Lieber Waschweib als Superheld

Sexy sei ein Mann, sagte Sheryl Sandberg (erfolgreich bei Facebook), wenn er Wäsche waschen könne.

zabrze 0011

(der neue Waschmann: alles perfekt mit dem richtigen Knopfdruck)

Zwar wurde aus dem einfachen Waschen inzwischen eine ganze Wissenschaft, in welcher die Wäsche nach Material, Farbe und Waschtemperatur getrennt werden muss, doch nach meinen Erfahrungen ignorieren Männer diese offensichtlichen Unterschiede lieber und stopfen alles gemeinsam und demokratisch in die Maschine.

Dazu kommt, dass es immer noch Wäschestücke gibt, die sich eine Sonderbehandlung wünschen. Wird das missachtet, straft das Wäschestück die Waschfrau oder den Waschmann mit formloser Haltung und blutleerem Antlitz. Moderne Kleidung ist mindestens genauso anspruchsvoll, wie moderne Frauen, bei denen es ja auch nicht mehr reicht, einfach das richtige Knöpfchen zu drücken, so à la: „Bin wieder da, Schatz, was gibt es zu essen?“

Wäsche zu waschen scheint doch nicht der richtige Weg, um Frauen zu beeindrucken, wenn das dicke Bankkonto fehlt und der Waschbrettbauch einer Wampe gewichen. Vielleicht ist ja die Aufgabe noch nicht technisch genug? Denn während Mann sich beim Auto über die inneren Werte wie Geschwindigkeit, Hubraum und Zylinderanzahl definiert, können die Waschmaschinen damit nicht mithalten: Drehzahl beim Schleudern und Wasserverbrauch sind nun einmal keine spektakulären Eigenschaften, mit denen Mann punkten kann.

Also scheint die Wandlung vom Superhelden zum Waschweib auf diesem Wege unwahrscheinlich.

Aber vielleicht hat Sheryl Sandberg ja etwas ganz anderes gemeint. Auf Facebook wird ja den lieben langen Tag geschwätzt und gepostet, manchmal schwadroniert und viel geteilt. Ständig fragt die Seite: „Was machst du gerade?“ Sind etwa hier die Männer die neuen Waschweiber? Geschwätzig und klatsch- und tratschsüchtig? Dann war alles nur ein Übersetzungsfehler?

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.