Versunkenes Schiff und verrostete Kriegsmaschinen #Rostparade

Das Schiff von Kyrenia

2300 Jahre alt ist das Schiff, das einst zwischen Zypern und Anatolien mit Wein gefüllte Amphoren transportieren sollte. Heute ist es in Kyrenia, dem heutigen Girne in Nordzypern, zu finden. Dort steht es in einem Teil der Festung konserviert, schließlich wurde es in der Nähe der Stadt gefunden und von amerikanischen Unterwasserarchäologen 1969 geborgen. Aus dem harten Holz der Aleppokiefer gebaut, überstand das Gerippe des Frachtenseglers die lange Zeit unter Wasser. Getreidemühlen, Weinamphoren und Mandeln waren an Bord.

Ein rekonstruierter Teil des Schiffes, mit einigen der Amphoren gefüllt.

Obendrüber ist die gewaltige Festung: Von den Byzantinern im 7. Jahrhundert auf römischen Überresten erbaut, wurde sie von den wechselnden Herrschern immer wieder um- und ausgebaut. Die Engländer nutzten sie als Gefängnis. Inzwischen darf sie besichtigt werden. Von den zwanzig Meter hohen Mauern kann man gut auf den kleinen Hafen gucken, der sich wie ein Hufeisen in die Bucht schmiegt.

Hafen von Girne

Oben auf den Festungsmauern sind allerdings auch Überreste mörderischer Maschinen. Von hier hatten die jeweiligen Festungsinhaber eben auch einen guten Überblick.

Verrostete Halterung für ein Maschinengewehr.

Auf der anderen Seite der Festung ist noch eine Halterung für ein Maschinengewehr zu sehen.

Hoffen wir, dass diese nie wieder benötigt werden. Aber vermutlich würde ein nächster Krieg ohnehin mit anderen Waffen geführt.

Verbunden mit: Frau Tonari und der Rostparade. Dort sind noch viel mehr rostige Bilder zu bestaunen.

 

3 Gedanken zu „Versunkenes Schiff und verrostete Kriegsmaschinen #Rostparade

  1. Liebe Jaelle,
    wie gut, dass diese alten Kriegsgeräte Zeit hatten, so zu verrotten und vor sich hin zu rosten. So sind sie Mahnmal und Erinnerung zugleich.
    Ich wünsche Dir einen fröhlichen und guten Rutsch ins neue Jahr 2018,
    herzlichst moni

  2. Ich mag solch Kriegsgeräte auch nur dann, wenn sie Rost angesetzt haben. Zu viel Leid und Elend ist einfach mit diesen Maschinen verbunden.
    Interessant wie immer Dein Reisebeitrag. Sagte ich schon, dass ich es klasse finde, wie Du Deine Artikel mit der Rostparade verbindest?
    Komm gut ins neue Jahr, das ein gesundes und glückliches für Dich werden möge.

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