Ankunft in Cordoba

Sorry an alle, die heute über 12 vom 12. hier gelandet sind. Der Hitze war es geschuldet, dass dieser Beitrag irrtümlich verlinkt wurde… der nächste in der Liste von mir, der ist der Richtige…

Es hat nur wenig länger als eine Stunde gedauert, bis der Zug von Sevilla in Cordoba ankam. Unterwegs war alles eben, jedes Fleckchen Erde schien mit Orangenbäumen bepflanzt oder es wuchs Mais oder Weizen. Nur wenig blieb ungenutzt. Das Konzept Landschaft scheint es hier in Andalusien, wenigstens entlang der Bahnlinie Sevilla-Cordoba, nicht zu geben. Gut, bei Temperaturen von gut 40 Grad im Schatten wandert niemand, schon klar. Aber so heiß ist es doch nicht das ganze Jahr über.

Nein, da war nichts. Kein Wald, kein Strauch, kein das-Wandern-ist-des-Müllers-Lust. Statt dessen Grau, braun, gelb, grün, alles eben bis zum Horizont. In dieser Landschaft würde ich ganz freiwillig zum Stubenhocker.

Auf dem Weg vom Bahnhof zur Unterkunft präsentierte sich die Stadt sehr städtisch: Mehrstöckige, moderne Bauten, breite Straßen, viel Verkehr, Ampeln, Busse. Die Altstadt dagegen wirkt fast dörflich: Hier stehen niedrige Häuser, die Gassen sind schmal und relativ gerade, die Fassaden grellweiß getüncht und blau angemalte Blumentöpfe rahmen die Eingänge. Immer, wenn ich aus der klimatisierten Kühle der Innenräume nach außen komme, ist mir, als tauche ich in eine schöne, warme Badewanne ein. Während aber der Kopf normalerweise nicht in das Badewasser taucht, ist hier die heiße Luft überall. Der Schweiß rinnt den Rücken hinunter, und wenn ich mich auf einer Parkbank niederlasse, die ebenfalls von der Sonne aufgeheizt ist, bekommt der Begriff „heißes Höschen“ eine ganz andere Bedeutung.

Cordoba

Cordoba. Der Orangenhof vor der Kathedrale.

Aber es gibt auch Grünzeug in der Stadt: Vor der Kathedrale ist noch der Innenhof, mit Orangenbäumen drin. Hier war schon der Orangenhof, als die Kathedrale noch Moschee war. Und davor eine andere Kirche und noch früher ein Tempel der Römer.

Cordoba.

Cordoba: Dazu sind die Gitter vor den Fenstern gut.

Außerdem dachte ich bisher, dass die Gitter vor den Fenstern vor Einbrechern schützen sollten. Weit gefehlt. Sie sorgen dafür, dass die Blumentöpfe nicht herunterfallen. Hier wären die Comedian Harmonists nicht auf die Idee gekommen, dass ihr kleiner grüner Kaktus einfach auf die Straße fällt, so dass sich der Passant beschwert.

Cordoba

Cordoba. Blumen an den Hauswänden.

Es würde mich mal interessieren, wie die ihre Töpfchen gießen. Bei mir würde das Gießwasser nämlich über die ganze Fassade nach unten kleckern. Vielleicht sehe ich mal jemandem zufällig dabei zu, wer weiß.

Cordoba

Cordoba.

2 Gedanken zu „Ankunft in Cordoba

  1. Sehen aber sehr dekorativ aus, die vielen Blumentöpfe und überhaupt hast Du uns sehr schöne Eindrücke von Cordoba mitgebracht.

    Die Hitze haben wir hier auch – ich gehe aber davon aus, dass es in Cordoba ein wenig besser auszuhalten ist als hier. Im Urlaub ist das ja auch nochmal ein bisschen was anderes.

    Ich wünsche Dir eine wunderschöne Zeit und gute Erholung und nochmal vielen Dank für die schönen Bilder,
    Kerstin

    • Da ich nicht an die Arbeit oder zu irgendeiner Zeit irgendwohin muss, lässt sich wenigstens die Mittagszeit im Haus verbringen. Da ist es klimatisiert… aber draußen – da rinnt der Schweiß. Kommentar war dann heute auch: So kalt kann der nächste Winter gar nicht werden, dass wir noch mal auf die Idee kommen, im August in den Süden zu fahren 😉
      Viele liebe Grüße
      Jaelle

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