Kleiner Monat #01

Blutströpfchen

Die meisten Schmetterlinge sind flatterhafte Wesen: Kaum rücke ich ihnen mit einer Kamera auf die Pelle, fliegen sie auf und davon, nur um sich knapp außerhalb meiner Objektivsichtweite neu niederzulassen. Komme ich näher, beginnt das Spiel von vorn. Bleibt der Schmetterling doch einmal sitzen, klappt er meistens die Flügel zusammen, so dass er weniger attraktiv aussieht.

Aber manchmal gelingt es mir doch, eines dieser scheuen Wesen in der freien Wildbahn zu erwischen, wie dieses Blutströpfchen auf der Wanderung durch das Paradiestal.

Schmetterling auf Schulter

Einfacher ließen sich dagegen die Schmetterlinge im Schmetterlingshaus auf der Insel Mainau fotografieren, die schienen deutlich gelassener gegenüber Bewegungen, Nähe und Menschen zu sein. Immerhin setzten sie sich sogar auf diese.

Der Glasflügelfalter war dort mein Favorit. Fast unsichtbar saß er auf den Blättern:

Glasflügelfalter

Eine Sammlung kleiner Dinge möchte Cubus Regio anlegen. Auch wenn die Dinge klein sind, sind sie oft wichtig – werden jedoch schnell übersehen. Das gilt auch bei Schmetterlingen: Werden alle Brennnesseln aus den Gärten gerodet und entfernt, finden einige Arten kein Futter mehr. (Klick auf das Logo öffnet den Link zu vielen anderen kleinen Dingen)

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10 Gedanken zu „Kleiner Monat #01

  1. Schöne Aufnahmen, denn das sind wahrlich scheue Tierchen.
    So einen Glasflügelfalter habe ich noch nie gesehen. Der ist echt beeindruckend. So filigran. Einfach toll.

    • Ich vorher auch nicht. Schließlich kommt er – wenn er nicht in einem Schmetterlingshaus eingesperrt ist – in Südamerika vor 😉 Aber toll war er wirklich, ich meine, da flatterten noch wirklich viele große Schmetterlinge herum. Aber diese kleinen, fast durchsichtigen, die waren manchmal schwer zu finden.

  2. Wow, deine Schmetterlinge sehen ja echt super aus.
    Sogar auf der Schulter.
    Heute war einer wieder bei uns in der Wohnung. Ein ganz kleiner.
    Als er sich endlich Richtung Fenster aufmachte, wollte ich ihn rausschieben. Aber er setzte sich auf meine Hand. Da blieb er, runterschütteln war nicht einfach.
    Nach 3 Versuchen mit offenem Fenster fand er endlich die richtige Richtung.

    • Ja, im Schmetterlingshaus haben die Schmetterlinge irgendwie weniger Berührungsängste, als in der freien Natur 🙂
      Und, hast Du Deinen Schmetterling auch fotografiert, wenn er sich schon auf Deiner Hand niedergelassen hat?

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