Zehn Jahre Leben

Vor anderthalb Jahren zog ich nach Franken – das war für mich und die Lieblingshausziege ein erfreulicher Neubeginn in vielerlei Hinsicht. Was mir daran sehr gefällt, ist die Urlaubsstimmung, die weiterhin anhält: Ich ziehe immer noch kreuz und quer durch Franken, manchmal sogar ein wenig über die Grenzen hinaus, entdecke dabei so viele schöne Täler, Städte, Kirchen, Berge, Höhlen, Dörfer, Klöster, Bäume, dass ich mich ernsthaft frage, ob ich jemals wieder woanders Urlaub machen sollte. Ich werde hier ja gar nicht fertig mit wandern und gucken…

Dazu kommen die Menschen, die ich hier inzwischen kennengelernt habe: Ob Ironblogger, Bookcrosser oder Wortwerker – überall war ich herzlich willkommen, auch wenn ich nicht zu jedem Treffen kommen kann. Schön ist das. Auch wenn ich nicht immer alle – vor allen Dingen die älteren – Franken verstehe, weil fränkische Zungen schon sehr speziell sein können, die Integration ist gelungen. Denke ich mal.

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Vor einem Jahr fing es an…

Vor einem Jahr war ich mit meiner Begleitung für ein Wochenende im Kloster Münsterschwarzach. Dort gibt es eine Buchhandlung… und ich könnte jetzt endgültig ins Schwärmen kommen, wie sehr ich mich in einer gut sortierten Buchhandlung verlieren kann. Gefunden habe ich an diesem Wochenende dort einiges, wie das Buch: „Zehn Jahre Leben“: Ein Kalender für zehn Jahre ist das: Für jeden Tag gibt zwar nur wenig Platz, der reicht aber für kurze Notizen aus. Begonnen im vergangenen Jahr am 1. Dezember sind wir jetzt im zweiten Jahr angekommen und vergnügen und immer wieder an den Erinnerungen, die sich sonst längst verkrümelt hätten. Manchmal steht drin, was es zu essen gab, manchmal auch, wo wir gelaufen sind und was sonst an diesem Tag so wichtig war. Kleinkram eben. Wenn ich unterwegs bin und Franken entdecke, habe ich ohnehin einen Block dabei, in dem ich alles notiere, was mir unterwegs so auf- und einfällt.

Hätte ich mal eher machen sollen. Habe ich aber nicht. Weil ich nicht wusste, dass es so einen Kalender gibt. Macht aber nichts. Es war gut, einfach so damit anzufangen, so ganz ohne Anlass oder Vorsatz. Und ich nehme mal an, dass dieser einen Nachfolger bekommt, wenn die zehn Jahre darin mit Leben gefüllt sind.

2 Gedanken zu „Zehn Jahre Leben

  1. Ist dort jede Spalte ein Jahr? Dann wäre das für mich tatsächlich zu wenig, weil wenn ich schreibe, dann schreibe ich viel 😉 – aber die Idee ist nicht schlecht, und wenn du das dann in 20 Jahren noch mal liest, ist das sicher auch ganz lustig.

    • Hallo Sven,
      ja, jede Spalte ist für einen Tag im Jahr. Das reicht für die groben Notizen :-). Wenn ich unterwegs sind, habe ich ohnehin einen anderen Block, in dem ich Dinge notiere. Daraus werden dann andere Texte. Dass ich dort jeden Tag die Essenz quasi notieren muss, zwingt das kurz zum Innehalten und Nachdenken, was für diesen einen Tag wesentlich war. Und wenn es das Mittagessen war 🙂

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