Städte. Große Städte


Die Bilder habe ich alle in Rumänien gemacht, in unterschiedlichen Städten.
Aber sie stehen für das, was mir selbst an Städten nicht gefällt: Sind die Dimensionen so, dass nicht mehr der Mensch als Maßstab dient, sondern die Plätze und Straßen für Autos, Aufmärsche und andere Dinge gebaut werden – und die Häuser so, dass möglichst viele Menschen in einer solchen Schachtel hausen können, dann sind sie nicht mehr gemütlich, dann fühle ich mich in ihnen nicht wohl, in der Wüste aus Stahl, Beton, Glas und Asphalt. Sind dagegen die Straßen schmaler, die Häuser kleiner, überschaubarer, ein paar Bäume dazwischen, ein bisschen Platz, einen Treffpunkt, ein paar Bänke, Stühle und Blümchen, dann wirkt die Stadt gleich nicht mehr wie eine Wüste, sondern wie ein kleiner Garten.

Verlinkt mit: Always Sunny.

5 Gedanken zu „Städte. Große Städte

  1. Für mich müssen Städte gewachsen sein, von selbst, in Jahrhunderten. Ceausescus Palast und seine Monsterboulevards, die wohl tatsächlich für Aufmärsche gedacht waren, wurden gebaut nachdem man ein ganzes gewachsenes Stadtviertel niedergerissen hatte, ohne Rücksicht auf Menschen und gewachsene Strukturen. Die Menschen wurden in Plattenbauten umgesiedelt, die gewachsenen Stadtviertel vergaß man. Bukarest ist eine vergewaltigte, verstümmelte Stadt ….

  2. Ich bzw wir, mein Mann und ich, waren einmal in Bukarest (per Zug).
    Ich habe mich jede Minute unwohl gefühlt. OK es war noch
    zu Ceausescus Zeiten. Wir waren eigentlich auf der Durchreise.
    Die Passpolizei (Militär) nahmen uns unsere Pässe (schwedische) weg. Man sagte wir bekämen sie in Bukarest zurück. Das war zum Glück auch der Fall.
    Liebe Grüsse
    Elke

  3. Hallo Jaelle,

    ja wenn es nur noch nach Betonwüste und möglichst viele Wohnschachteln auf kleinstem Raum,hat es fast etwas bedrohliches. Aber sicher gibt es auch dort gemütlichere Ecken, man muss sie nur eben kennen. Ich war noch nie in Rumänien. Dein erstes Bild finde ich am grauerlichsten, solche Orte können glaube ich, nur schwer zur Heimat werden. Da ist so gar nichts hübsches zu entdecken.

    Liebe Grüße
    Sandra

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