12 Bilder vom 12. September

Es ist mal wieder der 12., und die freundliche Blognachbarin bei „Drau√üen nur K√§nnchen“ m√∂chte sehen, was ich den ganzen Tag √ľber mache. Nun, morgen beginnt die Schule wieder und die Lieblingshausziege darf wieder jeden Morgen mit dem Bus in die Stadt fahren und besucht ebendiese Bildungseinrichtung ein letztes Jahr. Es sei denn, sie dreht eine Ehrenrunde, aber das wollen wir ja nicht hoffen. Weil letzter Ferientag ist, nutzen wir das sch√∂ne Wetter und die Gelegenheit, fahren hinaus in die Fr√§nkische und laufen von Mostviel bis Hohenschw√§rz. Das geht an einem Montag sehr viel besser als am Wochenende, weil dann alle, die aus N√ľrnberg und anderen St√§dten der Metropolregion in die Fr√§nkische einfallen, wieder brav ihrer Arbeit nachgehen m√ľssen. Steppt am Wochenende hier der B√§r, ist es in der Woche sch√∂n ruhig, ganz so, wie es sich f√ľr diese sonst eher verschlafene Region geh√∂rt.

Das Walberla im Morgenlicht.

Wir halten kurz an, als wir am Walberla vorbeifahren, dem ehemals heiligen Berg der Kelten und Wahrzeichen der Franken.

img_4792

Noch liegt Tau auf dem Gras.

Auf dem Gras glitzert noch der Tau und l√§sst alles funkeln. W√§hrend es in der Sonne bereits sch√∂n warm ist, wirkt es im Schatten noch frisch und k√ľhl. Ob ich mir doch eine Jacke √ľberziehen sollte?

In der Ferne: Burg Egloffstein.

Hinten ist schon Burg Egloffstein zu sehen, wie sie hoch √ľber dem Tal thront.

M√ľhlbach auf Stelzen.

Der M√ľhlbach steht in den letzten Metern auf Stelzen und treibt ein Wasserrad von oben an. Mit diesem wird tats√§chlich noch Strom erzeugt. Ob sich damit die Taschentelefone der Wanderer aufladen lassen?

Stromerzeugung durch Wasserkraft.

img_4819

Burg Egloffstein √ľber Egloffstein.

Burg Egloffstein ist jetzt besser zu sehen. Wir bleiben trotzdem im Tal und laufen an ihr vorbei.

Alter Bewässerungsgraben.

Rechts neben dem Weg ist ein kleines Rinnsal, das fr√ľher der Bew√§sserung diente, wie ein Schild erkl√§rte. Viel Wasser war allerdings nicht darin.

Weg von Egloffstein nach Hohenschwärz.

Der Weg gibt sich richtig M√ľhe, uns zu gefallen. Wir sind denn auch ordentlich begeistert. Ein paar Schritte weiter steht ein √§lterer Herr mit S√§ge und k√ľrzt einige der √Ąste, die auf den Weg reichen. Deswegen ist also kaum Wasser im B√§chlein.

img_4854

Klares Wasser im Bächlein.

Ein paar Schritte weiter pl√§tschert es im B√§chlein. Glasklares Wasser rinnt √ľber die Steine und Pflanzen, wir probieren, es ist ganz sch√∂n kalt. Noch ein St√ľck weiter kommt der Abzweig, der einen Teil der Trubach in den Bew√§sserungsgraben leitet. Hier stehen vier Kisten mit Getr√§nken im Wasser und werden von diesem gek√ľhlt. Das ist ein Angebot der Lamastation, so steht es auf einem Schild, das gleichzeitig dar√ľber informiert, wie viel Geld in das Blechk√§stchen, das hier die Kasse des Vertrauens darstellt, f√ľr eine Flasche zu legen sei.

Von nun an geht es bergauf. Immer im Wald. Das Klopfen eines Spechts, der Schlag eines Taubenfl√ľgels – es gibt nicht viele Ger√§usche, welche die Stille st√∂ren. Die Sonnenstrahlen haben noch etwas M√ľhe, wenn sie bis auf den Waldboden reichen wollen. Die meisten von ihnen werden vom dichten Laub abgefangen, so bleibt es hier unten schattig, k√ľhl und feucht.

Pflaumenbäume.

Oben auf der H√∂he brennt die Sonne gnadenlos, so dass wir schnell verschwitzt weiterlaufen. Die Pflaumenb√§ume sind in ihrer Krone zwar ein wenig struppig, doch unten h√§ngt alles voll mit leckeren Fr√ľchten. Leider brauchen sie noch ein paar Tage, bis sie richtig reif und s√ľ√ü sind.

Hohenschwärz. Angekommen.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Brauerei. Dort haben wir uns zwei Hohenschwärzer Bier redlich verdient.

Prost!

Anschlie√üend gehen wir auf dem gleichen Weg wieder zur√ľck zum Auto und fahren nach Hause. Die Lieblingshausziege kommt Nachmittags, sie hat sich einen Kuchen mit Birnen gew√ľnscht. Den gibt es auch, jetzt schneidet sie ein Schnittmuster zurecht, weil sie sich noch eine Bluse n√§hen m√∂chte, bevor der Sommer ganz vorbei ist.

Und ich muss schreiben. Da gibt es nichts zu sehen.

 

2 Gedanken zu „12 Bilder vom 12. September

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.