Tagebuchbloggen am 5. Januar

Es ist wieder der Monatsfünfte, da will die freundlichen Nachbarin Frau Brüllen gerne wissen, was wir den ganzen Tag so machen. Ja, dann:

Da ich Weihnachten nicht bei den Eltern war, haben wir uns einfach gestern auf die Socken gemacht, ins Auto gesetzt und sind gefahren.

Heute morgen stand dann schon fast das Frühstück auf dem Tisch, als ich mich endlich dazu aufraffen konnte und aufstand. Da es regnete, haben wir uns anschließend ins Wohnzimmer gesetzt, ich habe einen Socken genadelt und die Mutter erzählte, wie Weihnachten ablief, wer was gemacht, gesagt oder gemeint hat. Selbstverständlich nicht ohne ihre Wertung – aber dieses Mal habe ich das einfach überhört. Schließlich weiß ich schon, warum ich dort recht selten bin. Ja, ich weiß, wer nicht anwesend ist, über den wird erzählt, bis sich die Balken biegen – aber deswegen erzähle ich ja auch nicht viel. Und schon gar nicht von den Sachen, die mir wirklich wichtig sind.

Allerdings habe ich auch die Gelegenheit genutzt und gefragt, mit was die Urgroßeltern und die Großeltern ihren Lebensunterhalt verdient haben und was sie dafür gelernt haben. Das war durchaus interessant – es kommen immer neue Aspekte zu den Dingen hinzu, die ich schon weiß.

Der Vater hat – auf meinen Wunsch – am Morgen schon einen Heringssalat zubereitet, den es abends dann zu essen gab. Nach dem Mittag klarte es ein wenig auf, so war Gelegenheit für einen ausgiebigen Spaziergang, bei dem wir eigentlich durch die Stadt gehen wollten, dann jedoch ganz spontan lieber die andere Richtung nahmen.

Jetzt ist es schon wieder dunkel und es passiert nicht mehr viel. Deswegen könnt ihr gerne bei den anderen Tagebuchbloggern nachlesen, was sie den heutigen Tag über gemacht haben.

Verbunden mit: Frau Brüllen

Ein Gedanke zu „Tagebuchbloggen am 5. Januar

  1. Oh, das klingt noch sehr „gemütlich“, nach Jahresübergang, so wie ich ihn mir wünsche. Ich sitze seit dem 1. Januar schon wieder am Schreibtisch, habe mir es jedoch nicht nehmen lassen, mit Freunden und Verwandten ausgiebig zu telefonieren. Tatsächlich: gerade bei der Verwandtschaft stoßen immer wieder Welten aufeinander. Oft nicht schön, aber ich denke: durchaus nützlich (und wenn man nur merkt, selbst nicht gerne so wertend über andere sprechen zu wollen). Aber der Heringssalat! Ich muss mir das Rezept unbedingt noch von meinem Vater geben lassen!

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