Mein Jahresrückblick

Mein Jahrbuch ist praktisch: Jetzt kann ich bequem zurückblättern und nachlesen, was in den einzelnen Monaten so alles passiert ist und wichtig war:

Januar

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In den Tälern der Fränkischen Schweiz unterwegs.

Eine Waage kam ins Haus. Der Vorsatz dazu lautete: Endlich dem Speck den Kampf ansagen! Das gelang schlussendlich nicht ganz, aber es wurde wenigstens nicht mehr. Das war doch schon mal was. Im Kino kam „12 Years a Slave“. Die Lieblingshausziege hat sich eine Tasche und die erste Bluse genäht. Unterwegs waren wir im Leinleiter-, Ailsbach- und vor allen Dingen im Paradiestal.

Februar

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Weit über das Maintal hinweg reicht der Blick vom Staffelstein. Rechts gegenüber liegt Kloster Banz im Wald.

Ein guter Vorsatz für die Fastenzeit: Kein Alkohol bis Ostern. Wir wanderten über den Staffelberg im Schnee, durch das Kleinziegenfelder Tal, rund um Münchsteinach, den Dechsendorfer Weiher und Marloffstein. Am Geburtstag der ältesten Lieblingshausziege wurde mein ältester Enkel geboren, ab jetzt bin ich Oma. Der Monat war gegen Ende so warm, dass wir bereits am 24. die Frühbeete hergerichtet haben. Am 28. Februar fuhren wir nach München, damit wir am nächsten Morgen rechtzeitig am Flughafen sind.

März

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Februar ist Fastenzeit. Meistens jedenfalls.

Eine Woche Kappadokien. Danach hatte der Zahnarzt was zu tun, das lag aber nicht am Urlaub, sondern daran, dass ich vorher ein wenig nachlässig war. Als Besuch kam, kochten wir türkische Gerichte und guckten uns die Bilder vom Urlaub an. Auf dem Balkon bekam das Geländer eine frische silbrige Farbe und die Blumenkästen Erde und Blumen. In Nürnberg kam „La Traviata“, zu Weihnachten gab es nämlich Karten dafür. Unterwegs in Bad Windsheim.

 

April

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Der Storchenlehrpfad bei Uehlfeld im Aischgrund. Ein Aussichtspunkt war wie ein großes Storchennest gestaltet.

Die Lieblingshausziege bekam Herrenbesuch. Der war ab dann öfter da. Wir pflanzten Himbeeren und Rosen im Garten, vor dem Haus wurde das Holz gesägt. So brauchen wir im kommenden Winter nicht zu frieren. Die Gewächshäuser wurden ebenfalls schon bepflanzt, ab jetzt wuchsen Tomaten, Paprika und Gurken darin. Da die Terrassentreppe nicht mehr sicher war, wurde sie Stufe für Stufe erneuert. Ab jetzt bin ich immer mal für den Fränkischen Tag unterwegs, damit ich auch hier aus dem Haus komme. Gelesen: „Konzentriert Euch“. Unterwegs im Fernwehpark Hof, auf dem Storchenlehrpfad, Burg Greifenstein, Würzburg und am 25. April zum ersten Kellerbesuch in Willersdorf in diesem Jahr.

Mai

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Der Herzog auf dem Marktplatz von Wolfenbüttel.

Die Terrassenstufen wurden fertig verlegt und die Fenster gestrichen. Die Lieblingshausziege bekam ein E-Piano. Das hat gegenüber dem konventionellen Klavier einen eindeutigen Vorteil: Sie setzt die Kopfhörer auf und freut sich, dass ich ihre schiefen Töne nicht hören kann. Die Holunderblüten wurden gesammelt, damit aus ihnen wieder Holunderblütensirup werden konnte, wir fuhren nach Wolfenbüttel in die Bundesakademie, um zu lernen, wie aus Reisen Literatur wird und ich traf mich mit anderen Schreiberlingen vom Wortwerk Erlangen.

Juni

fränkischer tag 340

Das Freibad in Höchstadt: Schön sind hier die Liegewiesen unter den alten Bäumen.

Im Garten wuchsen die Erdbeeren wie irre, es war heiß und Freibadzeit in Höchstadt. Es gab Forellen und frische Kirschen und eine ganze Menge Feiern: Taufe des Enkels, einer der Brüder des Mannes ließ sich kirchlich trauen und im Speyerer Dom waren wir zu einer Priesterweihe eingeladen.

Juli

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Brotzeit auf dem Keller, hier in Voggendorf.

In diesem Monat haben wir gerne unterwegs irgendwo gefuttert, ob Vesper auf der Vexierkapelle, Picknick am Weiher oder Brotzeit auf dem Keller: Unterwegs sein ist schön. Das fanden auch die Eltern und die große Lieblingshausziege, die nacheinander zu Besuch kamen und die Fränkische Schweiz besichtigten. Die süßsauren Gurken kamen in die Einweckgläser, die Balkontür bekam ein Moskitonetz, damit die Mücken hoffentlich draußen bleiben. Endlich Sommerferien.

August

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Straßenszene in Krakau.

Als in Forchheim Annafest war, waren wir beim Griechen essen und hatten hinterher das Vergnügen einer Polizeikontrolle: Der Verbandskasten im Auto hatte sein Verfalldatum überschritten. Soso. Massenweise Tomaten im Gewächshaus: als Sugo eingekocht. Unterwegs: Pirna, Dresden, Bastei, Bautzen, Görlitz, Oppeln, Krakau, Auschwitz und zurück. Eine große Grillparty auf der Terrasse gefeiert, weil der Mann und der Zwilling demnächst Geburtstag haben. Poetenfest in Erlangen: Ich las dort gemeinsam mit den anderen Wortwerkern.

September

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Unsere neue Mitbewohnerin.

Im Kellerwald wuchsen massenhaft Pilze und wir sammelten und futterten. Nach Mühlhausen zu den Eltern gefahren, die Kirmes besucht, den Baumkronenpfad und das Kloster Volkenroda. Von dort aus gibt es einen Pilgerweg bis nach Waldsassen. Die Schule begann und bei uns zog eine kleine Katze ein. Wir fuhren noch einmal nach Mühlhausen, feierten Geburtstag und pflückten Hagebutten. Leider wurde ich krank, als zwei meiner Hausziegen kamen. Auch den Enkel nahm ich mit meinem Husten und Schnupfen lieber nicht auf den Arm.

Oktober

franken 090

Für Hagebuttenwein. Wenns was wird.

Die Hagebutten kamen in den großen Weinballon. Ich hoffe ja, dass im Lauf der nächsten Zeit daraus Hagebuttenwein wird. Der Mann wurde auch krank, wir dachten, er hätte sich bei mir angesteckt. Doch das war nicht so: Er hatte sich Salmonellen bei einem auswärtigen Essen eingefangen und durfte erst wieder arbeiten, als er frei von diesen Mitbewohnern war. Für die Teedosen gab es ein neues Regal in der Küche. Unterwegs in Hohenmirsberg und rund um die Maximiliansgrotte. Außerdem drei Tage Oberpfalz: Waldsassen, Waldnaabtal, Zoiglwirtschaften und Flossenbürg.

November

freitag 540

Das Walberla im Frühnebel, von der Vexierkapelle aus gesehen.

Noch war alles goldig und warm, deswegen wanderten wir in den Weinbergen rund um Bullenheim. Der Hagebuttenwein wurde von der Maische abgezogen. Bis jetzt sieht alles gut aus. Die Treibhäuser im Garten wurden wieder abgebaut und es gab den ersten Glühwein, der erste Lebkuchen buk im Backofen. Die Lieblingshausziege suchte sich ihren Stoff aus, aus dem sie selbst ihr Tanzstundenabschlussballkleid schneidern wollte. Einmal standen wir früh auf, fuhren zum Walberla und erlebten dort den Sonnenaufgang im Nebel.

Dezember

Abschlussball und Weihnachtsmarkt 053

Die Lieblingshausziege auf dem Abschlussball.

Ab jetzt gingen wir regelmäßig zum Training beim AC Bavaria, damit der Speck weniger wird. Am Anfang des Monats war dann der Abschlussball der Lieblingshausziege. Zwei Wochen vorher war das Wohnzimmer im Ausnahmezustand: Sie nähte ihr Kleid selbst. Sogar die Großeltern kamen extra. Weihnachtsmarkt in Rothenburg o.d.Tauber. Sehr schön. Die Lieblingshausziege feierte ihren 15. Geburtstag und nahm glücklich den Hut in Empfang, den sie sich Anfang September in Bamberg ausgesucht hat. Gesehen: „Labyrinth des Schweigens“. Über Weihnachten fuhren wir wieder ins Kloster, dieses Mal nach Plankstetten.

 

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