Freitagsfüller, der 329.

1.  Ein heikles Thema: Was sind heikle Themen? Das sind die Dinge, über die ich eigentlich nicht gerne sprechen möchte. Trotzdem gehe ich ihnen nicht aus dem Weg. Allerdings mache ich diese Art von Gesprächen und Themen nicht öffentlich, sondern ganz privat und unter vier Augen.

2.   Ich sitze an einem warmen Sommerabend gerne irgendwo an einem Weiher, höre die Frösche quaken, auch wenn ich dabei manchmal seltsame Dinge finde, wie beispielsweise neulich: LinkGenauso gerne setze ich mich allerdings abends auch auf den Balkon, der dann noch lange kuschelig warm ist, da ihn die Sonne ordentlich aufgeheizt hat. Kerstin empfiehlt dazu einen Hugo (Klick auf den Link führt zum Rezept). Den trinke ich genauso gerne wie die Lieblingshausziege und deswegen ziehen wir jedes Frühjahr aufs Neue los, sammeln Holunderblüten und basteln Holunderblütensirup.

Abendstimmung im Aischgrund

3.   Wo bekomme ich denn: Ja, was eigentlich? Wenn ich noch nicht weiß, was ich suche, weiß ich auch nicht, wo ich etwas finden kann. Je älter ich werde, um so mehr kommt es mir vor, als hätte ich alles irgendwie schon einmal gesehen. Früher habe ich gerne in kleinen Läden gestöbert – und oft nette Dinge gefunden. Heute scheint es mir, als gäbe es dort nur noch Sachen, die sich gut verkaufen lassen, das heißt: allen gefallen. Dabei würde ich mich gerne mal so richtig überraschen lassen.

4. Ratgeberbücher behaupten gerne, dass sie genau wissen, wie jemand glücklich werden kann oder die nächste Sportskanone. Ich denke, jeder wird aber auf seine Art und Weise glücklich. Er muss nur herausfinden, welche das ist.

5.  Auf das richtige Verhältnis kommt es bei vielen Dingen an. Ohne die richtige Mischung aus Kraftstoff und Luft bringt der Motor nicht die optimale Leistung, und ohne die richtige Mischung aus Anstrengung und Entspannung würden die Tage immer gleichförmig verlaufen. Was allerdings das richtige Verhältnis von Arbeit und Muße ist, muss dann doch jeder für sich herausfinden.

6. Ich kriege so gerne Post, so richtige, auf Papier und mit einem Stift beschrieben. Die kann ich später beantworten und hoffe darauf, dass sich der Empfänger dann darüber freut.

7. Was das Wochenende angeht: Heute Abend habe ich noch einen Termin, den Rest des Wochenendes habe ich noch nichts vor. Mal sehen, auf was ich Lust habe.

Das ist mein Beitrag zum: (Klick auf das Logo öffnet den Link zu den anderen Beiträgen bei Barbara:

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Freitagsfüller #323

1.   Die Sonne scheint schon den ganzen Tag. Ist das nicht herrlich? Aber nein, gleich hat wieder jeder was zu meckern: Zu heiß, zu viele Fliegen, zu wenig Wolken und überhaupt.

2.   Dabei kann doch jeder zum Abkühlen einfach ins nächste Schwimmbad fahren. Beispielsweise. Oder sich an einen Weiher legen und gucken, ob nicht doch von hinten irgendwo eine Schäfchenwolke angeflogen kommt. Ich jedenfalls bleibe heute im Haus, schon allein weil der Postbote ein interessantes Päckchen abgab.

3.   Der Duft von Robinien – die übrigens gerne und falsch als Akazien bezeichnet werden – und von Linden gehört für mich zum Sommer. Und der Duft von frisch gemähtem Gras, gewendetem Heu (höre ich da jemanden niesen?), der leichte Chlorgeruch, der über dem Schwimmbecken wabert und nach dem Baden hartnäckig im Badeanzug bleiben will, der würzige Geruch nach Harz im Nadelwald und nach Schweiß. Alles zusammen ist ein buntes Gemisch an Sommerdüften. Bestimmt habe ich noch einige vergessen, aber das macht nichts. Der Sommer ist noch lange, so hat jeder Sommerduft genügend Zeit, sich wieder in Erinnerung zu bringen.

4.    Nur im Schwimmbad gibt es das echte Sommergeräusch aus: sich gegenseitig anbrüllenden Kindern (sonst hört ja keiner); dem Platschen der Arschbomben beim Arschbombencontest; dem Quietschen der Mädels, wenn sie nassgespritzt werden; den Lautsprecherdurchsagen des Bademeisters: „Ich sag es jetzt zum letzten Mal: Wer mit langer Hose ins Wasser geht, der geht raus!“; den kleinen gemurmelten Ansagen des Kindes an der Imbissbude: „zwei Frösche, zwei lange Schlangen und vier Gummibärchen“ auf die geduldige Frage der Verkäuferin: „Und? Was kriegst du?, während sich die Schlange dahinter bereits dreimal um den blauen Mülleimer und den Werbeaufsteller windet.

5.   Nur im Sommer trinke ich den gerade frisch zubereiteten Holundersirup. Später ist er schon etwas länger gelagert, schmeckt aber trotzdem ausgezeichnet.

6.   Soll ich heute noch bügeln, oder sollte ich es besser lassen? Ich denke mal, ich lasse es lieber, freue mich über meinen neuen Stoff, den der Postbote gebracht hat, (siehe Tagebuchbloggen vom heutigen Tag) und gehe nachher noch einmal ein bisschen raus.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen schönen Sonnenuntergang, morgen habe ich nichts konkretes geplant und Sonntag möchte ich …ja, keine Ahnung. Werde ich dann am Sonntag sehen!

Noch mehr Freitagsfüller gibt es bei Barbara: Klickmich.

Freitagsfüller #322

1.   Meine Füße  tragen mich durch meinen Tag. Das machen sie relativ klaglos, obwohl ich – ganz wie meine Urgroßmutter und Großmutter auch – einen Hallux valgus habe. Mit anderen Worten: der große Zeh steht schief. Da mich das aber beim Laufen nicht stört, lasse ich daran auch nichts verbessern, jedenfalls nicht chirurgisch.

2.   Nein, ich bin nicht immer gerne gelaufen. Und schon gar nicht, wenn ich als Kind mit den Eltern sonntags spazieren gehen sollte. Meiner Mutter ging es ähnlich, sie erinnert sich an Sonntage mit weißen Kniestrümpfen und roten Schuhen, beides durfte auf gar-keinen-Fall irgendwie dreckig werden. Das hieß: keine Steinchen treten, vorsichtig gehen, nicht hüpfen, nicht rennen und auf gar keinen Fall hinfallen.

3.   Der linke Fuß ist mir genauso lieb, wie der rechte Fuß. Nein, ich habe keine Vorliebe für einen meiner Füße. Ich setze beim Gehen einen vor den anderen, wie ich das seit ziemlich vielen Jahren schon mache. Unter meinem Schreibtisch liegt seit einiger Zeit ein Igelball, mit dem massiere ich mir gelegentlich abwechselnd die Fußsohlen.

4.    Ich benutze ziemlich selten eine Fußcreme. Das mag daran liegen, dass ich morgens die Socken schnell anziehe, wie alles andere auch, damit ich in die Küche zu meinem Kaffee kann. Ab und zu mache ich inzwischen ein Fußbad, einfach weil sich danach die Nägel besser schneiden lassen.

5.   Die aktuellen Lieblingsschuhe sind rot und von Naot, abwechselnd dazu trage ich rote Schuhe von Think, die als Spange eine Sonne und einen Mond haben.

6.   Das älteste Paar Schuhe in meinem Schrank ist ein Paar schwarze italienische Stiefeletten zum Schnüren, bestimmt schon zwanzig Jahre alt und immer noch gut tragbar. Sogar die Lieblingshausziege hat sie sich schon ausgeborgt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein heimisches Sofa, immerhin war ich jetzt eine Woche lang bei meinen Eltern, morgen habe ich eine Kräuterwanderung mit Kräuterkochen geplant und Sonntag möchte ich, ja das weiß ich noch nicht genau. Ist ja schließlich noch ganze zwei Tage bis dahin!

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Noch mehr Freitags-Füller gibt es bei Barbara: Link.

Freitagsfüller #2

Schon wieder Freitag. Das ist für jemand wie mich, die von zu Hause aus arbeite und auch am Wochenende ab und an unterwegs bin, nicht so sehr bedeutsam. Im Gegensatz dazu freut sich die Lieblingshausziege über zwei freie Tage. Zumal wenn es, wie gerade jetzt, dank der Pfingstferien sogar zwei freie Wochen sind. Ich dagegen muss aufpassen, dass ich rechtzeitig daran denke, wenn wieder ein Feiertag ist und sämtliche Läden geschlossen haben. Sonst muss ich die Tastatur umdrehen, schütteln und die Krümel zusammenfegen, wenn es etwas zu essen geben soll.

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Ein Weiher.

Heute war ich wieder an einem der vielen Weiher: Da gab es Gelbrandkäfer, schwimmende Schnecken, Kaulquappen und ein Eisvogel flog fix vorbei.

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Schnecke im Wasser.

1.   Ich hätte: Das klingt, als müsse ich etwas bedauern. Aber im Moment gibt es das nicht. Gestern kam eine Landkarte mit der Post, darauf ist der europäische Teil von Russland. So kann ich nachgucken, von wo etwa mein Großvater seine Briefe schrieb. Die hätte ich eher bestellen sollen. Und was ich natürlich gerne hätte: Die Tagebücher der Division.

2.  Heute hatte ich das letzte Mal Socken an. Ich hab sie selbstverständlich immer noch an: Es sind ein Paar selbstgestrickte Socken – und vielleicht komme ich in der nächsten Woche dazu, mal wieder welche zu stricken. Wolle für Socken ist jedenfalls genügend da.

3.   Die Wahrheit ist: Gibt es überhaupt eine Wahrheit? Oder sieht die nicht für jeden ein klein wenig anders aus?

4.    Das habe ich tatsächlich noch nie gegessen: Erdnussbutter. Und das wird vermutlich auch so bleiben. Ich wüsste jedenfalls keinen Grund, warum.

5.    Der ESC 2015 interessiert mich ebenso, wie der von 2014 und all die anderen Jahre davor: Überhaupt nicht. Da ich keinen Fernseher habe, besteht noch nicht einmal aus Versehen die Gefahr, dass ich das gucke.

6.     Frau Müller muss weg: Diesen Film habe ich zuletzt im Kino gesehen. Ich gehe ganz gerne ins Kino – wenn etwas kommt, was mich interessiert.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Buch, das ich mir vorgestern gekauft habe. Gleich gehe ich ins Bett, dort wartet es auf mich. Vielleicht schreibe ich darüber noch. Morgen habe ich geplant, dass ich den Schreibtisch mal wieder aufräume und ansonsten? Mal sehen. Sonntag möchte ich mit meinem Liebsten grillen, wir holen morgen frische Makrelen, die kommen dann auf die heiße Glut. Es kommen ein paar liebe Menschen zu Besuch und zum Essen und überhaupt wird dieser Sonntag damit ganz nett. Nehme ich mal an.

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Das sind Impulse, die es bei Barbara gibt – und wo noch viel mehr Menschen beschreiben, was ihnen alles dazu einfällt.

Freitagsfüller

1.   Mit dem Zug war ich schon lange nicht mehr unterwegs. Dabei habe ich sogar gestern den Zug mit der Dampflok gesehen, die Sonn- und Feiertags von Ebermannstadt bis Behringersmühle eine Dreiviertelstunde lang durch das Wiesenttal schnauft. Vielleicht sollte ich mal wieder…

2.   Dann könnte ich einfach aus dem Fenster schauen, wie die Landschaft an mir vorbeizieht. Wenn ich unterwegs bin, sitze ich aber auch gerne auf dem Beifahrersitz und klappe meine Augen einfach ein Weilchen zu.

3.   So ganz ohne Reiseproviant ist eine Zugfahrt nur halb so schön. Wenn früh am Morgen die Eier im Wasser leise mit ihren Schalen gegeneinander klopfen, fange ich mit meiner hektischen Suche im Schrank an: Wo ist bloß dieser ganz winzigkleine Salzstreuer geblieben, den es damals gab, als wir in der Salzmine unterwegs waren? Belegte Brote, Gurke, Apfel – und ein Messer. Irgendwie muss ich doch alles in mundliche Stücke schneiden, damit es richtig ist. Und der Tee in der Thermoskanne schmeckt auch nur unterwegs. Dafür dann aber richtig.

4.    Wenn es um die Schönheit geht, sind bequeme Schuhe nicht die erste Wahl, logisch. Was heißt eigentlich: Bequem? Als ich Kind war, gab es einen Nachbarn, der hatte zwei unterschiedliche Schuhe an. Ein Schuh sah ganz normal aus, der andere war wie für einen Klumpfuß gebaut. War das bequem? Es sah nicht so aus.

5.   Auto, Zug, Bus oder Flugzeug, immer ist die Technik im Spiel, wenn Menschen heutzutage von einem Ort zum nächsten reisen wollen. Kaum noch jemand läuft zu Fuß. Ist ja schließlich viel zu mühsam – und außerdem käme Mensch pro Tag im Schnitt nur etwa zwanzig Kilometer weit. Da ist dann überall Provinz. Aber ist es das nicht ohnehin, egal, wie weit ich reise?

6.   Die  nächste Reise ist immer schon geplant. Oder vielmehr: In den meisten Fällen plane ich ja gar nicht, ich fahre einfach los. Das ist viel spannender. Auch wenn es schwer fällt, die nötige Contenance zu bewahren, wenn es langsam dunkel wird und noch immer keine Unterkunft in Sicht ist. Aber so ein bisschen Risiko gehört schließlich dazu, oder?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Buch, was ich vor dem Einschlafen noch lesen will, morgen habe ich noch gar nichts weiter geplant und Sonntag möchte ich naja, am liebsten nichts tun. Aber das geht nicht ganz, ich habe einen Termin und da wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als mich den Läufern vom Charity-Walk in den Weg zu werfen, damit das Foto einfach umwerfend wird!

Das war jetzt der:

 

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