Meine nutzlosen Supertalente

So eine morgendliche Blogleserunde ist was Feines. Ich sitze mit meiner Kaffeetasse in der Hand vor dem Laptop und lese, was mir der Feedreader so beschert. Heute las ich bei Gminggmangg über die nutzlosen Supertalente, nach denen Christine gefragt hatte.

Von derart unnützen Fähigkeiten habe ich auch einige:

  • Ich bleibe selbst im größten Chaos in aller Ruhe sitzen und lese erst mein Buch zu Ende. Das konnte ich schon als Kind, wenn um mich herum alle Koffer für die Urlaubsreise gepackt, der Frühjahrsputz erledigt oder die Küche renoviert wurde.
  • Ich kann unverschämte Anrufer garstig abwimmeln. So wie heute. Der Mitbewohner war pünktlich aus dem Haus geflitzt, trotzdem kam eine Stunde später ein Anruf seiner Vorgesetzten, die ihn sprechen wollte. (Hat die ihm etwa unterstellt, dass er heimlich zu Hause bleiben würde, ohne sich in einem solchen Fall krank zu melden?). Ich habe die Dame darauf hingewiesen, dass er rechtzeitig losgefahren sei und dann wohl irgendwann ankommen müsse. Ob sie denn nichts von dem schweren Unfall auf der Strecke gehört hätte. (Von dem hatte ich durch Zufall etwas mitbekommen, aber bis dahin nicht geahnt, dass dieser für ordentlich Verspätung gesorgt hatte).
  • Ich kann jederzeit ausgiebig tagträumen. Leider wird dabei nichts erledigt. Irgendwer hat die Heinzelmännchen vergrault…
  • Ich kann das Um-die-Ecke-Kreuzworträtsel aus dem Zeit-Magazin lösen.
  • Ich krieg das Feuer im Ofen an. Meistens. Meistens sogar beim ersten Versuch.
  • Ich komme immer im unpassenden Moment ins Kinderzimmer. Dann, wenn ich garantiert störe.
  • Ich kann gut Aufmerksamkeit vortäuschen, mit „mmmhm“ und „ja, schön“, wenn das Kind etwas erzählt und ich eigentlich noch am Arbeiten bin. Jedenfalls für zwei Sekunden. (Anm. d. Kindes: Nein, kann sie nicht. Ich kriege das mit!)
  • Ich kann zwischen fünf völlig unterschiedlichen Tätigkeiten zusammenhanglos hin- und herswitchen, ohne dass dabei das Wasser auf dem Herd anbrennt.
  • Ich kann aus seltsamen Resten in Kühlschrank und Speisekammer ein schnelles, kindertaugliches Essen zaubern. Gegessen wird es, wenn es einen möglichst kreativen, aber vor allen Dingen eklig klingenden Namen hat. Gebratene Regenwürmer (Geschnetzeltes) und Froscheier (Sago in der Suppe) sind sehr beliebt. (Anm. d. Kindes: Auch unbeliebtes Futter lässt sich durch ausreichende Mengen an Ketchup oder Chinasoße beliebt machen.)
    ft 168

    Der Weg ins Paradies ist weit…

    Und, wie man sieht, alles ist nur eine Illusion. Das Kind sieht mich ganz anders.

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