Erinnerung an Constanta

Romania

Die St. Mina Kirche im Tabacarie Park von Constanta in Rumänien

Zehn Jahre ist es inzwischen schon her, dass ich in Rumänien war. Ich habe eine ruhige Stunde genutzt und ging alleine vom Hotel aus in Richtung Stadtmitte. Da mir die Hauptstraße nicht so schön schien, bog ich ab, in einen Park. Durch das Laub schimmerte Wasser. Der Park war groß und wirkte verwildert, mit Teichen zwischendrin. Am Rand stand Schilf, dazwischen lagen Unmengen an leeren Plastikflaschen. Frösche quakten. Viele Angler saßen rund um die Teiche, alle paar Meter saß wieder einer.

Zunächst war das Land schon schockierend: dreckig, verkommen, ruinös, vermüllt, grau, betoniert, ungepflegt – dann sah ich langsam Details und nahm die Schönheit wahr, die hier manchmal sehr verborgen ist: Eine Blume, die aus den Pflasterritzen wuchs, ein lächelndes Kind, junge Frauen, die sich hübsch machen, aber auch Bettler, dunkel vor Dreck und trotzdem mit Hoffnung in den Augen.

Hier im Park waren viele Menschen unterwegs, junge Pärchen, Menschen mit Kindern, es war eine Stimmung wie ein sonniger und fröhlicher Sommertag, ein perfekter Tag für ein Picknick im Gras.

Die Kirche, die ich von der Bank am See fotografierte, wurde übrigens erst 1995 gebaut. Es ist eine orthodoxe Kirche, St. Mina, ganz aus Holz, so wie die Holzkirchen im Norden von Rumänien, in Maramures.

Das Bild ist für das Black & White Fotoprojekt von Marius. Da er sich einen Bezug zur „Sieben“ gewünscht hat, empfehle ich: Spitzen zählen ;-). Wer noch mehr Bilder in Schwarz-Weiß gucken möchte, klickt einfach auf das Label unten. Das ist der Link.

BW2015L-550

3 Gedanken zu „Erinnerung an Constanta

  1. Tolle Aufnahme Interessante Platz …die sieben bin ich am suchen und sogar gefunden habe ( um den anderen das Suchen nicht zu ersparen …werde ich den „lösung“ nicht veratten ) 😉

    • Ja, ich hatte eine Weile im Archiv gesucht. Und wollte etwas, was die „7“ nicht auf den ersten Blick verrät.
      Fürs nächste Mal hätte ich gerne Holz 🙂 Da wüsste ich sofort, welche Aufnahme ich in s/w zeigen würde.

  2. Liebe Sylvia,
    es ist immer gut, die Perspektive zu wechseln, ganz genau hinzuschauen und dann vieles zu entdecken, was auf den ersten flüchtigen Blick verborgen bleibt.

    Ein feines, sehr stimmungsvolles Bild!

    Liebe Montagsgrüße
    moni

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