Ein Gitter über der Maximiliansgrotte: Für die Rostparade

fränkischer tag 036

Ein Gitter über der Maximiliansgrotte

Das Windloch der Maximiliansgrotte. Damit niemand aus Versehen hineinfällt, liegt ein rostiges Gitter aus Eisenstäben über dem Loch.

Ursprünglich war dies der Zugang zur Höhle, der nicht immer freiwillig gewählt wurde:1833 fiel – der Sage nach – eine verwirrte Frau in die Höhle. Fünf Tage lang suchten ihre Verwandten nach ihr, bis sie gesund wieder herauskam. Danach hieß die Maximiliansgrotte „Wundergrotte“. Zwar erzählten die Retter der Frau von gewaltigen Hallen, die sich unter dem Berg befinden sollten, doch erst 1852 wagten es drei Männer: Sie stiegen in das Windloch ein und brachen an der Stelle aus ihr heraus, an der heute der Eingang zur Höhle ist.

Die Höhle wurde sogar als Friedhof benutzt: Als im spanischen Erbfolgekrieg Engländer, Bayern und Österreicher hier kämpften, wurden 28 tote Soldaten einfach durch das Windloch hinabgeworfen.

Das ist mein Beitrag zur Rostparade von Frau Tonari, bei der sich immer viele Teilnehmer viele rostige Dinge zeigen.

9 Gedanken zu „Ein Gitter über der Maximiliansgrotte: Für die Rostparade

  1. Wunderschön. Vor allem wegen der Kombination moosgrün an Herbstlaub.
    Aber ehrlich? Vertrauenserweckend sieht die Abdeckung nicht aus. Ich glaube, ich würde der statischen Fähigkeit nicht über den Weg trauen und sie keinesfalls betreten.
    Wer will schon tagelang in einer Höhle hocken 😉
    Danke für die Story rund um den Rost, den Grottenrost 😆

    • Nun, ich glaube, die Bettfedern, die vor der Zeit der Lattenroste unter den Matratzen lagen, sind aus dünnerem Metall. Wahrscheinlich ist es aber gut, wenn keiner dem Rost (mit dem Rost) über den Weg traut, so passiert auch ganz sicher nichts.

  2. Danke für die schöne Geschichte dieser Höhle.
    Diese Gitter sehen richtig schön aus mit dem Moos und dem Laub.
    Ein schöner Beitrag zur Rost-Parade.
    Liebe Grüße Bärbel

    • Nun, Reste von den toten Soldaten liegen am Ausgang noch herum. Also die Knochen. Das mit der Frau dürfte auch stimmen. Solche Erzählungen halten sich ganz gut. Erzählt hat sie der Führer durch die Maximiliansgrotte, wir hatten nämlich Glück und waren nur zu zweit, vielmehr mit Führer zu dritt. Da blieb viel Zeit für Plaudereien, Nachfragen und anderen Kram.

  3. Hallo Sylvia,

    gut, dass es noch nicht so sehr durchgerostet ist, sonst würde man hinunterfallen, wenn man darüberläuft…Wir haben auch so eine sagenumwogene Höhle auf dem Heiligenberg: das Heidenloch!

    Liebe Grüsse kalle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.