Corpus-Christi-Kreuz auf dem Staffelstein: für die Rostparade

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Das Corpus-Christi-Kreuz an der Adelgundiskapelle auf dem Staffelberg in Oberfranken.

An der Kapelle auf dem Staffelstein hängt ein Corpus Christi aus rostigem Eisenblech am Kreuz. Es lag vergessen auf dem Dachboden der kleinen Kapelle, die der heiligen Adelgundis gewidmet ist. Erst als diese 2003 – 2004 renoviert wurde, fand man die einzelnen Teile unter dem Dach.

Seit 2006 hängt es außen an der Kapellenwand, die rostige Patina ließ der Restaurator so, wie sie war.

Es wird vermutet, dass dieser Corpus Christi einst an einem der großen Kreuze hing, die auf dem Staffelberg stehen und es soll aus dem 17. Jahrhundert stammen. Damals war Eisen teuer: Für eine Tonne Roheisen wurden vier Tonnen Holzkohle gebraucht. Heute werden für die Herstellung der gleichen Menge Roheisen weniger als eine halbe Tonne Kokskohle verfeuert. Sowohl in der Oberpfalz, als auch in Oberfranken wurde damals Eisenerz gefördert, verhüttet und verarbeitet.

Das ist mein Beitrag für Frau Tonaris Rostparade am letzten Tag des Jahres. Im nächsten Jahr geht es dann – hoffentlich – weiter.

19 Gedanken zu „Corpus-Christi-Kreuz auf dem Staffelstein: für die Rostparade

  1. In Staffelstein war ich mal zum Urlaub. Ist aber schon etliche Jahre her.
    Das rostige Kreuz ist höchst interessant.
    Ein wundervoller Beitrag zu dem Projekt.
    Dir für das neue Jahr alles Gute

    • Ich hoffe doch, dass es Dir da gut gefallen hat, in Staffelstein. Seit ich vor etwa anderthalb Jahren nach Oberfranken gezogen bin, komme ich mir immer noch vor, als wäre ich im Urlaub, so schön finde ich es hier.
      Ich wünsche auch Dir einen guten Beginn für das neue Jahr.

  2. Das ist ein schönes Motiv. Auch ich finde, dass der Rost der Symbolik gut tut.
    Es so an die Außenwand einer Kapelle aufzuhängen, finde ich ziemlich mutig. Groß die Gefahr, dass Regen den Rost in Fahnen die Wand hinunter laufen lässt.
    Interessant auch Deine Zusatzinformationen über den Verbrauch von Holzkohle bzw. Koks für die Herstellung von Roheisen. Danke dafür.

    • Ein bisschen hat es mich zuerst an den eisernen Holzfäller aus dem „Zauberer von Oz“ erinnert.
      An die Gefahr mit dem Regen hatte ich selbst nicht gedacht. Allerdings ist auf der Seitenwand nichts davon zu sehen, warum auch immer. Vielleicht wurde ja der Rost so konserviert, dass er zwar zu sehen ist, aber nicht weiter rosten kann? Muss ich mal nachgucken, ob so etwas möglich ist.

          • Wir haben Weihnachten in Plankstetten verbracht 🙂 und an einem Tag davon ein bisschen Eichstätt angeguckt. (Außerdem kam am 2. Weihnachtstag der Bischof und hat im Kloster beim Zubereiten des Essens mitgeholfen ;-))

          • Ah! Schöne Gegend, gell? Der Bischof, den ich nicht persönlich, aber aus den Medien kenne, ist mir supersympathisch. Und Dir?

          • Der war wirklich sympathisch. Der Lieblingsmann kannte Plankstetten noch aus Zeiten, als er dort Abt war und die Jugendlichen von weither dorthin zur Vesper gefahren sind.
            Und die Gegend ist auch schön, auch wenn das Wetter nur suboptimal war. Aber es wird auch wieder Frühling, und ins Altmühltal wollte ich schon immer mal und auch gucken, wo die Pappenheimer herkommen… 😉

          • … der Lieblingsmann war Abt?! Aha, aha. Alles sehr interessant hier bei Dir 😉
            Ja, im Frühling und im Sommer ist es natürlich hier noch sehr viel schöner. Pappenheim – sehr klein, aber nett. Mir gefällt’s!

          • Ähm. Nein… 🙂 Jetzt hab ichs auch gesehen. Der Bischof war einst Abt in Plankstetten, damals, als die Jugendvespern noch von richtig vielen besucht wurden, die von weit her kamen.
            Und da Pappenheim und überhaupt das Altmühltal nicht so weit weg von uns sind, werden wir sicherlich noch mehr als einen Ausflug dorthin wagen. 🙂

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