Heute bin ich Taucherin #Frapalymo

Heute bin ich Taucherin, fülle meine Taschen mit Erinnerungen als Ballast,

die mein Gewicht nach unten ziehen

ein Atemschlauch verbindet mich wie eine Nabelschnur mit der Luft,

mit der Oberfläche,

mit meinem Leben.

Ich tauche hinab in das trübe Wasser,

die Sicht ist mies,

nicht einmal Muscheln liegen hier.

Tang treibt in langen Fäden, greift wie mit Tentakeln, schlingt sich um Hände und Füße,

will mich halten, hier unten.

Doch ich will nur suchen und graben,

nach dem, was verborgen tief im Sand schlummert.

Wenn ich es berge, an die Oberfläche zerre, vom Bewuchs befreie,

weiß ich immer noch nicht, ob es das ist, was ich suchte

oder das, was ich finden sollte.

Dafür muss ich es polieren, sanft reiben, wie Aladins Lampe und hören,

ob es tief in mir drinnen ein Echo erzeugt.

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Atlantikküste vor Casablanca.

Verbunden mit: Frau Paulchen und dem #Frapalymo, der Impuls dazu war: „Nachmittagstraum: Umschulung zum Tiefseewesen“, ein Tweet von Klaus, aka Retikulum.

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