Türen im Juni #BIWYFI

#BIWYFI: Das heißt soviel wie: Beauty is where you find it, so sagt Frau Pimpinella über ihr Fotoprojekt. Im Juni möchte sie Türen sehen: (Klick hier zum Link). Mich erinnert das an Susan Sontag, die in ihrem Buch „Über Fotografie“ schrieb, dass „ein Auge, wenn es nur scharf genug ist, in allem Schönheit oder zumindest Interessantes entdeckt“.

Vor einiger Zeit war ich auf der Ruine Brandenfels unterwegs. (Klick hier zum Link). Als diese noch keine Ruine war, gehörte das kleine Dörfchen Holzhausen unterhalb des Berges zum Besitz der dort herrschenden Familie Treusch von Buttlar. Dort steht auch das Gut Hohenhaus, ein ehemaliges buttlarsches Gut. Ferdinand von Schutzbar kaufte es 1856, sein Sohn ließ 1901 das neue Herrenhaus errichten und spendierte der Gemeinde 1915 die kleine Kirche im neugotischen Stil.

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Kirche Holzhausen

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Kirche Holzhausen

Das Tor zum Kirchgarten stand einladend offen.

Der Tag war heiß, der Weg bis zum kleinen Kirchlein lag im kühlen Schatten großer Bäume.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kirche Holzhausen

Die Tür ist zu. Doch sie lässt sich öffnen. Innen ist es dämmrig, kühl und ruhig. Kein Vogelzwitschern, kein Traktortuckern, kein Blätterrauschen. Hin und wieder knispelt es ganz leise. Ob die Kirchenmäuse hier genug zu futtern finden?

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Kirche Holzhausen

Die Kirchenfenster erinnern an Mandalas.

Ich könnte ewig hier in der Bank sitzen und sie in ihrer Schönheit bestaunen.

Doch es gibt noch mehr zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kirche Holzhausen

 

 

Sowohl im Kirchenfenster, als auch über der Kirchentür ist das Wappen der Familie von Schutzbar: In einem Schild sind drei schwarze Lindenblätter zu sehen, die mit ihren Stielen zu einem Dreipass verbunden wurden.

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Kirche Holzhausen

Es geht bis hoch auf die Empore und von dort weiter, bis hoch in den kleinen Turm. Allerdings wurden hier die Fenster lange nicht mehr geputzt und unter dem Dach hängen viele Wespennester. In diesen scheint glücklicherweise niemand zu Hause zu sein.

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Kirche Holzhausen

An der letzten Tür brauche ich nicht zu klopfen. Da wohnt wirklich niemand mehr. Sie ist geschlossen – und es geht hier nicht weiter.

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Kirche Holzhausen

Das war’s Noch einmal das Kirchlein von außen.

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