Tassen und Teller mit Beinchen gewünscht

Jetzt stecke ich das Geschirr in die Spülmaschine – doch das war nicht immer der Fall. Als ich Kind war, hatten wir ein solches Gerät nicht. Das gebrauchte Geschirr kam entweder links neben die Spüle und wurde sofort abgespült. Wenn nicht, wurde alles in die große Schüssel geräumt, die unter dem Spülbecken stand. Gespült wurde per Hand, abgetrocknet auch. Das Geschirr stand zum Abtropfen in einem Drahtgestell, und wurde sorgfältig abgetrocknet. Alles einfach stehen lassen, bis es von alleine trocken wurde? Undenkbar.

Ich erinnere mich daran, wie meine Eltern ihre erste Kaffeemaschine kauften, in den siebziger Jahren. Mit Glaskanne. Diese Glaskanne wurde nach jedem Gebrauch sorgfältig ausgespült und poliert. Wehe, wir Kinder trockneten nicht sorgfältig ab und es waren noch die Fusseln vom Geschirrtuch auf dem Glas zu sehen! Auch die Spüle musste nach Gebrauch sorgfältig trocken gerieben und von jedem Wassertropfen, Krümel und anderen Kleckereien befreit werden.

Heute dagegen kann ich es gut ertragen, wenn das Geschirr zum Abtropfen auf der Spüle steht, weil die Spülmaschine schon voll ist – und ich die Töpfe manchmal mit der Hand abwasche. So trocknen die Reste nicht ein oder wappnen sich mit einem hübschen Pelz gegen die Kälte. Und das Kind? Das lässt alles ungerührt stehen. Ist die Spülmaschine leer und ausgeräumt, ist das noch lange kein Grund, die Tasse dort hineinzustellen. Ganz im Gegenteil. Ich muss schon froh sein, wenn das benutzte Geschirr wenigstens an der Spüle abgestellt wird – und nicht auf dem Schreibtisch, neben dem Bett oder auf der Fensterbank stehenbleibt.

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Doch, da war mal Ordnung am Spülbecken.

Achja. Hätten Tassen und Teller Beinchen, könnten sie ja von alleine in die Küche laufen – und sich in die Spülmaschine begeben. Könnte das nicht mal jemand erfinden?

5 Gedanken zu „Tassen und Teller mit Beinchen gewünscht

  1. Ja, ja … meine Mama hatte eine Spülmaschine, sobald es die Geräte auf dem Markt gab. Als Kinder haben wir da auch nie was eingeräumt. Als ich mit dem Vater meiner Tochter zusammen zog, meinte der noch „was, für 2 Personen?“, war dann aber nach kurzer Zeit überzeugt. Nur eine Unsitte hat er: unser Geschirr muss quasi sauber sein zum reinstellen, das macht mich leicht wahnsinnig. Er spült vor. Und die Töpfe eh immer per Hand. Seufz. Aber irgendwas ist ja immer 🙂
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Dabei könnte es doch so einfach sein 🙂 Aber so ist es: Wenn die Spülmaschine fast voll ist, flitze ich noch eine Runde durch die Wohnung. Danach kann ich die restlichen Tassen noch dazwischen puzzeln und die Maschine anstellen…

  2. Das ist hier zu Hause kein Problem (klar steht mal wo ein Glas, aber das wird auch nochmal benutzt). Aber in der Arbeit macht es mich auch wahnsinnig: Die Herren lassen ihre Sachen entweder auf den Schreibtischen stehen (das ist mir eigentlich egal) oder sie stellen es IN die Spüle, so dass man keinen Wasserfilter oder Wasserkocher mehr befüllen kann. Wenn die Maschine unten drunter steht: Wo, bitte, wäre das Problem, die Sachen direkt reinzustellen??

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