Ankunft in Granada

Nein, an mir hätten die Spanier damals keine Freude gehabt, anno 1492, als sie Granada eroberten und die Mauren von hier vertrieben. Ich hätte sie in Ruhe hier wohnen lassen, in diesen steilen und engen Gassen, mit diesem buckeligen Katzenkopfpflaster. Mir hat es heute schon gereicht, hier den Koffer mit seinen kleinen Röllchen nach oben zu ziehen. Wenn ich mir vorstelle, hier mit Waffen und Gedöns hochzustürmen und zu erobern, och nö. Wegen mir hätten die Mauren hier einfach wohnen bleiben können. Zumal: Der Mitreisende erzählte, dass diese Altstadt deswegen so verwinkelt angelegt wurde, damit sich die Feinde darin verlaufen. Das glaube ich gerne. Schweißüberströmt machten der Mitreisende und ich eine kleine Pause an einem kleinen Platz, überhaupt ist hier alles klein, weil nicht viel Platz ist. Dafür stehen aber eine ganze Menge Häuser herum. Jedenfalls gab es ein Bier und dazu ein Tapa, in diesem Fall bunte Schleifennudeln mit Möhrenstreifen und Mais. Alles schmeckte ein wenig seltsam, vielleicht hatte die Küche das Öl vertauscht.

Hier mussten jedenfalls selbst die Autos halten und warten, bis wir mit den Koffern vorbeigerumpelt waren, noch ein Stück weiter und noch eine Biegung. Aber irgendwann ist auch der längste Weg geschafft und die Tür der Herberge erreicht. Die entpuppte sich allerdings als ein richtiges Kleinod, eines, das sich sogar zeigen lässt, schnuckelig und klein, wie es ist. Der Vorteil dieser Unterkunft: Sie liegt mitten in der historischen Innenstadt. Der Nachteil dieser Unterkunft: Sie liegt mitten in der historischen Innenstadt. Ob nun die Vor- oder die Nachteile überwiegen, das wird sich in den kommenden zehn Tagen zeigen.

Granada.

Innenhof der Unterkunft.

Granada.

Küche mit Tür zum Innenhof.

Granada.

Schlafecke: Das zweite Bett ist untendrunter, wir müssen uns nicht zwängeln 😉

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