Tagebuchbloggen am 5. März

Ich bin einfach aufgestanden, habe meinen Kaffee getrunken, die Katze gefüttert, was ich eben jeden Morgen so mache, wenn ich munter bin. Seit es morgens nicht mehr so dunkel ist, fällt mir das auch deutlich leichter. Dann habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt, schließlich ist heute der Monatsfünfte und in diesem Fall Abgabetermin für den Fränkischen Krimipreis. Als ich neulich mit dem Zug von Wolfenbüttel zurück nach Forchheim fuhr, hatte ich genügend Zeit und Muße, eine kurze Geschichte mit Stift auf Papier zu notieren, habe es sogar geschafft, diese abzutippen, mit einigen von den Wortwerkern durchzusprechen, noch einmal zu ändern und so weiter. Jetzt ist sie abgeschickt, und, was soll ich sagen, es hat einfach Spaß gemacht, völlig egal, ob die Geschichte nun Anklang bei der Jury findet oder nicht. (Und ich habe gleich mal nach dem nächsten Wettbewerb geguckt, vielleicht fällt mir ja noch einmal irgendwelcher Unfug ein.)

Hasen auf dem Markt.

Während ich also schrieb und änderte, bis alles passte, war der Mitbewohner in der Küche völlig unbeaufsichtigt und ließ sogar irgendetwas anbrennen. Jedenfalls roch es gewaltig nach Kohlkohle. Wie auch immer. Wir aßen, anschließend habe ich noch ein paar Blaubeermuffins gebacken, die es dann zum Kaffee gab. Weil das Wetter schließlich besser als die Vorhersage war, wollten wir raus und gucken, ob wir irgendwo dem Frühling begegnen würden. In Forchheim angekommen, guckten wir verwundert, ob der Menschenmengen, die sich durch die Straßen schoben, aber als wir sahen, dass die Geschäfte offen hatten und überall Marktstände waren, wunderte uns nichts mehr. Fast alle waren in frisches Frühlingsschwarz gekleidet und wirkten tatsächlich so trist und traurig, als hätte der Winter erklärt, er würde von nun an bis in alle Ewigkeit bleiben.

Bunte Frühlingsblumen vor dem Blumenhändler.

Ich nutzte die Gelegenheit und nahm beim Buchhändler noch die zwei Bücher mit, auf die ich schon länger gespitzt hatte, dann fuhren wir wieder nach Hause. Im Flur kündete ein im Weg stehendes Schuhpaar davon, dass die Lieblingshausziege zurück sein könnte, doch sie ließ nur den Koffer im Zimmer und einen Zettel in der Küche, dass etwas im Kühlschrank sei. Nun denn.

Das waren noch die freundlichsten Gesichter auf dem Markt.

Draußen zwitschern die Vögel, innen jammert die Katze, sie möchte wieder raus. Das darf sie auch, für den Donnerstag habe ich nun auch einen Termin beim Tierarzt gemacht, eine Katze reicht schließlich völlig aus.

Heute passiert jedenfalls nicht mehr viel. Ich werde mir jetzt das erste Buch schnappen, mich auf das Sofa legen und lesen, was sonst. Was die anderen Tagebuchbloggerinnen gemacht haben, von denen Frau Brüllen jeden fünften im Monat so wissen möchte, was sie den ganzen Tag so machen, das gibt es bei ihr auch zu lesen.

Verbunden mit: Frau Brüllen.

Verbunden mit: Frühlingserwachen bei Always Sunny. 

5 Gedanken zu „Tagebuchbloggen am 5. März

  1. Hallo Jaelle,

    spätestens beim Anblick dieser Riesenauswahl an Frühblüher an dem Laden wäre mein Herz weit aufgegangen und ein dickes Grinsen auf mein Gesicht gehuscht. Du schreibst auch, cool das wußte ich noch nicht und der Ausdruck Wortwerker gefällt mir ;-).

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Ja, keine Ahnung. Die Blümchen waren nett, aber der Rest… Irgendwie scheinen die Händler seit 25 Jahren mit dem gleichen Krempel aufzutauchen: Socken, Gürtel, billige Uhren, irgendwelchen Haushaltskram, Nachthemden, in denen man einem Nachtgespenst ähnlich sieht, na und so weiter.

  2. Ist doch schön, wenn man irgendwo noch ein freundliches Gesicht sieht! Ganz besonders gelungen finde ich den Kopf rechts unten, der die Mütze schräg im Gesicht hat 😉
    LG Sabienes

  3. Guten Morgen, Jaelle,

    Fränkischer Krimipreis? Das heisst, du hast einen Krimi geschrieben??????????? Ist dieser eine Kurzgeschichte oder gar ein Roman?
    WOW! Schon alleine die Tatsache, das man so etwas schafft, verdient mein Staunen und meinen Applaus.

    Deine Fotos gefallen mir sehr gut. Mein Favorit ist Foto 1. Hasen gehören für mich definitiv zum Frühling.

    Mit lieben Grüssen aus der Schweiz
    Barbara

    • Es war eine Kurzgeschichte, die ich allerdings – bis die Jury irgendwas entschieden hat – hier auch nicht zeigen darf. Da ich ohnehin den ganzen Tag lang schreibe, habe ich mir gedacht, ich könnte ja mal was schreiben, was einfach nur Spaß macht.

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