Tierisches.

Haste Viehzeuch, kannste was erleben. So heute morgen: Rechts neben mir ist das Fenster zum Balkon, auf dessen Geländer immer noch das Vogelhäuschen steht. Ob es das gleiche Meisenpärchen war, das erst im Winter den Knödel verschmäht und mit diesem jetzt die Meisenkinder füttert? Jedenfalls sahen sie heute ziemlich zerzaust aus, wie nach einem Bad in der Regentonne, ohne Fön. Sämtliche Brustfedern strubbelten kreuz und quer. Trotzdem pickte Herr oder Frau Blaumeise – ich kann die beiden nicht voneinander unterscheiden – wie immer den Schnabel voll, bevor er wieder entflog.

Kaum war Blaumeise weg, kamen zwei Spatzen, etwa gleich groß. Während der eine ein hübsch glattes Gefieder trug, war der andere noch voller Flaum und sah einem puschelige Knäuel brauner Merinowolle recht ähnlich. Das Knäuel hockte sich auf den Boden des Futterhäuschens, riss den Schnabel auf und schrie. Der andere pickte hektisch Krümel aus dem Meisenknödel und stopfte sie in diesen nimmersatten Schlund.

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Zwischen den Blumentöpfen. Da saß die Katz schon, als sie noch klein war.

Inzwischen hatte Katzmatz ihr Frühstück in der Küche beendet, hupfte wie immer zu mir hoch, sah die Pieps auf dem Balkon und nahm sofort ihre Jagdposition ein. Jaklar, Katze. Denk dran, zwischen dir und der Beute ist eine Fensterscheibe. Der ältere Spatz mit dem glatten Gefieder verschwand denn auch prompt, während das Flaumknäuel noch eine Weile unschlüssig auf dem Balkongeländer herumhupfte, dann aber doch startete.

 

Klagen über die Katz kamen von der Nachbarin: Dort hatte der Strolch – die Balkontür stand schließlich offen – die Küche inspiziert und eine Tasse mit der Pfote gezielt auf den Boden befördert. Das macht sie gelegentlich auch bei uns, seitdem werden sämtliche Tassen entweder in die Spüle gestellt oder gleich in die Spülmaschine geräumt. Außerdem fand Katzmatz heraus, dass der Tetrapack mit Milch nicht immer ordentlich zugedreht ist: Seitdem kippt sie diesen immer um und schaut, ob der Inhalt ausläuft und aufgeleckt werden kann.

Tanzt die Katze auf den Herdplatten herum, piept der Herd: Manchmal lässt sich so noch etwas retten. Manchmal auch nicht. Dann schafft sie es, die Reste aus dem Biomüll zu fischen, die interessant riechen und für Katzmatz lecker sind, Käserinden beispielsweise. Oder Wurstpelle.

In den Regentonnen schwimmen die Mückenlarven. Auf und ab. Mehr gibt es von diesen noch nicht zu vermelden.

Ein Gedanke zu „Tierisches.

  1. Einfach tierisch! Da ist ja ganz schön was los bei Dir…
    Mückenlarven in der Regentonne hab ich auch. Und blöde Mistviecher namens Kriebelmücke, die mich prompt wieder erwischt haben, wie immer, wenn ich abends in den Garten gehe. *aua!!*

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