Freitagsfüller

1.   Mit dem Zug war ich schon lange nicht mehr unterwegs. Dabei habe ich sogar gestern den Zug mit der Dampflok gesehen, die Sonn- und Feiertags von Ebermannstadt bis Behringersmühle eine Dreiviertelstunde lang durch das Wiesenttal schnauft. Vielleicht sollte ich mal wieder…

2.   Dann könnte ich einfach aus dem Fenster schauen, wie die Landschaft an mir vorbeizieht. Wenn ich unterwegs bin, sitze ich aber auch gerne auf dem Beifahrersitz und klappe meine Augen einfach ein Weilchen zu.

3.   So ganz ohne Reiseproviant ist eine Zugfahrt nur halb so schön. Wenn früh am Morgen die Eier im Wasser leise mit ihren Schalen gegeneinander klopfen, fange ich mit meiner hektischen Suche im Schrank an: Wo ist bloß dieser ganz winzigkleine Salzstreuer geblieben, den es damals gab, als wir in der Salzmine unterwegs waren? Belegte Brote, Gurke, Apfel – und ein Messer. Irgendwie muss ich doch alles in mundliche Stücke schneiden, damit es richtig ist. Und der Tee in der Thermoskanne schmeckt auch nur unterwegs. Dafür dann aber richtig.

4.    Wenn es um die Schönheit geht, sind bequeme Schuhe nicht die erste Wahl, logisch. Was heißt eigentlich: Bequem? Als ich Kind war, gab es einen Nachbarn, der hatte zwei unterschiedliche Schuhe an. Ein Schuh sah ganz normal aus, der andere war wie für einen Klumpfuß gebaut. War das bequem? Es sah nicht so aus.

5.   Auto, Zug, Bus oder Flugzeug, immer ist die Technik im Spiel, wenn Menschen heutzutage von einem Ort zum nächsten reisen wollen. Kaum noch jemand läuft zu Fuß. Ist ja schließlich viel zu mühsam – und außerdem käme Mensch pro Tag im Schnitt nur etwa zwanzig Kilometer weit. Da ist dann überall Provinz. Aber ist es das nicht ohnehin, egal, wie weit ich reise?

6.   Die  nächste Reise ist immer schon geplant. Oder vielmehr: In den meisten Fällen plane ich ja gar nicht, ich fahre einfach los. Das ist viel spannender. Auch wenn es schwer fällt, die nötige Contenance zu bewahren, wenn es langsam dunkel wird und noch immer keine Unterkunft in Sicht ist. Aber so ein bisschen Risiko gehört schließlich dazu, oder?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Buch, was ich vor dem Einschlafen noch lesen will, morgen habe ich noch gar nichts weiter geplant und Sonntag möchte ich naja, am liebsten nichts tun. Aber das geht nicht ganz, ich habe einen Termin und da wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als mich den Läufern vom Charity-Walk in den Weg zu werfen, damit das Foto einfach umwerfend wird!

Das war jetzt der:

 

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