D wie Düster: Magic Letters

Düster: Wenn etwas düster ist, ist es schlecht beleuchtet, lassen sich die Einzelheiten nur schwer erkennen, so dass es bedrohlich wirkt. Wir wissen schließlich nicht, was kommt. Aber etwas Gutes scheint es nicht zu sein. Oder? Viele Dinge wirken bedrohlich, wenn ich ahne, dass ein Unheil naht, auch wenn es nicht für mich selber ist, wie bei dem dumpf dröhnenden Flug der Bundeswehrmaschine auf ihrem Weg in den Krieg.

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Flugzeug unter dunklen Wolken

 

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Drohender Himmel über der Würzburger Festung.

Schaurige Momente sind unwiderstehlich, sie prickeln und lassen mich angenehm gruseln. Doch den Genuss gibt es nur dann, wenn ich selbst sicher bin. Egal, wie das Wetter noch spielt, ich kann mich sicher in ein Haus setzen – und auch von der Festung über der Stadt droht heute kein Unheil mehr.

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Abtei Münchsteinach.

Ein Lichtstrahl nur bringt Helligkeit. Auch die Düsternis der Kirche hat ihren Schrecken längst verloren.

Keiner muss mehr fürchten, als Hexe oder Ketzer angeklagt, gemartert und verbrannt zu werden.

Der Himmel geht jetzt zur täglichen Inspiration.

21 Gedanken zu „D wie Düster: Magic Letters

  1. ich hatte mal ein total gruseliges erlebnis mit einem flugzeug. man hat nur lärm gehört aber nichts gesehen, weil wir so eine dicke und tiefe wolkendecke hatten. es war total bedrohlich. nur einen kurzen moment konnte man es durchschimmern sehen. leider hatte ich die kamera in der sekunde nicht in der hand.
    das zweite mag ich sehr!

    • Bei dem Flugzeug hatte ich einfach Glück.
      Ein alter Mann hat mir übrigens mal den größten Luftkampf der Alliierten über Deutschland geschildert, den er als Jugendlicher über Bad Hersfeld gehört hat. Zu sehen war fast nichts, da die Wolken tief hingen.

  2. Super Beispiele, Kirchenbilder hatte ich auch bringen wollen, ließ es aber doch.
    Nur eine von außen.
    Deine Himmel sehen beide Male fast drohend aus.
    Liebe Grüße Bärbel

    • Ich denke, vieles, was auf Menschen von früher noch bedrohlich gewirkt hat, ist es heute lange schon nicht mehr.
      Aber die Wirkung des Himmels bleibt, auch wenn die Gefahren deutlich geringer sind.
      liebe Grüße
      Sylvia

  3. Ein paar tolle Beispiele hast Du gefunden, wobei mir die Würzburger Festung am besten gefällt. Und ich sehe es genauso wie Du: Ich finde, solch düstere Bilder haben doch was. 😉

    Liebe Grüße & eine schöne Woche wünsche ich Dir,
    Kerstin

  4. Sehr schön! Richtige bedrohlich!

    Besonders klasse finde ich die diagonale Bildaufteilung und die Leuchtkraft des Himmels beim zweiten Schattenriss. Obwohl der Himmel dunkel grau ist, leuchtet er starkt genug, um den Schattenriss sauber abzubilden. Gut umgesetzt. Die Linienführung in der Kirche gefällt mir ebenfalls gut.Das Licht hinterm Torbogen, speziell das diagonale Abbild des Fensters heben die Strenge Struktur des Raumes ein bisschen auf.

    Liebe Grüße
    Jakob

    • Dank einer Belichtungsmessung, bei der ich der Kamera sage, welches Licht sie messen soll, funktionieren diese Bilder. Ich bearbeite so gut wie nie nach, müsste aber endlich mal die Fusseln vom Sensor entfernen…
      Und die Wolken muss ich ja so nehmen, wie sie kommen. Wenn ich die genauso herumschubsen könnte, wie manche Leute für meine Zeitungsbilder, das hätte was 🙂
      liebe Grüße
      Sylvia

  5. Wir haben auch mal in der Nähe eines Heeresflugplatzes gewohnt. Das Dröhnen der Motoren und wenn die Flugzeuge dann wirklich so tief geflogen sind, das hat schon ein ungutes Gefühl erzeugt. Wäre ich nie drauf gekommen, tolle Idee! Und tolle Bilder!
    VG Charlie

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