Tagebuchbloggen am 5. Mai

Was ich eigentlich den ganzen Tag so mache, das möchte Frau Brüllen gerne wissen. Abgekürzt heißt das Wmdedgt und ich berichte gerne von dem, was ich den ganzen Tag über so mache, auch wenn das oft so gut wie nichts ist. Also Langeweile pur. Kennt man ja, macht man gerne.

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Bahnhof von Markt Bibart.

Am Bahnhof haben wir das Auto abgestellt. Wir hätten zwar auch mit einem Zug fahren können, doch die Züge fahren hier so schnell durch, dass das Aussteigen etwas schwieriger ist.

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Wegweiser.

Auf allen Wegweisern warnt ein gezeichnetes Rad den unbedarften Wanderer, diesen nicht ohne fahrbaren Untersatz zu wählen. Wir haben es trotzdem gewagt. Wir hatten ja keins dabei. Außerdem wollen wir zum Aussichtsturm. Der Weg war laut Schild auch ohne Rad benutzbar.

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Rauch in der Ferne.

In der Ferne qualmen zwei Schlote vor sich hin und die Firma hieß passenderweise „Rauch“ und stellt in Markt Bibart Spanplatten für Möbel her. Es duftet nach Harz und Holz.

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Blättergrün.

Aus einer Knospe kommt nicht nur ein Blatt, sondern gleich eine ganze Handvoll.

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Aussichtsturm.

Jetzt sind wir oben und gucken uns die Umgebung an. Wie viele solcher Aussichtstürme wohl überall in Europa stehen und mit EU-Geld gefördert wurden? Der Weg rechts unten ist dann unser. Später. Wenn wir wieder unten sind.

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Aussichtsturm

Gleich sind wir wieder unten, dann geht es weiter. Vor uns – das ist von hier nicht zu sehen, weil wir dazu erst den Berg ein wenig hinuntergehen müssen – sind Weinberge. Noch sehen die Weinstöcke wie Insekten aus, denen die Fühler an den Drahtseilen festgebunden wurden.

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Kleiner Ort

Im nächsten Ort strolchen wir kurz über den Friedhof, der ist nur klein und sehr überschaubar. Dass auch der Ort nicht groß sein kann, verraten die Gedenktafeln für die Gefallenen: Sechs blieben im Westen, im nächsten Krieg blieben dann drei im Osten.

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Blätter entfalten sich.

Nein, es ist noch nicht wieder Herbst. Aber der Ahorn entfaltet sich so schön bunt.

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Grüne Wiese.

Langweilige grüne Wiese.

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Gasthof Ehegrund.

Ich dachte immer, die Liebe sei ein Ehegrund. Oder das Geld. Hier ist es der Gasthof. Das Essen war gut, leider mussten wir ziemlich lange darauf warten.

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Ein verlassener Garten.

Im Garten wird auch nicht mehr gefeiert, so wie er aussieht. Schade.

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Gemähte Wiese.

So. Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Auto. Dachte ich. Stimmte aber nicht ganz. Der Weg zog sich und wurde immer länger. Das war mein Tag heute, danach sind wir nur noch heimgefahren, jetzt gibt es noch eine Kleinigkeit zu essen und dann geht es übers Sofa fix ins Bett. Als Kind hätte ich ja gestreikt, völlig zu Recht. So eine langweilige Wanderung macht man nur, wenn man schon erwachsen ist.

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