Einfach abgebrannt #Rostparade

Guck mal da: Ein abgebrannter MĂ€hdrescher! Den kannst du doch fĂŒr die Rostparade fotografieren, sprach der Mitbewohner, der am Steuer des Autos saß, wendete, fuhr ein StĂŒck des Wegs zurĂŒck und bog auf den Feldweg ein. Der nicht sehr große Acker war abgeerntet, die Stoppeln allerdings nicht gelb, sondern schwarz. Mittendrin stand der MĂ€hdrescher, seine grĂŒne Farbe war fast völlig verschwunden, dafĂŒr hatte er sich rostig gefĂ€rbt:

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abgebrannter MĂ€hdrescher

Niemand war zu sehen. Das Maisfeld nebenan war unversehrt, ebenso der MĂ€hbalken, der dort am Rande stand. Wir gingen ĂŒber die schwarzen Stoppeln, leichte Aschewölkchen stoben bei jedem Schritt hoch, legten sich jedoch schnell wieder auf den Boden.

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abgebrannter MĂ€hdrescher

Die Fahrerkabine war ebenfalls schwarz und verbrannt. Ein leichter Duft nach geröstetem Gummi lag in der Luft.

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abgebrannter MĂ€hdrescher.

Unter der Fahrerkabine lagen sogar noch ungeröstete Weizenkörner, die meisten von ihnen jedoch waren kohleschwarz.

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abgebrannter MĂ€hdrescher

Die Reifen: Verbrannt. Das Stahlgeflecht, mit dem der Reifen gestĂŒtzt wird, lag blank und rostig.

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abgebrannter MĂ€hdrescher

Der Bunker, in dem normalerweise die Körner gesammelt werden, war gleichmĂ€ĂŸig gerostet, so, als hĂ€tte sich jemand ganz besonders viel MĂŒhe gegeben.

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abgebrannter MĂ€hdrescher

Das Rohr, durch das die Getreidekörner aus dem Bunker in den AnhĂ€nger des Traktors befördert werden, hatte auf der Rost- noch eine dicke Schicht aus Ruß.

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abgebrannter MĂ€hdrescher

Hinten lag der Feuerlöscher. Hat da noch jemand einen Löschversuch gestartet, oder sich lieber gleich vom Acker gemacht?

Ich hÀnge die Bilder an Frau Tonaris Rostparade an, ganz so, wie es der Mitbewohner empfahl. Wer noch mehr rostige Bilder sehen möchte, klickt einfach auf den Link.

Nun, und in Ordnung ist hier auch nichts mehr. Deswegen verlinke ich das Bild bei der Weekly Photo Challenge: Order.

Unterwegs im Ferienmodus

Die Lieblingshausziege ist unterwegs, immerhin sind ja noch gut drei Wochen Ferien. Da ich immer noch meine Texte schreibe, zwischendrin allerdings mehr unterwegs bin, als sonst, will sich der entspannte Ferienmodus nicht so richtig einstellen. Viel zu viel bleibt liegen und ungetan, leider wartet der Staub ebenso geduldig wie die ungebĂŒgelte WĂ€sche, bis ich endlich Zeit dafĂŒr habe. Leider sorgen diese leise im Hintergrund lauernden und noch zu erledigenden Sachen, dass es mir deutlich schwerer fĂ€llt, mich auf die schönen Dinge einzulassen. Ich fotografiere, mache mir Notizen – und schreibe doch nichts darĂŒber. Keine Zeit eben.

FĂŒr zwei Tage war ich mit dem Mitbewohner in Bad Tölz, das war ebenfalls eher ein Arbeitsurlaub, zu dem wir dafĂŒr mit leckerem Essen verwöhnt wurden. Etwa zweieinhalb Kilometer auf dem Uferweg um den Walchensee haben wir trotz allem geschafft, die Bilder sind genau richtig bei der WĂ€rme:

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Walchensee

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Walchensee.

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Walchensee

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Walchensee.

 

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Walchensee

Auf der einen Seite des Weges war das Seeufer, das gelegentlich von Badenden und anderen Wasserratten bevölkert war. Auf der anderen Seite des Weges ging es steil bergauf. Hier standen eine ganze Menge Gedenktafeln fĂŒr Menschen, die irgendwann einmal im See ertranken, ganz Ă€hnlich wie die Wegkreuze, die an Straßen an die Unfallopfer erinnern.

Verbunden mit: Daily prompt. 

Alles fĂŒr die Katz #40

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Holzkatze.

Ihr könnt im Reiserschen Tal wandern, dort ist es schön, hatte der Vater gesagt. Wenn ihr noch ein bisschen weiter geht, kommt ihr sogar bis zur Unstrut-Quelle. Wir wanderten los, unterquerten zwei Viadukte, rechts von uns plÀtscherte und murmelte die Unstrut, links von uns ein wenig Wald.

In dem Wald standen hölzerne Figuren einfach so herum: Hexe, Pilze, Waldschrat – und eben diese Katze. Grob geschnitzt mit KettensĂ€ge und Beil, geschmĂŒckt mit einem Schildchen, auf dem der Name ihres Schöpfers stand. Zwei Dörfer weiter sahen wir an einem Haus noch viele weitere Figuren, möglicherweise wohnte er dort.

Das mit der Unstrut-Quelle, das hatte der Vater dann doch etwas untertrieben. Bis dahin wĂ€ren es noch etwa zwanzig Kilometer gewesen. Da es in diesen Dörfern keine GasthĂ€user mehr gibt, kehrten wir an einem Sportlertreff ein, der ein paar regionale Kleinigkeiten bot, die sich leider zum Teil fĂŒr uns als ungenießbar herausstellten. Wir ließen das merkwĂŒrdig schmeckende Fleisch auf dem Teller, der Wirt war besorgt, selbst seine Frau kam extra aus der KĂŒche, erklĂ€rte uns, wie und worin sie alles eingelegt hatte, allein, es schmeckte seltsam. Vielleicht muss man ja sein Leben auch dort verbringen, so dass man an diesen Geschmack gewohnt ist und ihn nicht mehr missen möchte.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles fĂŒr die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans ĂŒber schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles fĂŒr die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen ĂŒber den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.

12 Bilder vom 12. August

Boah. Da hÀtte ich ja fast nicht geglaubt, dass es in Franken regnen könne, schon muss mich das Wetter eines besseren belehren. Regen. Den ganzen Tag lang. Dabei wÀre ich so gerne unterwegs gewesen, zumal ich mit meiner Arbeit heute schnell fertig war.

Als wir ĂŒbrigens am vergangenen Samstag in der Kirche saßen, war – dank Pfarrers GemĂŒtlichkeit – viel Zeit, die Blicke schweifen zu lassen. Da entdeckte doch der Mitbewohner ein winzigkleines Loch in seiner Anzughose und kriegte prompt die Motten. Nach Hause zurĂŒckgekehrt, rĂ€umte er alle Klamotten aus, saugte, putzte, was man alles eben so macht, wenn man die Motten hat. Gleichzeitig haben wir ein wenig sortiert, einiges durfte uns auch verlassen. Das Handtuch jedoch nicht:

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Altes Handtuch. Bleibt. Wehe, wenn nicht.

Das habe ich vor fast dreißig Jahren mal von meiner Oma bekommen, damals, als jeder froh war, wenn er mal ein Handtuch erwischt hat, ich meine, wir hatten ja damals nichts. Also: Das Handtuch bleibt.

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Saibling. Fangfrisch aus dem Fischgroßhandel.

Zum Mittag gab’s Saibling. Mit KrĂ€utern im Bauch. Schließlich ist Freitag, da gibt es Fisch.

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Hausfrauenspielzeug.

Draußen regnet es immer noch. Die gewaschene WĂ€sche ist trotzdem trocken und wird jetzt gebĂŒgelt. Zu diesem irren Hausfrauenspielzeug hat mich die Lieblingshausziege vor einiger Zeit ĂŒberredet, leider ist sie gerade nicht da, sonst wĂ€re das BĂŒgeln ihre Aufgabe.

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Schneiderkram.

Nach dem BĂŒgeln regnet es weiter. Da fĂ€llt mir ein, dass ich mir neulich schon einen Schnitt vorbereitet und sogar den Stoff schon gewaschen hatte. Also raus damit.

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Kaffeepause.

Gut, in diesem Monat zeige ich auch meine Kaffee- und Teepause, damit es sich nicht wieder so anhört, als sei das nur langweilig.

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Stoff, jetzt zugeschnitten.

Der Stoff ist jetzt zugeschnitten. WĂ€hrenddessen stellte ich mit Schrecken fest: Es ist etwas zu wenig… GlĂŒcklicherweise hat die Lieblingshausziege noch einen schwarzen Jersey, der passt ganz gut.

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KrÀutertee.

Auf den Schreck erst einmal einen Tee…

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Maiskolben auf Teller.

Ja, so rein kontrastmĂ€ĂŸig machen die abgeknabberten Maiskolben auf gelbem Teller natĂŒrlich nichts her. Aber sie waren lecker.

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Lieblingsrose Nostalgie.

FĂŒr einen Moment hat es tatsĂ€chlich aufgehört zu regnen. Ich gucke mal kurz, was das GrĂŒnzeug draußen macht.

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Kletterrose.

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Das war mal eine Sonnenblume.

Wenn schon die Sonnenblume nicht mehr mitmacht, kann es ja mit dem Sommer nix werden. Aber morgen soll es wieder heiß werden, sagt der Mitbewohner. Das hat er aus dem Internet. Ich gucke lieber morgen frĂŒh aus dem Fenster, ob er auch Recht hat.

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Schwarze Tomaten.

Die Tomaten haben sich nicht schwarz geĂ€rgert, die sind tatsĂ€chlich so. Die Samen dafĂŒr bekam ich von Herr Ackerbau geschenkt.

Das sind jetzt meine 12 Bilder vom 12. August, alle anderen gibt es bei Draußen nur KĂ€nnchen. Hier passiert jetzt nicht mehr viel: Ich nĂ€he noch ein wenig weiter, gucke vielleicht noch ein wenig fern – und gehe ins Bett. Ich hab nĂ€mlich noch nette BĂŒcher zu lesen.

Tagebuchbloggen am 5. August

Gestern habe ich mich mit meiner Arbeit beeilt, damit wir rechtzeitig zu meinen Eltern und dann weiter zur mittleren Tochter fahren konnten: Dort war Polterabend angesagt. Wir hatten uns nicht angemeldet, so war schlussendlich die Überraschung grĂ¶ĂŸer. Heute morgen haben wir dann gemĂŒtlich bei Elterns gefrĂŒhstĂŒckt, dann schien das Wetter ganz passabel, so dass wir kurz nach dem Mittag in den nahe gelegenen Nationalpark Hainich fuhren.

Wir gingen eher langsam, sahen uns um und ein Fröschlein auf dem Schild, deswegen wÀhlten wir genau diesen Rundweg. IMG_4147

Er fĂŒhrte uns am HĂŒnenweiher entlang, dort quakten uns wirklich Frösche an, Libellen surrten, kamen aber nicht so nahe, dass sie sich fotografieren ließen. Das Froschquaken war pĂŒnktlich um eins, so dass ich es noch mit Frau Tonaris Freitagsklingeln verlinke. Wer mag, findet hinter dem Link eine ganze Menge an Klingeln.

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Der Teich wurde einst von Menschen angelegt, vor langer Zeit, ebenso wie die Wallburgen, deren Überreste sich im Hainich finden lassen. Einst fĂŒhrte hier die Salzstraße hindurch, vermutlich von Bad Salzungen bis Erfurt. Salz war damals eine so begehrte Ware, dass sich wohl ÜberfĂ€lle lohnten, vor denen sich die Menschen im Hainich schĂŒtzen wollten. Heute kann ich dagegen einfach in den Supermarkt gehen, dort gibt es das Pfund Salz fĂŒr noch nicht einmal fĂŒnfzig Cent und die Ärzte warnen, man solle nicht so viel davon futtern. IMG_4174

Gestern hatte es ausgiebig geregnet, heute war im Wald alles feucht und rutschig. So blieb Zeit genug, um auf die kleinen Dinge ringsherum zu achten. IMG_4176

So wie auf diese kleinen BlĂŒten, die in Gelb-Violett am Wegrand blĂŒhten.

IMG_4143Nach zwei Stunden war die Runde beendet, der Parkplatz erreicht und wir fuhren wieder zurĂŒck nach MĂŒhlhausen. Es gab Kaffee und Kuchen, inzwischen ist die Lieblingshausziege mit ihrem Freund eingetroffen, wir werden noch ein wenig das StĂ€dtchen unsicher machen und frĂŒh schlafen gehen.

Morgen, wenn die mittlere Tochter ihre kirchliche Hochzeit feiert, wird der Tag wohl bis lang in die Nacht reichen.

Da bei Frau BrĂŒllen an jedem 5. des Monats Tagebuchbloggen ist, verlinke ich diesen Post ebenfalls dorthin.

Stomp! In NĂŒrnberg…

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Staatstheater NĂŒrnberg.

Das Ticket fĂŒr die AuffĂŒhrung war auch fĂŒr den Zug gĂŒltig und so waren wir mutig genug und fuhren trotz der Bauarbeiten auf der Bahnstrecke mit der Bahn. GlĂŒcklicherweise hatten wir genug Reserve eingeplant, die Zeit war nötig, da der Zug immer wieder halten musste, weil er einen anderen vorbeilassen musste.

In Erlangen stieg ein Mann in den Zug, setzte sich zwei Abteile weiter und informierte alle, die es wissen oder nicht wissen wollten, dass er gerade seine Schwester im Krankenhaus besucht hatte, wo diese gerade operiert worden war – inklusive aller möglichen medizinischen Details. Ob der Schwester das so recht war?

Zwei MĂ€dels im Abteil gegenĂŒber nutzten die Zugfahrt und frischten ihre Kriegsbemalung auf. Doch so viel, wie sie so im Lauf der Zugfahrt aus den Tiefen ihrer SchĂŒlertaschen kramten, finde ich noch nicht einmal, wenn ich das ganze Bad ausrĂ€ume.

Der Zug fĂ€hrt – trotz aller VerspĂ€tungen – gut eine Viertelstunde vor Beginn der Vorstellung im NĂŒrnberger Hauptbahnhof ein. Ab FĂŒrth hĂ€tten wir auch in die U-Bahn umsteigen können, doch ab hier fuhr der Zug wieder in normaler Geschwindigkeit und ohne zusĂ€tzlichen Halt. Draußen regnete es, wir flitzten die kurze Strecke vom Bahnhof bis zum Schauspielhaus und suchten gleich unsere PlĂ€tze.

Es waren – im Vergleich zu klassischen Vorstellungen – viele Jugendliche und Kinder da, also war es auch etwas lebhafter. Der Blick auf die BĂŒhne war frei, kein Vorhang hinderte die Sicht auf die Gitterwand mit all den Töpfen, Blechen, Deckeln, Schildern, Tonnen und was sonst noch so daran befestigt war. Irgendwie fĂŒhlt sich das seltsam an: Die GhettoatmosphĂ€re des BĂŒhnenbildes im barock verzierten Theatersaal, dazu rasante Rhythmen – warum soll ich da eigentlich still auf meinem Polstersitz hocken? Ich wĂŒrde doch viel lieber mitmachen.

Der erste Krachmacher kam mit dem Besen auf die BĂŒhne und fegte den Beat – die nĂ€chsten folgten und ab dann stĂŒrmte ein ganzes Klangwerk an Rhythmen in den Saal, in die Ohren, in die Finger und HĂ€nde. Es war echt unglaublich. Immerhin muss ja jeder der KĂŒnstler seinen eigenen Rhythmus halten, der dann im Zusammenklang mit den anderen die Melodie ergibt. Wie exakt sie das draufhaben, zeigten sie mit ihren Feuerzeugen, die wirklich völlig synchron aufflammten. Wow. Und wie schnell sich selbst etwas schwierigere Rhythmen lernen lassen, bewies das Publikum, das bereitwilligst alles nachklatschte, was vorne vorgeklatscht wurde. Zum Schluss gab es dann noch ordentlich was auf die Ohren, die Blechdeckel schepperten, was das Metall hergab.

Die Jugendlichen um mich herum freute es, ein etwas kleinerer Junge kicherte die ganze Zeit ĂŒber den Schabernack, der auf der BĂŒhne getrieben wurde. Und ich kichere immer noch, wenn ich nur daran denke, wie viele von diesen jetzt mit Muttis Töpfen in der KĂŒche oder im Keller ĂŒben…

Die RĂŒckfahrt ging dann zĂŒgiger im Zug, es waren wohl weniger Bahnen auf der Strecke unterwegs.

Was gibt es hier zu schnĂŒffeln?

Neulich im Wildpark.

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Wildschwein im Wildpark

Nein, im Wildpark laufen die Wildschweine nicht frei herum. Ein festes Gatter hĂ€lt sie von den Besuchern fern, von denen sie sich im ĂŒbrigen ĂŒberhaupt nicht stören lassen. Sie schnuffeln und schnobern, sie fressen erst das Weiche im Brot und lassen die Krusten fĂŒr spĂ€ter liegen. Vielleicht sollen die ja auch erst im Matsch weichen, wer weiß das schon.

Ich komme zwar den Wildschweinen so nah, wie – glĂŒcklicherweise – in der freien Wildbahn hoffentlich nicht und kann zugucken, wie sie sich suhlen, doch lange bleibe ich nicht bei ihnen. Hier stinkt es nĂ€mlich. Es stinkt faul und sĂ€uerlich und gĂ€rend, so wie lange vergessenes Essen, vermischt mit Urin und Kot. Und so borstelig, wie das Fell aussieht, habe ich auch keine Lust, da mal eben drĂŒberzustreicheln.

Aber das macht nichts. Sie flitzen in ihrem Gehege herum, graben alles von oben nach unten durch, spielen und ignorieren die Besucher völlig.

Das Schnuffelportrait verlinke ich mit :Fraukes Schwarz-Weiß-Blick und bei Czoczo. Wer in noch mehr schwarz-weißen Fotografien stöbern möchte, folgt einfach einem der Links. (edit: Link ergĂ€nzt)

 

Alles fĂŒr die Katz #39

Granada5 alpujarras 333

Zwei kleine Katzen im Schatten

Vor einem Jahr waren wir unterwegs und haben einen ganzen Monat in Spanien verbracht. Als ich neulich die ganzen Fotos noch einmal gesichtet habe, fiel mir auf, dass wir nur relativ wenige Katzen gesehen haben. Gut, es waren in der Regel ĂŒber 40 Grad im Schatten. Aber zwei kleine Miezchen, die saßen hier im Schatten der weißen HĂ€user in den Alpujarras, waren allerdings auch nicht nĂ€her heranzulocken, beispielsweise um ein schöneres Foto von ihnen zu machen.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles fĂŒr die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans ĂŒber schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles fĂŒr die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen ĂŒber den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.