Eierlikör selbstgemacht: So geht es

Neulich erinnerte mich ein anderer Blogbeitrag an den Geschmack von Eierlikör, den ich schon als Kind bei meiner Oma probieren durfte, selbstverständlich im Waffelbecher, der innen mit Schokolade ausgekleidet war. So kann dieser nicht durchweichen, bleibt knusprig und lässt sich nach Gebrauch einfach aufessen. Das freut die Hausfrau und erspart ihr die lästige Spülerei des Likörgläschens. Weil die Lieblingshausziege so nett war, hat sie mir bei der Zubereitung geholfen und ist deswegen auch auf den Fotos mit drauf. Ich bin ja immer fest in den Händen meiner Kamera, und somit selten selbst im Bilde.

Die Zutaten, die für den Eierlikör à la Oma gebraucht werden, hatte ich bereits hier beschrieben. Der Einfachheit halber liste ich alles noch einmal auf:

8 Eigelb

250 Gramm Puderzucker,

375 ml Kondensmilch oder Sahne,

Vanillezucker

und ein Viertel Liter Calvados.

(Ich mische außerdem Zimt, Kardamom und Koriander unter den Eierlikör, aber das ist persönliche Geschmackssache. Wer sich hierbei nicht sicher ist, ob das schmeckt, sollte sich messerspitzenweise herantasten und immer wieder mal probieren.)

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Eierlikör selbst gemacht: Eier in Eiweiß und Eigelb trennen.

Erst werden die Eier aufgeschlagen und in Eigelb und Eiweiß getrennt. Das Eigelb kommt in den Eierlikör, aus dem Eiweiß lassen sich Makronen, Baisers oder andere Dinge basteln.

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Eierlikör selbst gemacht: Alle Eigelb kommen in einen Becher.

Das Eigelb kommt in einen Becher, in dem auch die Rührwendel des Mixgerätes Platz finden.

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Eierlikör selbst gemacht: Ein halbes Pfund Puderzucker kommt zum Eigelb.

Dann kommt der Puderzucker dazu. Der ist praktischerweise in der richtigen Menge abgefüllt. Als nächstes wird das Eigelb und der Puderzucker mit dem Mixer schaumig geschlagen.

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Eierlikör selbst gemacht: Ich nehme dafür Calvados.

Die Kaffeesahne, der Viertelliter Calvados und die Gewürze kommen noch dazu. Meine Oma hat damals Primasprit genommen, der bildete überhaupt die Grundlage für viele Likörchen. Der Eierlikör lässt sich sicherlich auch mit einem Korn, einem Weinbrand oder einem anderen geistigen Getränk bereiten. Der Geschmack wird sich entsprechend ändern. Aber das macht ja nichts, das kann sehr vielfältig und bereichernd sein. Der Schaum, der beim Mixen entsteht, fällt nach einer ganzen Weile wieder in sich zusammen. Dann passt der Eierlikör auch ganz in die dafür vorgesehene Flasche.

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Eierlikör selbst gemacht: In kleinen Waffelbecherchen mit Schokolade schmeckt er noch einmal so gut.

Und prost:

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Eierlikör selbst gemacht. Und Prost!

 

10 Gedanken zu „Eierlikör selbstgemacht: So geht es

  1. Hmmm, früher habe ich Eierlikör geliebt. Heute ist das gar nichts mehr für mich. Toll, dass Du in der Küche so tolle Unterstützung hattest.
    Übrigens kommt mir der Rührbecher da irgendwie bekannt vor. Ich glaube, den hat meine Mama auch?!
    Jetzt hast Du ja ganz viel Eiweiss übrig und kannst ganz viele Macarons backen 😉

    Liebe Grüße zu Dir,
    Kerstin

    • Eierlikör haben wir lange nicht mehr getrunken, erst durch dieses „erinnerst-du-dich-noch“ kommen mir manchmal Ideen, die Sachen selbst einfach zu probieren. Sogar die süß-sauren Gurken wecken wir selbst ein, als Reminiszenz an vergangene Zeiten.
      Aus den Eiweiß haben wir dann Schoko-Baiser gebastelt. 🙂
      Macarons macht die Lieblingshausziege vielleicht ein andermal wieder.
      Und was die Küchengeräte betrifft: Ich mag diese alten Dinge. 🙂
      viele Grüße und ein schönes Wochenende
      Sylvia

    • Ja, abnehmen will ich auch 🙂 Deswegen mache ich solche Sachen wie den Eierlikör dann, wenn Gäste kommen. Dann bleibt für mich ein kleines Gläschen zum Probieren, die anderen freuen sich und trinken und ich muss ihn nicht wieder abtrainieren oder so. 🙂

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