Runter vom Sofa und ab zum Sport #4

Kerstin und ich, wir trafen uns zur nächsten Sportstunde wieder auf der Sportinsel Forchheim. Die ist so wunderbar zentral gelegen, für mich ebenso wie für Kerstin. Das einzige Manko ist der Lärm, der von der Autobahn herüberweht. Es ist sonniges Frühlingswetter, warm in der Sonne, doch kalt, sobald ich im Schatten bin. Ein Kahn schiebt sich langsam über den Rhein-Main-Donau-Kanal in Richtung Erlangen. Ich habe mein Haargummi vergessen, mit dem ich die Haare immer fürs Laufen zusammenbinde, auch in den Tiefen von Tasche und Auto hat sich keines versteckt. Muss es eben ohne gehen.

Zum Aufwärmen gab es dieses Mal wieder Yoga-Übungen, danach gehen wir, bevor es ans traben geht. Zwischendrin gibt es auch für die anderen Muskeln etwas zu tun: Kniebeuge, das bereits bekannte Theraband-hinter-dem-Kopf-ziehen und äh, echt? Standwaage. Die habe ich das letzte Mal gemacht, da war ich noch in der Schule. Die einfache Version fand damals auf der Turnmatte statt, dafür gab es dann Haltungsnoten, die verschärfte Variante hieß: Ab auf den Schwebebalken und aufpassen, dass ich nicht runterfalle. Hier geht es allerdings weder um die perfekte Haltung, noch darum, wirklich Bein und Oberkörper minutenlang waagerecht zu halten. Auf dem Gras fällt mir bereits das Stehen auf einem Bein nicht immer leicht. Aber das zweite Bein ist ja nicht weit – und ich überlege, wie das wohl aussieht, wenn ich hier so stehe, elegant kann ich das wohl nicht nennen. Ist mir das egal? Keineswegs. Harry hatte mich neulich bei einer Übung wohl trösten wollen, als ich mit meinen Händen nicht auf den Boden kam, er sagte, die anderen seien noch unbeweglicher. Der Vergleich hilft mir allerdings auch nicht weiter. Ich bin schließlich ich – und ich sehe und spüre genau, wo es hakt und meine Steifheit erst einmal überwunden werden möchte. Ob das im Lauf des Trainings besser wird? Das hoffe ich doch sehr.

Zwischen den Trainingsterminen bewege ich mich nicht nur, sondern achte auf meine Ernährung. Das mache ich zwar ohnehin, aber es lässt sich sicherlich noch weiter optimieren. Deswegen habe ich neulich beim Abendbrot den Becher mit Meerrettich-Frischkäse umgedreht und war erstaunt darüber, dass Zucker darin ist. Im Kräuter-Frischkäse ist übrigens auch Zucker drin. Oha. Dass in Nutella, Ketchup und vielen Dingen Zucker ist, war mir klar. Aber im Frischkäse?

Frischkäse enthält zwar, weil es eben Frischkäse ist, Laktose: In der Milch ist Milchzucker enthalten, und dieser wird zur Milchsäure, wenn der Käse reift. Da Frischkäse nicht reift, wie beispielsweise ein Gouda, bleibt eben der Milchzucker erhalten. Aber ich glaube nicht, dass es der Milchzucker ist, der auf der Packung hinten angegeben ist. Zucker ist billig und sorgt dafür, dass das Essen schmeckt. Da werde ich das nächste Mal beim Einkauf besser aufpassen. Übrigens: Selbst in der Salami ist Zucker drin. Steht jedenfalls hinten auf der Packung drauf. Vielleicht sollte ich auch den Frischkäse wieder selber machen, so wie meinen Joghurt.

2 Gedanken zu „Runter vom Sofa und ab zum Sport #4

    • Ja, manchmal zwickt hier und da auch etwas. Ich lasse dann dem Knie oder Fuß einen Tag Ruhe und hoffe, dass das reicht. Laut der Trainerin brauchen gerade die Gelenke am Längsten, bis sie sich an Bewegung gewöhnen. Das kann bis zu einem halben Jahr dauern, oder so.

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