Elf Fragen, von Frau Brüllen gestellt

Frau Brüllen stellte elf Fragen und warf das Stöckchen in die Runde, auf dass es von allen gefangen werden könne, die Lust haben. Ich fand die Fragen nett, also, warum nicht:

1. Wie hättest Du geheissen, wenn Du mit dem anderen Geschlecht zur Welt gekommen wärst?

Ich weiß es nicht. Ehrlich. Auch wenn ich noch zu der Generation gehöre, die ihre Eltern damit überrascht hat, ob sie als Mädchen oder Jungen das Licht der Welt erblicken.Da gab es keinen Ultraschall, mit dem das Geschlecht des Kindes vorher bestimmt werden konnte. Ich wollte die Eltern zwar anrufen und fragen, welchen Jungennamen sie sich überlegt hatten, aber auf der anderen Seite redete nur die Stimme meines Bruders, der einst den Anrufbeantworter besprochen hatte. Den kann ich aber nicht fragen.

2. Gibt es was, was Du Dir als Kind selber zurecht gelegt hast als Erklärung für irgendwas, was so überhaupt nicht mit der Realität übereinstimmt?

Ich habe als Kind manchmal Dinge erlebt – und wenn ich hinterher nachgefragt habe, wurde mir gesagt: Das war so gar nicht, das hast du dir nur ausgedacht, du mit deiner blühenden Fantasie. Ich habe lieber irgendwann das Fragen gelassen.

3. Wer hat dich seinerzeit zum Bloggen gebracht/motiviert/inspiriert? 
Der Blog von Frau Zappadong: Klick auf den Link. den ich immer noch – mehr oder minder regelmäßig mitlese, auch wenn ich nicht in der Schweiz wohne.
4. Wenn Du den Rest Deines Lebens nur noch ein Outfit tragen dürftest, was wäre das?
Blau. Vermutlich. Lieber Kleid, als Hose.
5. Gibt es einen Punkt in Deinem Leben, von dem Du sagen kannst: Hätte ich mich da anders entschieden, wäre ich 5 Minuten später gekommen, in die andere Richtung gegangen, mein Leben wäre total anders verlaufen? Wenn ja, welchen?
Nein, den gab es nicht, vielmehr: Den konnte ich ohnehin nicht beeinflussen, wie beispielsweise den Moment, als einer meiner Kommilitonen in mein Zimmer kam und erzählte, dass jetzt in Berlin die Mauer offen ist.
6. Wie wäre es denn verlaufen?
Ja, keine Ahnung. Was wäre gewesen, wenn es die Wende nicht gegeben hätte? Dann wäre ich sicherlich nicht diejenige, die ich heute bin. Soviel ist sicher. Ich hatte gerade den Horror davor, dass ich bald nach dem Studium arbeiten würde – in einer Firma, in der ich bis zum Ende meines Arbeitslebens stecken würde. Ich habe noch überlegt, wie ich da die Kurve kriegen und was anderes machen könnte – da kam glücklicherweise die Wende und vieles wurde möglich, an das vorher gar nicht zu denken war.
7. An welchen Bewegungen, Haltungen, Gesichtsausdrücken erkennt man Dich?
Das müsste ich jetzt die anderen um mich herum fragen. Ich muss mich ja schließlich nicht erkennen.
8. Was ist Dein Lieblingsverkehrsmittel?
Meine Füße. Leider reichen sie nicht für jede Entfernung aus. Oder die Zeit ist zu kurz, in der ich die Entfernung zurücklegen muss.
9. Was ist Dein skurrilster Essenstick?
Bei jedem Essen mit der Nase in der Zeitung stecken. Ok, skurril ist das nicht. Ich bin dann einfach wenig gesprächig und oft genug beschweren sich dann meine Mitbewohner über die fehlende Aufmerksamkeit. Aber da ich mal gelernt habe, dass ich beim Essen nicht sprechen soll, war das Lesen eine willkommene Ablenkung.
10. Morgens oder abends duschen?
Je nachdem, wann ich Zeit habe und der Meinung bin, dass es nötig ist.
11. Lässt Du Dich zu Mutproben anstiften? Was war die blödste?
Ähm. Nein. Lieber nicht. Für mich ist es schon eine Mutprobe, wenn ich einen Stoff zuschneide – immer mit der Möglichkeit, mich gründlich zu verschneiden. Da das schon passiert ist, weiß ich, wovon ich rede.
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Meine kürzlich genähte Bluse. Wie immer fehlt noch eine Kleinigkeit, aber wenn sie fertig ist, kann ich sie auch präsentieren. Später.

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