Verteilzentren, Gewerbegebiete und Wohngebiete für Einfamilienhäuser.

Was es für eine Region und eine Stadt bedeuten kann, wenn der Boden versiegelt ist und kein Wasser mehr aufnehmen kann, das hat Houston in den vergangenen Tagen erfahren.

Der kleine Spot: „Lass uns mal über den Boden reden, zeigt recht deutlich, wie wertvoll unser Boden ist.

Claudia Roth in Forchheim

Es ist Wahlkampf: Überall hängen die Plakate der Parteien an den Laternenpfosten, es gibt Wahlkampf an Haustüren, Podiumsdiskussionen und viele andere Veranstaltungen, auf denen nicht nur die Kandidaten auftreten, die sich im jeweiligen Wahlkreis um ein Mandat im Bundestag bewerben, sondern selbst Spitzenkandidaten und Politiker zu sehen sind, die sonst nur über die Mattscheibe des Fernsehens ins heimische Wohnzimmer flimmern.

Am Donnerstag Abend kam Claudia Roth in die kleine Stadt. Bevor die Veranstaltung auf dem Marktplatz begann, stellten die Helfer viele Bänke rund um den Stehtisch, der vor dem Rathaus aufgebaut war: Hier sollte die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages die Fragen der Bürger beantworten, gemeinsam mit Lisa Badum, Direktkandidatin des Landkreises. Und die Gäste sollten direkt drumherum sitzen, ganz nah, so dass sie auch wirklich ihre Fragen stellen konnten.

Doch zuvor galt es, die Menschen zu informieren: Da keiner ganz sicher war, ob die Veranstaltung auch wirklich in den Zeitungen angekündigt war, stellte Lisa mit ihren Helfern ein Plakat in der Fußgängerzone auf

Claudia Roth ist hier, sagt das Plakat.

und malte viele Pfeile auf das Kopfsteinpflaster, die alle zum Rathausplatz zeigten.

Lisa malt Pfeile aufs Straßenpflaster.

Doch die Befürchtung, dass keine Zuschauer kämen, erfüllte sich nicht. Es kamen rund 150 Menschen zum Rathausplatz, setzten sich oder standen und hörten gut anderthalb Stunden zu, welche Antworten Claudia Roth auf die Fragen hiesigen Bevölkerung hatte.

Lisa und Claudia vor dem Rathaus.

Die Stimmung war recht vergnügt, nur einmal kam jemand vorbei und rief „Buh!“, wurde jedoch gleich aufgefordert, sich doch bitte an der Diskussion zu beteiligen, statt nur aus der Ferne buh zu rufen.

Altersarmut, Alleinerziehende, Überdüngung, Kindertagesstätten, bedingungsloses Grundeinkommen, menschenwürdige Pflege, Glyphosat, Elektromobilität: Die Menschen hatten viele Fragen zu vielen Themen. Claudia Roth antwortete – und nutzte keine Floskeln dabei. Sie erklärte, warum sie bestimmte Ansichten zu den einzelnen Themen vertritt und wirkte dabei sehr sicher.

Als ein Erstwähler fragte, warum er denn die Grünen wählen sollte, antwortete sie: „Weil die erste Liebe die Wichtigste ist!“: In welchem Land sie leben wollen, sollten sich die Menschen vor der Wahl gut überlegen.

Mag sein, dass die Zahl von rund 150 Menschen nicht groß erscheint. Dafür war Claudia Roth aber dicht an den Menschen. Und, mal ehrlich: Mit wie vielen Menschen lässt sich wohl gleichzeitig ein Gespräch führen? Sicher nicht, wenn es Tausende sind.