12 Bilder vom 12. August

Der letzte Tag in Cordoba. Die Aussicht ist immer noch genauso bl├Âd, wie am ersten Tag. Jeden Morgen fangen die Bauarbeiter p├╝nktlich an, den Innenhof weiter zu verputzen, machen dabei Krach, logisch. Wecker ist unn├Âtig. Aber ich bin ja nicht hier, um den ganzen Tag zu verschlafen.

Cordoba.

Cordoba. Aussicht.

Erst mal fr├╝hst├╝cken. Das gibt es ganz bequem drau├čen, im Freien. Heute im Savoy. Das ist ein kleines Stra├čencafe, wie es hier so viele gibt. In denen sitzen keine Touristen, sondern Spanier. Kaum komme ich zum zweiten Mal an einem dieser Cafes vorbei, sehe ich, dass immer die gleichen Menschen miteinander sitzen, reden, fr├╝hst├╝cken.

Cordoba.

Cordoba.

Ein paar Meter weiter ist schon das n├Ąchste kleine Cafe, an der n├Ąchsten Stra├čenecke. Autos fahren vorbei, ab und an kommt jemand, der eine Kiste mit Orangen oder Feigen hat und diese verkaufen m├Âchte. Innen stehen Gl├Ąser mit einer Wasserkaraffe auf einem Tablett, wer mag, geht einfach rein, gie├čt sich Wasser ein und nimmt das mit nach drau├čen, zum Kaffee.

Cordoba.

Cordoba.

Es ist preiswert, hier zu fr├╝hst├╝cken, und obwohl die St├╝hle und Tische direkt am Stra├čenrand sind, kann ich sagen: Es hat mich nicht gest├Ârt. Es ist unglaublich ruhig, alle sind gelassen und reden miteinander. Kaum jemand guckt auf sein Handy.

Cordoba.

Cordoba.

Das war mal eine r├Âmische Stra├če, ein winziger Teil der Via Augusta, Verbindung von Rom nach Cadiz. Oben hinter dem Gel├Ąnder f├╝hrt jetzt eine vierspurige und relativ dicht befahrene neue Stra├če entlang. Die R├Âmer waren sicherlich davon ├╝berzeugt, dass ihr Reich ewig sei. Heute sind sie hier Geschichte. Was wird in 2000 Jahren von uns bleiben?

Cordoba.

Cordoba.

Ausverkauf in der Innenstadt. Schuhe: Plateausohlen und Abs├Ątze. Mit denen w├╝rde ich noch nicht einmal zehn Meter auf normalem Parkett unfallfrei ├╝berstehen. Angucken geht. Da passiert schlie├člich nichts.

Cordoba.

Cordoba.

Bei meiner Ankunft in Cordoba, am ersten Tag also, hatte ich mich noch gefragt, wie wohl die Blumen in den T├Âpfen gegossen werden. Heute, am letzten Tag, sehe ich des R├Ątsels L├Âsung: An einer langen Stange ist einfach ein Blechd├Âschen, vielleicht waren mal Ravioli drin oder Bohnen, damit bekommen die Bl├╝mchen ihre t├Ągliche Ration Wasser.

Cordoba.

Cordoba.

Von diesen Innenh├Âfen bin ich ja immer noch ganz begeistert. Kaum steht irgendwo eine T├╝r offen, stecke ich meine Nase hinein. Ich hab ja grade auch nichts besseres zu tun.

Cordoba.

Cordoba.

Hier ist die gleiche Mauer, nur von einer anderen Seite. Selbst als ich in einen Innenhof guckte, in dem gerade renoviert wurde, wiesen mich die Bauarbeiter nur l├Ąchelnd darauf hin, dass der Eintritt hier nicht erw├╝nscht sei. Der Ton macht die Musik…

Jetzt packe ich erstmal meinen Koffer, das wird ein Weilchen dauern. Wenn es dunkel ist, gehe ich noch einmal raus, dann gibt es die restlichen vier Bilder f├╝r heute.

Cordoba.

Cordoba: Sangria.

Vor der Sangria gab es noch: Schweineb├Ąckchen, frittierte Auberginen, Hackkl├Â├čchen und Taijine mit H├╝hnchen. Jetzt bin ich kugelrund.

Cordoba.

Cordoba.

Ein Blick auf die n├Ąchtlich erleuchtete Mezquita mit Kathedrale von der alten Br├╝cke aus, die von den R├Âmern erbaut wurde.

Cordoba.

Cordoba.

Tor der Mezquita.

Cordoba.

Cordoba. Turm der Mezquita.

Turm der Mezquita. Tsch├╝├č, Cordoba. Morgen geht es weiter. Ob wir uns noch einmal wiedersehen? Ich glaube nicht. Es gibt noch so viel anderes zu sehen…

 

 

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