Tagebuchbloggen am 5. Juni

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag, kurz: WmdedgT, fragt die nette Frau Brüllen an jedem 5. des Monats. Heute war Sonntag. der richtige Tag, um einen Ausflug zu unternehmen. Bis vor gar nicht allzu langer Zeit gab es in Forchheim ein Kloster der Redemptoristen. Die Kirche gibt es noch, das Kloster selbst ist verkauft und inzwischen zu vielen edlen Eigentumswohnungen mutiert, die inzwischen alle verkauft, aber noch nicht alle vermietet sind. Das liegt möglicherweise an der Höhe der Miete, die dafür gezahlt werden soll.

Weil sich viele Menschen in Forchheim dem Kloster und den Redemptoristen sehr verbunden fühlen, wurde ein Klosterverein gegründet. Die Mitglieder des Vereins sorgen beispielsweise dafür, dass in der Kirche noch Gottesdienste stattfinden, zu denen auch ab und an zu den Hochfesten die Redemptoristen kommen. An diesem Sonntag unternahm der Klosterverein einen Ausflug nach Cham, zum dortigen Redemptoristenkloster, und, was soll ich sagen, wir waren dabei.

Im Bus ist Anschnallpflicht, mahnt der Fahrer. Wenn kontrolliert würde, müsse jeder 60 Euro zahlen, der nicht angeschnallt sei. Brav greifen die älteren Damen und Herren nach dem Gurt und schnallen sich am Bussitz fest. Aber: Wer soll hier kontrollieren? Von außen ist nicht zu sehen, ob der Bauchgurt nun befestigt ist, oder nicht. Hält der Bus an, weil ein Kontrolleur einsteigen will, dann steht dieser und fährt nicht. Im stehenden Bus brauche ich nicht angeschnallt zu sein.

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Cham und der Regen.

Die Kirche wurde im „Historismus“ gebaut, aus jeder Epoche wurde das eingebaut, was gefallen hat: Gebaut im Stil einer frühchristlichen Basilika mit großem Schiff, niedrigeren Seitenschiffen und großer Apsis, Seitenaltäre im Stil der Neoromanik und eine gotische Rosette über dem Eingang. Innen ist die ganze Kirche im Nazarenerstil wie ein Bilderbuch bemalt. Als Maria-Hilf-Kirche sind rings unter den Lichtgaden Bilder aus dem Leben Mariens, daneben die bayerischen Bistumsgründer, an der Decke ein Sternenmantel – da ist quasi kein Stück Wand, das nicht bemalt wurde.

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Klosterkirche in Cham.

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Die Apsis ist innen bemalt.

Es gab Mittagessen, Kaffee und Kuchen, einen Stadtrundgang, eine Kirchenführung – und die ganze Zeit strahlte in Cham die Sonne vom Himmel, während ringsum dicke Wolken drohten.

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Das gemeinsame Wohnzimmer der Mönche.

Wir durften sogar einen Blick in die Klausur der Mönche werfen, sahen den gemeinsamen Speisesaal, das Wohnzimmer und das Sprechzimmer.

Spät am Nachmittag stiegen alle Mitreisenden wieder in den Bus ein, der Rückfahrt wegen. Doch der Bus wollte nicht anspringen.

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Stadttor von Cham

Also ging es noch einmal zurück zum Kloster, so ein Bus lässt sich nun einmal nicht einfach anschieben. Eine Stunde später brummte der Motor, alle stiegen ein, der Bus fuhr los und der Regen begann.

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