Unheimlich #Frapalymo

Unheimlich

heimlich

heim – licht – t.

Bei Licht betrachtet

wandeln sich unheimliche

Orte, die man nicht beachtet

in traurige Wüsten. Kleinliche

Geister wienern und putzen

dort. In der Hoffnung, der Nutzen

ändert sich.

Doch wohnlich werden sie nicht.

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Über dem Leinleitertal in der Fränkischen Schweiz, dort, wo die Familie von Stauffenberg seit Jahrhunderten zu Hause ist, steht deren Schloss Greifenstein. Gut im Wald versteckt ist eine kleine Kapelle.

Im Barock als gotische Ruine erbaut, war sie damals noch mit bunten Fenstern und Dach versehen.

Bis in die sechziger Jahre hinein schmückten Menschen das kleine Kirchlein mit Blumen. Inzwischen bröselt der Stein, fällt das Gebälk in sich zusammen, scheint das Gemäuer dem Tode geweiht.

Heute ist Allerseelen: Abt Odilo von Cluny bestimmte 998 den zweiten November als den Tag, an dem in den Klöstern der Toten gedacht werden sollte. Jahre später wurde dieser Tag zu einem Gedenktag für die ganze Kirche.

Leider sind alle Gräber, die ich besuchen könnte, weit weg von dem Ort, an dem ich jetzt wohne. Die kleine Kapelle, die so mitten im Wald kurz vor dem Zusammenbruch scheint, ist ein stiller Ort, wird nur selten von Wanderern gestört. Ein inniger Ort zum Gedenken an alle diejenigen, die nicht mehr auf dieser Welt weilen. Leben ist endlich.

Verbindungen:

Frau Paulchen und der #Frapalymo

Schwarzweißblick bei Frauke

10 Gedanken zu „Unheimlich #Frapalymo

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