ABC der Technik: #S wie Stricknadel

Wer als erster anfing, aus einem Faden aus Wolle mit Hilfe zweier oder mehr Nadeln in ein Gestrick zu schlingen, das ist nicht mehr bekannt. Es wird vermutet, dass es von schlauen Fischern erfunden wurden, die mussten ja ihre Netze irgendwie herstellen. Strickzeug hat zwar nicht ganz so große Löcher, wie ein Fischernetz – obwohl es da manchmal schon Ähnlichkeiten gibt – aber das eigentliche Prinzip ist ähnlich.

Dann gab es noch eine Technik, die nannte sich Nadelbinden. Wenn irgendwo ein Mittelaltermarkt oder so ist, sitzen manchmal Frauen da und fertigen Socken mit einer Nadel aus Knochen oder Holz. Dafür brauchen sie nur eine Nadel mit Nadelöhr. Vorteil hierbei ist: Reißt ein Faden, bildet sich weder eine Laufmasche, noch drusselt sich das ganze Stück auf.

Stricknadeln an Wolle.

In einer kleinen Hutschachtel sind meine ganzen Sockenwollstrickreste. Aus dieser Wolle, die im Original blau-grün ist, habe ich für mich mal ein Paar Socken gestrickt. Aus dem Rest sollen Stulpen werden. Auf dem Hoffest gab es zwar Stulpen aus Filz zu kaufen, aber die waren alle so eng, dass ich sie liegen ließ.

Der Mitbewohner hatte heute vier Stunden lang Konferenz – morgen geht hier schließlich die Schule wieder los. Die Lieblingshausziege nutzte ihren letzten freien Tag und guckte sich „Fack ju Göhte“ Teil II im Kino. Wir dagegen wollten die Sonnenstrahlen nutzen und Holunder pflücken. Leider waren die Vögel schneller und hatten rund um die Weiher schon alles abgeerntet. Dann eben nicht. Dann fahren wir eben hoch auf den Kreuzberg, gehen auf den Keller und trinken ein Bier. Und, gucke da. Dort oben, an der alten Scheune, standen drei schöne Holundersträucher mit vielen schwarzen Holunderbeeren. Prima. Erst das Bier, dann der Holunder und als wir gerade fertig waren, bot der Himmel das Schauspiel eines anrückenden Gewitters. Schade war nur, dass ich die Kamera nicht dabei hatte. So ist das immer. Liegt das Teil zu Hause faul herum, könnte ich sie gut gebrauchen. Das nächste Mal kommt sie einfach wieder mit, sicher ist sicher.

Das ist mein Beitrag zum ABC der Technik, die anderen Teilnehmer gibt es bei Jutta zu sehen. Klick führt dorthin. 

6 Gedanken zu „ABC der Technik: #S wie Stricknadel

    • Liebe Edith,
      jetzt hab ich endlich den 15. Beitrag „Alles für die Katz“ fertiggestellt 🙂 Wenn Du magst, kannst Du den „Katzen-Talk“ noch einmal darunter verlinken, damit ihn alle Katzenfans finden. (Hier hatte ich die Kategorie falsch gewählt und habs jetzt geändert).
      Viele liebe Grüße
      Jaelle
      P.S. Feedback gibt es, sobald ich zurück bin. Versprochen.

  1. Liebe Jaelle,

    Dein Beitrag ist echt super. Auch die Erklärung finde ich sehr interessant. Obwohl ich zumindest in den Wintermonaten sehr viel stricke, habe ich mich noch nie gefragt, wo das eigentlich herkommt.
    Anfangs habe ich mich auch immer geärgert, wenn ich die Kamera nicht dabei hatte.
    Das hat sich aber inzwischen etwas gelegt. Ich sehe das jetzt etwas gelassener.

    Vielen Dank, dass Du wieder mit dabei bist.

    Liebe Grüße
    Jutta

    • Als Kind war ich mit meiner Uroma mal in einem Puppenstuben-Museum und habe über die winzigen Strümpfe gestaunt, die die Puppen trugen. Da hatte eine Herzogin oder Gräfin oder so ihre Zofen dazu verdonnert, mit höchstens zahnstochergroßen Nadeln die Strümpfe zu stricken…
      Und mit der Kamera: Es gibt ja noch eine kleine, die sich leichter in die Tasche stecken ließe. Ich müsste sie nur mitnehmen. Die Bilder von der Gewitterfront hätte ich nämlich auch an die Zeitung schicken können. 😉
      Viele Grüße,
      Jaelle

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