Beuteltasche

Neulich war ich zu Besuch in Kassel. An diesem Wochenende fand dort ganz überraschend und völlig ungeplant der holländische Stoffmarkt statt, selbstredend konnte ich diesen nicht ignorieren, nachdem ich davon erfuhr und selbstverständlich fand ich Stoff. So weit, so vorhersehbar.

Hach. Dort kaufte ich einen Stoff, wunderschön grün mit Pfauen, ganz passend für eine repräsentative Einkaufstasche, eine, die so schön werden könnte, dass ich sie gerne nehmen würde. Ich meine, auch eine simple Einkaufstasche darf doch schön werden, oder?

Damit nichts schief geht, wenn ich mich an diesen grünen Stoff mache, ihn zerschneide und neu zusammensetze, habe ich erst einmal eine Probetasche genäht. Der blaue Stoff lag noch im Schrank, als Innenfutter habe ich einen alten, löcherigen Bettbezug so zurechtgeschnitten, schließlich war glücklicherweise noch genügend Stoff zwischen den Löchern.

Außen- und Innentasche nebeneinander.

Schnell waren die Nähte genäht (außen weiß, innen lila, weil der Faden gerade auf dem Spulchen war), blauer Stoff auf das Band appliziert und die Tasche fertig. Kam die Jüngste des Wegs, beguckte sich die Tasche von allen Seiten und monierte: „Och Mutter, hättste aber wenigstens den Unterfaden mal wechseln können.“

Die fertige Tasche.

Ach was, das ist nur eine Probetasche. Da ist das nicht so wichtig. Da die Tasche aber schon das Weite gesucht hat, resp. von der Lieblingshausziege okkupiert wurde, werde ich wohl noch so eine blaue Tasche nähen und die grüne Tasche (mit Pfau!) ebenfalls. Aber vorher brauche ich neues Band für die Träger.

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