Tagebuchbloggen am 5. Februar

Da Katzmatz mitten in der Nacht die Stifte auskramen und mit ihnen spielen wollte, habe ich sie kurzerhand aus dem Schlafzimmer verbannt. Lange hat es nicht genützt: Bei nächster Gelegenheit kam sie wieder und legte sich dann aber brav zu mir. Allerdings war damit die Nachtruhe perdu, ich habe das Leselicht angeknipst und eine Weile gelesen. Morgens wunderte sich die Lieblingshausziege, warum ich noch im Bett lag, obwohl doch die Sonne schien.

Der Sonnenschein war tatsächlich prächtig, nach so langer Zeit ohne selbigen fällt mir allerdings viel besser auf, wo sich in der Zwischenzeit Staub angesiedelt hatte. Auf dem Fensterbrett lagen noch Blumenzwiebeln, bei denen inzwischen das Grün spitzte, obwohl sie noch ganz ohne Erde waren. Jetzt sind Amaryllis, Hyazinthen und die restlichen Tulpen auf Töpfchen verteilt, die vergessenen Osterglocken habe ich erst mal gewässert. Schaunwermal ob die noch leben. Jetzt sind Schuhschränke und Treppe geputzt, der Mitbewohner kramte dafür im Keller herum und filterte seine Likörchen.

Zum Mittag gab es Suppe aus halben Schälerbsen, Möhrchen, Würstchen und was sonst noch so wegwollte.

Bei Instagram gibt es eine Challenge, initiiert von Anne Kubik und Gorana Guiboud-Ribaud, die habe ich im Januar bereits verfolgt. Da galt es, alles nur in Blau zu malen, jetzt im Februar ist unter dem Hashtag #einefarbereicht Gelb dran. Seit ein paar Tagen sitze ich also und male. Es geht schnell und macht Spaß.

Hach. In Trithemius‘ Teestübchen geht es dafür um die Handschrift, unsere Handschrift, die oft so unleserlich ist und nicht nur deswegen oft selten genutzt wird. Da genügend Zeit war, habe ich die Seite gleich geschrieben.

Aber irgendwie ist es seltsam: Kaum mache ich Dinge, die nicht zum gewöhnlichen Tagesprogramm gehören, scheint sich der Tag zu dehnen und es passt viel mehr in die Stunden hinein. Ich meine, heute bin ich schon später aufgestanden, habe länger herumgesessen, Mittag gekocht, Zwiebeln gepflanzt, gemalt – gut, das war heute nur ein Bild mit zwei Gummistiefeln – und eine Seite mit der Hand geschrieben.

Text mit Kalligrafiefüller geschrieben

Verbunden mit: Frau Brüllen, die wie jeden fünften des Monats sämtliche Tagebuchblogger unter ihren Fittichen versammelt. Wer wissen will, was die anderen alle so gemacht haben, klickt einfach auf obigen Link.

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