Spieglein, Spieglein…

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Im Museum bespiegelt

Meine Oma hatte in ihrem Schlafzimmer einen Frisiertisch. Den fand ich ungeheuer spannend, nicht nur, weil dort alle möglichen Flakons und Zerstäuber standen, Nippes und Näpfchen sortiert waren, sondern vor allem, weil dort ein großer Spiegel angebracht war.

Dieser hatte ein großes Mittelstück und an den Seiten zwei Flügelspiegel – oder Spiegelflügel. Je nachdem, in welchem Winkel diese Spiegelflügel standen, konnte ich mich von allen Seiten sehen, also auch von den Seiten, die im Normalfall nicht bespiegelt werden können.

Dieser Spiegel, in dem ich mich vor einigen Jahren fotografierte, befindet sich im optischen Museum. Warum er dort stand, was er vorführen wollte, das habe ich längst vergessen. Falls überhaupt eine Erklärung daneben zu finden war.

In einer früheren Wohnung hatte der Vormieter das gesamte, allerdings recht kleine Bad rundum mit Spiegeln versehen. Da konnte ich mich noch nicht einmal unbesehen aufs Klo setzen. Fand ich keine so gute Idee, auch wenn kleine Räume mit Spiegeln größer wirken. Hätten in diesem Fall helle Fliesen die Wände geziert, statt der dort angebrachten schwarzen Fliesen, wäre das Bad viel kuscheliger gewesen. So wirkte es eher wie das Vorzimmer zum Kabinett des Grauens.

Sunny lädt zwar bereits sonntags zum Projekt „Punkt.Punkt.Punkt.“ ein, doch so schnell war ich nicht 🙂 Deswegen gibt es meinen Beitrag erst heute.

8 Gedanken zu „Spieglein, Spieglein…

  1. Hallo Jaelle,

    beim Gang zur Toilette müsste ich auch nicht unbedingt rundherum bespiegelt sein ;-), da bin ich ganz bei dir. Dein Foto aus dem Museum spiegelt dich 13 Mal, oder habe ich was übersehen? Egal, auf jeden Fall geniales Foto und perfekt fürs Thema.

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Jedenfalls waren ganz viele Spiegel so angeordnet, dass sie den Betrachter ganz oft gespiegelt haben. Oben, unten, vorne, rechts, links… ich vermute, dass die Kamera gar nicht alle Spiegelbilder erwischt hat.

  2. Also im Bad rundherum gespiegelt zu werden, wer – um Gottes Willen – mag das denn? Auch im Schlafzimmer, die in speziellen Räumlichkeiten gerne angebrachten Spiegel über dem Bett??? Nein, auch das muss nicht sein.
    Dein Foto ist Klasse geworden, so lieben wir es gespiegelt zu werden!
    Lieben Gruß
    moni

  3. Ach, meine Oma hatte auch so einen Frisier-Tisch. Den hätte ich zu gerne geerbt. Leider war kein Platz. Ansonsten finde ich gerade Spiegel in Restaurants oder Cafés nervig. Weil ich mir da gleich verdoppelt vorkomme und nicht mehr so fokussiert…

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