Alter Falter

Neulich, auf der Erfurter Gartenausstellung, habe ich meine Nase in Rosen, Zinnien, Dahlien, Fuchsien und sonstiges Freugemüse gesteckt, über die bunt gepflanzte Vielfalt gestaunt, schließlich sieht immer alles so leicht aus – und macht mehr Arbeit, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Wenn ich aus dem Küchenfenster gucke, freue ich mich im Sommer immer darüber, wie schön es im Garten der Nachbarin blüht. Dafür ackert sie auch ordentlich, putzt die Stauden aus, jätet zwischendrin das Unkraut, gießt, ihr Mann mäht den Rasen, was eben alles so anfällt, wenn der Garten schön aussehen soll.

Weil in Erfurt auch Gewächshäuser standen, gingen wir hinein. Waren die Temperaturen draußen schon warm, innen wurde es noch wärmer. Und feuchter. Wie das eben in Tropen und anderen warmen Gegenden so ist. Im Schmetterlingshaus flatterten Falter, saugten Obst und torkelten von Blatt zu Stamm zu Schale. Ich hätte den Flattertierchen ja ewig zugucken können, allein ich war nicht allein und eine Bank zum Setzen gab es auch nicht. Also hab ich wenigstens einige von ihnen fotografiert.

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Schmettern: Ein Wort, das kraftvoll schlagen, werfen oder das Hervorbringen lauter Töne bezeichnet. Wie kommt ein solch zartes Wesen wie der Schmetterling ausgerechnet an einen solchen Namen? Die Erklärung, die ich fand, hört sich bezaubernd an: Smetana ist tschechisch und heißt Milch und mit dem Wort „schmetten“ wurde früher Rahm bezeichnet, auch wenn das schon lange her ist. Seit dem 16. Jahrhundert wird der Falter deswegen Schmetterling genannt, weil die Menschen dachten, es sei eine verzauberte Hexe, die Milch und Sahne stiehlt. Anderswo wird der Schmetterling Buttervogel oder Butterfly genannt.

Damit beteilige ich mich heute bei der Aktion punkt.punkt.punkt. von Sunny, die ich schon eine Weile bei anderen beobachte, aber bisher nie geschafft habe. Tadaa.

6 Gedanken zu „Alter Falter

  1. So dann versuche ich es nach anfänglichen Schwierigkeiten jetzt noch einmal 🙂

    Hallo Jeallekatz,

    erst einmal ein freudiges Hallo und toll, dass du in dieser Woche dabei bist. Deine Aufnahmen von den Schmetterlingen sind klasse und mir gefällt die Namensgebung mit dem Rahm. Eine Sahnediebin bin ich ab und an auch mal ganz gerne. Ein schöner Garten macht echt viel Arbeit. Mir genügt es schon meinen Balkon in Ordnung zu halten.

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Hach, da bin ich ja froh, dass die Kommentare wieder funktionieren. 🙂 Da unser Balkon voll in der Sonne liegt, verbrennen die Blumen darauf sehr schnell. Deswegen haben wir in diesem Jahr keine darauf, zumal wir ohnehin so viel unterwegs sind, dass wir ihn nicht nutzen.
      Viele Grüße, Jaelle Katz

  2. Meine Schmetterlingsfotos sind leider mit der Festplatte abgeschmiert – so bin ich froh, dass ich diese Woche die (sowieso viel schöneren) Fotos in der Blogparade zu sehen bekomme.
    Und bei Schmetterling fällt mir immer ein Kindergedicht ein, der Lindwurm und der Schmetterling. Da du dich ebenfalls an dem Namen für so zarte, lautlose Geschöpfe gestoßen hast, hier ein Link:
    http://www.literaturforum.de/threads/393-der-lindwurm-und-der-schmetterling

    • Das ist ja ein nettes Gedicht, das kannte ich ja noch nicht. Vielen Dank also.
      (Das mit der Festplatte hatte ich neulich auch, hatte aber einen ganz lieben Menschen, der mir alles retten und auf eine andere Festplatte spielen konnte)

  3. Ich habe noch nie gesehen, dass ein Schmetterling sich an Rahm oder Butter zu schaffen gemacht hat. Nicht umsonst stellt man doch im Schmetterlingshaus das Obst auf, damit sie dort Platz nehmen und du so schöne Bilder knipsen kannst.
    LG Iris

    • Stimmt schon, im Schmetterlingshaus steht Obst herum 🙂
      Aber wer weiß, früher, so vor Kühlschranks-Zeiten, stand ja Milch oder Sahne ungekühlt herum. Vielleicht fanden das die Schmetterlinge toll.

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