Liebster Blog Award

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Helmut hat mich auf seinem Blog Dunkelangst für den Liebster Award nominiert und mir einige Fragen gestellt, die ich hiermit beantworten will. Vielen Dank.

1. Wie oft bloggst du pro Woche durchschnittlich – und wieso gerade so oft?

2007 habe ich mit dem Bloggen bei Blogspot angefangen und noch relativ selten gebloggt. Manchmal kamen so nur ein oder zwei Beiträge im Monat zusammen. Zum einen wollte ich damals nicht so viel über mich selbst preisgeben, zum anderen war ich ohnehin mit vielen anderen Dingen beschäftigt. Also habe ich dann etwas gebloggt, wenn mir einfach danach war.

Inzwischen habe  ich hier meinen Blog, und schreibe meistens mehrmals in der Woche einen neuen Beitrag. Das kann sowohl ein Text (mit Bildern), als auch Bilder (mit Text) sein. Seit ich mich an diversen Projekten, beispielsweise: schwarz-weiß-Fotografie bei czoczo,  12 Bilder am 12. eines Monats bei Draußen nur Kännchen, die Rostparade bei Frau Tonari und mein eigenes Projekt, das ich von Kalle übernommen habe und gerne weiterführe, nicht nur deswegen, weil ich seit September wieder selbst eine Katze habe.

2. Was ist deiner Meinung nach der Lohn fürs Bloggen?

Ich lerne Menschen kennen, die ich ohne das Internet und den Blog nicht kennen gelernt hätte: Einfach deswegen, weil wir uns im Leben nicht über den Weg gelaufen wären. Ich finde es spannend, durch Blogs von anderen Menschen zu erfahren. Aus diesem Grund mag ich auch Blogs, in denen Menschen von ihrem Leben erzählen, viel lieber, als andere. Während in den sozialen Netzwerken nur kurze Statements gepostet werden, findet in Blogs viel eher ein Austausch statt: Hier inspirieren mich manche Texte von anderen Bloggern durchaus zu Kommentaren. Ebenso freue ich mich, wenn meine eigenen Beiträge kommentiert werden. Logisch.

3. Welche Blogs gibt es (noch) nicht, würdest du aber gerne starten oder lesen?

Wie gesagt: Ich lese solche Blogs gerne, in denen Menschen von sich und ihren Erlebnissen etwas erzählen. Ich mag Geschichten, ich lese gerne Bücher. Bei Blogs kommt es mir manchmal vor, als könne ich wie bei der Entstehung eines Buches, einer Geschichte also, direkt dabei sein. Das finde ich spannend. Außerdem liebe ich gut geschriebene Reiseberichte und schreibe selbst gerne über meine Abenteuer auf Reisen, selbst wenn diese Tour nur rund um den nächstgelegenen Karpfenweiher ging. Auf meinem anderen Blog www.schreibreisen.com würde ich gerne zum einen selbst mehr schreiben, und zum anderen auch Schreibtipps und Schreibanregungen für Reiseblogger und andere geben. Da fehlt mir im Moment zwar ein bisschen die Zeit dafür, aber das muss ja nicht immer so bleiben. Kommt noch. Versprochen.

4. Siehst du dich eher als Einzelkämpfer oder als Teil einer Bloggerwelt?

Ganz klar: Teil einer Bloggerwelt. Wenn ich weder einen Leser hätte, noch selbst andere Blogs lesen würde, warum sollte ich dann bloggen? Ich liebe den Austausch! Ich finde es ebenso toll, wenn ich andere Blogger in der wirklichen Welt treffen kann, von denen ich hier lese. Wer in meiner Nähe unterwegs ist, kann sich gerne einmal melden.

5. Gibt es deiner Meinung nach Regeln, die ein Blogger befolgen sollte? Wenn ja: welche?

Bloggen ist kein rechtsfreier Raum. Schon daher ist es sinnvoll, niemanden zu beleidigen oder zu verleumden. Auch für die Verbreitung von Gerüchten können Blogger juristisch zur Rechenschaft gezogen werden. Texte und Fotos sind von mir – nicht von anderen kopiert. Daher erwarte ich auch, dass ich meine eigenen Texte und Fotos nicht irgendwo anders wiederfinde. Wenn ich aus einem anderen Blog etwas erwähne, verlinke ich meine Quelle gerne. Die Bloggerwelt lebt davon. Mir macht es ebenfalls Spaß, wenn ich auf anderen Blogs auf diese Weise immer wieder über mir bisher noch nicht bekannte Blogs stolpern darf.

6. Gibt es Blogbeiträge, die du geschrieben, aber nicht veröffentlicht hast? Wenn ja: Was war der Grund für die innere Zensur?

Ja, die gibt es. Ein Beispiel: Ich habe einen Artikel über den Streik bei der Bahn vorbereitet, darüber, wie über Claus Weselsky in den Medien berichtet wurde, wie viel Lokführer eigentlich verdienen und so weiter. Dann waren die Streiks vorbei, ich war noch nicht fertig – und habe den Artikel erst einmal liegen gelassen. Aber ich denke mal, der nächste Streik kommt ganz bestimmt. Ein anderer Text dreht sich um die Versicherungen der Hebammen und woran es liegt, dass diese so hoch sind, dass sie kaum noch bezahlbar sind. Diesen werde ich ebenfalls noch fertig schreiben.

Die Briefe meines Großvaters habe ich wieder vom Blog genommen, weil hier meine Tanten intervenierten. Zwar hatte ich diese extra hier veröffentlicht, damit sie auch von Tanten, Cousinen und allen anderen aus der Familie gelesen werden können, das fand aber leider keinen Beifall. So werde ich die Briefe weiter übertragen, allerdings nur für meine Mutter, die mich ja zum einen darum gebeten hatte und die zum anderen nichts dagegen hatte, dass sie hier stehen.

7. Wenn du nicht mehr Bloggen könntest / dürftest: Was würde sich in deinem Leben ändern?

Hm. Ich bin ja in einem Land groß geworden, das nicht sonderlich für seine Meinungsfreiheit bekannt war. Daher schätze ich diese Möglichkeit, mich öffentlich zu dem zu äußern, was mich interessiert, sehr. Wenn mir das Bloggen verboten werden würde, würde ich überlegen, irgendwohin zu ziehen, wo es nicht verboten ist. Denke ich mal. Wenn ich nicht mehr bloggen könnte – nun, da müsste ich körperlich schon sehr eingeschränkt sein. Oder ich hätte gar nichts mehr zu sagen. Aber das kann ich mir jetzt nicht vorstellen.

8. Wo holst du dir die Inspirationen für deine Blogartikel?

Ich lese Zeitung, ich lese andere Blogs, ich erlebe Dinge um mich herum: Eigentlich ist das ganze Leben eine Inspiration. Wenn ich mit offenen Augen und Ohren unterwegs bin, habe ich so viele Anregungen, die ich gar nicht alle nutzen kann. Manchmal notiere ich mir Ideen auf einem Blatt Papier, doch meistens brauche ich das nicht. Ich hätte viel lieber mehr Zeit dafür, meine Ideen in meinem Blog umzusetzen.

9. Und woher holst du dir die Bilder, um deine Artikel zu illustrieren?

Ich fotografiere selbst und verwende in meinen Beiträgen nur noch eigene Bilder Ich hatte tatsächlich einmal ein freies Fotos von Pixelio in einem Post, alles ordentlich mit dem Urhebervermerk beschriftet, wie es verlangt wird. Dann schrieb mich jemand an, dass ich dieses eine Bild in meinem Blog hätte und die Fotografin den Nutzern fies mit Forderungen käme. Ich habe nicht so lange abgewartet, bis ich derartige Post bekam, ich habe das Bild gleich entfernt. Über die Suchfunktion ist ja die Suche nach solchen Bildern leicht. Seitdem verwende ich noch nicht einmal eines der als „kostenfrei“ deklarierten Bilder aus den großen Datenbanken, wie sie Pixelio oder Fotolia bieten. Sicherer ist das, außerdem habe ich wirklich genügend eigene Bilder – oder kann jederzeit ein passendes Foto machen.

10. Bist du für einen deiner Blogartikel schon angefeindet worden? Falls ja: Wie hast du reagiert?

Richtig angefeindet wurde ich bisher noch nicht. Es gab zwar schon Kommentare, bei denen ich erst einmal eine Nacht darüber geschlafen habe, bevor ich sie freigeschaltet und beantwortet habe, mehr war aber noch nicht.

11. Ist dein Blog barrierefrei? Falls ja: Könntest du mir / uns zeigen, wie wir das am Besten auch hinkriegen?

Da ich WordPress nutze, sollten die Beiträge somit barrierefrei sein. Die Bilder sind – bis auf wenige Ausnahmen, bei denen ich das im Lauf der Zeit noch nachholen werde – alle verschlagwortet und wie bei Zeitungsartikeln mit einer Unterschrift versehen, die das Bild erklärt. Ich hoffe, dass das reicht. 😉

Das Blogstöckchen möchte ich gerne weiterreichen:

an Sabienes, die über so viele Themen bloggt, wie sie im echtes Leben vorkommen.

an Rosenruthie, die so fantastische Fotos macht.

an die vier Nordlichter, die so nett über sich und ihr Leben in Dänemark erzählen.

Ich würde gerne die Fragen einfach an Euch weitergeben und mich freuen, wenn Ihr das Blogstöckchen aufgreift.

 

9 Gedanken zu „Liebster Blog Award

  1. Hallo Jaelle Katz!!

    Es freut mich sehr, dass du auf das kleine Stöckchen eingegangen bist! Natürlich bin ich wieder drei Tage zu spät… Hach!

    Auf meinem anderen Blog http://www.schreibreisen.com würde ich gerne zum einen selbst mehr schreiben, und zum anderen auch Schreibtipps und Schreibanregungen für Reiseblogger und andere geben.

    Bisher kannte ich deinen zweiten Blog noch gar nicht! Durch diesen kleinen Hinweis hast du jetzt einen Feed-Abonnenten mehr. Das Thema „Schreibtipps und Schreibanregungen für Reiseblogger“ finde ich sehr spannend, da dies in meinen Augen auch das Feld ist, in dem ich mich mit meinem Blog bewege.
    Freue mich auf weitere Artikel von Dir!
    Viele Grüße

    • Naja. Den anderen Blog habe ich bisher noch nicht so publik gemacht, weil ich manchmal kaum dazu komme…
      Wie eben jetzt auch: Die Idee für den nächsten Post ist längst da, ich hab die Skizze geschrieben – und prompt werde ich so mit Arbeit beworfen, dass erst einmal fast nichts mehr geht. 🙂 Arbeit heißt ja auch: Schreiben. Nur eben woanders. 🙂
      Aber es wird noch. Ganz bestimmt.
      Viele Grüße (Was sagst du eigentlich zur Abkopplung des Franken vom Euro? Kriegst du davon was mit – oder ist das viel Wind?)

      • Den anderen Blog habe ich bisher noch nicht so publik gemacht, weil ich manchmal kaum dazu komme

        Das geht mir zurzeit auch so… 😉

        (Was sagst du eigentlich zur Abkopplung des Franken vom Euro? Kriegst du davon was mit – oder ist das viel Wind?)

        Was ich dazu sage? Danke für 20% Gehaltserhöhung*. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Mein Arbeitgeber ist vim Export abhängig und somit sind nun wohl auch Arbeitsplätze gefährdet. Ich denke mehr kann man dazu einfach nicht sagen.

        Viele Grüße

        *beim Einkaufen in Deutschland spührbar. In der Schweiz merke ich derzeit keinen Unterschied.

  2. Pingback: dunkelangst.org by H. 赫穆 Roewer » Liebster Blog Award 2015

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