Fast schon eine Bilanz für das vergangene Jahr

Der Schreibtisch ist blank, die Wäsche gebügelt, morgen geht es los: Weihnachten verbringen wir nun zum zweiten Mal in einem Kloster. Das erspart den Weihnachtsbaum ebenso, wie das Festessen und sämtliche Treffen mit den Verwandten, die ich auch im restlichen Jahr aus Gründen nicht sehen mag. Und wen ich gerne sehen möchte, den kann ich auch das ganze Jahr hindurch besuchen, und in Ruhe mit ihm oder ihr schwätzen, so ganz ohne Festtagstrubel.

Die Lieblingshausziege ist aushäusig unterwegs, die Katzmatz darf sich allein vergnügen und die Spinnen dürfen drei Tage lang ihre Netze in Ruhe an der Decke befestigen. Im vergangenen Jahr ging es nach in die Abtei Maria Frieden nach Kirchschletten, dieses Jahr in die Benediktinerabtei Plankstetten.

Die Bilanz in diesem Jahr: Eigentlich lief alles sehr gut. Klar, ich hätte für dieses und jenes gerne mehr Zeit gehabt, aber schließlich kann ich nicht alles auf einmal haben. Und nächstes Jahr soll es ja auch noch einige Höhepunkte geben.

Da ich mich hier an der Tastatur zu wenig bewege, habe ich mich im November in einer Muckibude angemeldet. Lustig ist das schon. Da komme ich nämlich nicht nur vom Schreibtisch weg, sondern kann Leute beobachten. Außerdem hängen dort Fernseher herum, hier habe ich ja keinen.

Für übermorgen habe ich noch eine hübsche kleine Geschichte, so viel sei schon einmal verraten.

 

4 Gedanken zu „Fast schon eine Bilanz für das vergangene Jahr

  1. Ich find es gut, dass ihr euch diesem ganzen Kommerz, Stress und der fürchterlich geheuchelten Liebe und Besinnlichkeit lossagt! Die Feiertage auf diese Art und Weise zu verbringen, stelle ich mir sehr entspannt und erholsamen vor.

    • Das ist auch sehr entspannt. 🙂 Wir sind dort schließlich nicht die einzigen Menschen. Nachdem wir im vergangenen Jahr das erste Mal Weihnachten so verbracht haben, und es uns wirklich gefiel, war die Entscheidung in diesem Jahr einfach. Zumal keine meiner Lieblingshausziegen deswegen schmollt. Im Gegenteil, so können sie auch machen, was ihnen gefällt.

  2. Da unsere Verwandtschaft ja ganz, ganz weit weg wohnt, haben wir Weihnachten nur den Streß den wir uns antun. Dieses Jahr hatte ich keine Lust auf Backen, also gab es eben keine Kekse. Nächstes Jahr habe ich vielleicht Lust, dann wird wieder Blechweise in den Ofen geschoben 🙂 Ansonsten haben wir Heilig Abend ohne Streß mit Freunden gegrillt. War schön.

    Aber so ein Kloster klingt toll zum Ausspannen. Ich hab neulich schon was darüber gelesen, vielleicht wäre das mal was für vier Tage im Herbst für mich. Mal so richtig abschalten und sammeln.

    Danke für die Anregung und ich hoffe der Aufenthalt war entspannend und schön (der Blogpost hier ist ja schon ein paar Tage alt und Weihnachten fast schon wieder rum).

    Bella

    • Hallo Bella,
      ja, im Kloster ist eine andere Stimmung als beispielsweise in einem Hotel mit Wellnessbereich. Dort kann ich mich zwar massieren lassen und mir es ebenfalls wohlgehen lassen, im Kloster dagegen komme ich zu mir selbst. Wenn ich es zulasse.
      Ja, der Aufenthalt war sehr schön. Für mich hat bisher jedes Kloster, das ich kennen gelernt habe, eine ganz eigene Ausstrahlung.
      viele Grüße
      Sylvia

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