N wie Nacht: Magic Letters

Nacht. Seit in den Dörfern und Städten alle Straßen beleuchtet sind, haben es die finsteren Gestalten schwer, unerkannt zu jagen. Seit die Nacht den Tag verlängert, ist sie nicht mehr die Zeit, in der alles zur Ruhe kommt, sich schlafen legt.

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Tulpe in der Nacht

Im Tannenwald herrscht Dunkelheit, dort sind Geister im bleichen Mondenschein unterwegs. Ist die Nacht am tiefsten, drängt das Grauen im Morgengrauen nach oben. Nachtraben zerkrächzen den Schlaf. Nachts, wenn die Gedanken wie herrenlose Hunde auf der Suche nach Nahrung streunen, schreibt die Phantasie ihre Märchen.

Mit Feuer werden böse Geister seit Menschengedenken vertrieben: Doch die Schatten bleiben. Sie warten geduldig am Rand. Dort, wo das Licht nicht mehr hinfällt.

Das ist mein Beitrag zu Paleicas Projekt: Magic Letters. Klick auf den Link, er führt zu den anderen Bildern der Nacht.

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Glühendes Feuer in der Tonne

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Feuerspiele.

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Feuerspucker.

27 Gedanken zu „N wie Nacht: Magic Letters

  1. Feuerspiele sind immer besonders interessant.
    Mir gefallen aber beide Motive sehr.
    Tulpe und Feuerspiele..
    Und Feuer in der Tonne ist klasse.
    Das sind alles sehr gute Nacht Motive.
    liebe Grüsse
    Elke

  2. Liebe Jaelle,
    wunderbar nächtliche und feurige Impressionen zeigst Du uns, Danke!
    Die Tulpe sieht natürlich einfach nur königlich aus!
    Liebe Grüße
    moni

  3. Schön geschrieben! Die Nachtraben (Nennt sich das nicht Neologismus?) finde ich sehr schön. Gut finde ich auch den Vergleich der (Traum-)Gedanken mit streunenden Hunden. Am besten gefällt mir der Feuerspucker. Genau im rechten Moment getroffen. Das gerade noch angeleuchtete Gesicht dazu… super. Vielleicht hätte ich das Bild quadratisch ausgeschnitten, um noch etwas der Schwärze zu verlieren. So oder so: toller Beitrag!

    Liebe Grüße
    Jakob

    • Hihi. Mit den Nachtraben drohte meine Urgroßmutter mir und meiner Cousine, damit wir endlich ins Bett verschwanden. So neu ist das Wort also nicht, jedenfalls für mich 😉
      Da ich meine Bilder nicht weiter bearbeite, schneide ich auch nicht 😉
      Allerdings wusste ich, wann der Feuerspucker spuckt: Er gab Handzeichen. Obwohl ich das Foto ganz gut fand, wurde dann ein anderes für die Zeitung gewählt. Und die Kamera hat eine Einstellung, bei der sie kurz blitzt, aber dann nicht gleich den Verschluss schließt, sondern noch weiter belichtet. So werden solche Feuerbilder einigermaßen.
      viele Grüße
      Jaelle

      • Den Modus nutz ich auch gern. Blitzen, aber unabhängig davon die Verschlusszeit bestimmen. Aber im Zusammenhang mit Feuer hab ich das noch nicht genutzt. Das muss ich mal ausprobieren…

        Liebe Grüße
        Jakob

        • Sonst hätte das erste Feuer-Bild, das mit der Frau, die die Ketten schwingt, nicht funktioniert: Der Blitz leuchtet den Vordergrund ausreichend aus, und da die Kamera weiter belichtet, wird die Spur erst sichtbar.

          • (jetzt will mich das System nicht mehr unter Deinem Beitrag kommentieren lassen)
            Nein, das ist ganz ordinäres Blitzen auf den ersten Verschlussvorhang: Der Anfang ist scharf und akzentuiert, danach kommt die Bewegung – und die Unschärfe, auch bei der Hand, die die Ketten schwingt. Das macht aber nichts. Die Vorstellung hat lange genug gedauert, so dass ich genügend Bilder machen konnte 😉

    • Auja. Probier mal und zeig es dann: Ich hab oft mehrere Versuche gebraucht, bis die Kamera das gemacht hat, was ich wollte 😉 Wenn ich weiß, was theoretisch geht, heißt das oft noch nicht, dass das auch die Kamera weiß. Ich hab nur oft dann den Druck, dass wenigstens ein oder zwei Bilder so gut sein müssen, dass sie gedruckt werden können. Der Rest ist dann Spielerei 😉
      Und wenn Du irgendwann eine Frage hast, stell sie einfach.

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