Alles fĂŒr die Katz #56

Der venezianische Löwe in Famagusta

LĂ€diert sieht er aus, wie er in einer Ecke hockt, so ganz von Wind und Wetter zerzaust und bar seiner FlĂŒgel. Nur wenig erinnert noch an den stolzen venezianischen Löwen, der er einst im zypriotischen Famagusta war. Waren die Zeiten friedlich, hielt er ein Buch in den Tatzen, in dem die Worte Pax tibi marce evangelista meus (Friede sei mit dir, Markus, mein Evangelist) zu lesen waren. Heute gehört Nordzypern zur TĂŒrkei, da ist ohnehin vieles anders.

In weniger friedlichen Zeiten wurde das Buch durch ein Schwert ersetzt.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles fĂŒr die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.

Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans ĂŒber schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles fĂŒr die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen ĂŒber den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.

Da ich allerdings in den kommenden zehn Tagen unterwegs bin, weiß ich noch nicht, ob ich Internet habe und bei euch kommentieren kann.

Kanonenkugeln zu Pyramiden #Rostparade

Famagusta war 1571 die letzte venezianische Festung auf Zypern, die sich ganze elf Monate lang der osmanischen Invasion widersetzte. Am 1. August sicherte Lala Mustafa (nach ihm ist bis heute die Moschee in Famagusta benannt), den Verteidigern erst freies Geleit zu, nahm aber doch den venezianischen Statthalter Bragadin mitsamt Gefolgschaft fest. Marcantonio Bragadin wurde erst gefoltert, anschließend lebendig gehĂ€utet und getötet. Die Haut wurde mit Heu gefĂŒllt, mit einer Uniform bekleidet, auf einen Ochsen gesetzt und durch Famagusta getrieben. Mustafa Pascha schmĂŒckte seine Galeere mit dem Kopf Bragadins und den Köpfen der anderen venezianischen Befehlshaber und brachte diese nach Konstantinopel.

1580 zahlten die Venezianer ein hohes Lösegeld dafĂŒr, dass die Haut von Bragadin nach Venedig ĂŒberfĂŒhrt werden und in der Kirche Santi Giovanni e Paolo bestattet werden konnte.

Die Kanonen und Kugeln in Famagusta sind aus ebendieser Zeit. Damals verfĂŒgte das osmanische Reich ĂŒber die beste Kanonentechnik, schwĂ€rmt der ReisefĂŒhrer. Waren doch die Mauern von Famagusta drei Meter dick und wurden letztendlich bezwungen.

Eine Ruine in Famagusta

Rostige Kanonen und Kugeln in Famagusta.

Rostige Kanonenkugeln. Ganz schön schwere Dinger.

Rostig. Doch nicht minder gefÀhrlich.

Tja. An diese Technik möchten moderne TĂŒrken gerne anknĂŒpfen, damit sie wieder Kanonen und Panzer bauen können um damit gegen Menschen in ihrem eigenen Land vorzugehen. Oder warum möchte Rheinmetall unbedingt eine Panzerschmiede in der TĂŒrkei aufbauen?

Rheinmetall: Baut Panzer in der TĂŒrkei. 

Und die Bundesregierung schaut zu. Ignoriert. Sagt mal, habt ihr sie noch alle?

Verbunden mit: Frau Tonaris Rostparade. 

Aber egal, wie sehr diese Kanonenkugeln poliert werden, blank werden sie hoffentlich nicht mehr. Verbunden mit: Daily prompt „polish“

Regentag ist Museumstag #Perlenfischen

FĂŒr einen kalten und regnerischen Samstag ist ein Besuch im Museum genau das Richtige. Schon der Gang durchs StĂ€dtchen zeigt: Hier ist Provinz. Alle GeschĂ€fte sind lĂ€ngst geschlossen, die StĂŒhle der Wirtschaften stehen zwar draußen auf dem BĂŒrgersteig, sind aber leer und unbesetzt.

Das Museum ist in der Forchheimer Kaiserpfalz.

Im Erdgeschoss sind große RĂ€ume, die nicht nur die Sonderausstellung rund um das Osterei beherbergen, hier finden gelegentlich auch andere Veranstaltungen statt. Da der Ostereiermarkt in diesem Jahr bereits Geschichte ist, sitzen leider keine Ostereiermalerinnen mehr im GemĂ€uer. DafĂŒr gibt es eine ganze Menge Ostereier in großen Vitrinen zu sehen: Vorne sind die Ostereier der diesjĂ€hrigen KĂŒnstler, im hinteren Raum sind weitere Vitrinen mit Ostereiern. Es sieht so aus, als ob jeder Aussteller fĂŒr jedes Jahr ein Ei fĂŒr die Dauerausstellung liefern musste. Die Eier sind nummeriert, damit jeder nachgucken kann, wer welches Ei bemalt hat.

In weiteren Vitrinen sind Ostereier aus einer Sammlung. Die Sammlerin hat sie dem Museum geschenkt, das Museum stellt sie aus.

Links ein solcher Block mit Vitrine drin, der Blick auf die wunderschöne Fensterbemalung wird leider etwas versperrt.

Ich gehe eine Treppe nach oben und komme in die archĂ€ologische Sammlung. Große massive Blöcke stehen in den RĂ€umen, wie Aquarien sind ebenfalls Vitrinen darin eingefasst. Dort liegen einige wenige Reste, das, was aus der Steinzeit, der Bronzezeit und den Kelten so ĂŒbrig blieb. Viel ist es leider nicht. Ein Berg RucksĂ€cke liegt im Weg, die gehören allerdings nicht zur Ausstellung, sondern den Kindern, die einen Raum weiter lauschen.

Ein Skelett im Glaskasten

Am Boden steht ein Glaskasten mit einem Skelett darin, um diesen drĂ€ngen sich die Kinder. Eine Frau erzĂ€hlt, dass die Frau erschlagen wurde.  Alle Kinder waren sichtlich beeindruckt und hörten mucksmĂ€uschenstill zu, eines wollte wissen, ob die Frau etwas davon gemerkt hat. Vielleicht hat sie Wein oder etwas anderes zur BetĂ€ubung gekriegt, mutmaßt die ErzĂ€hlerin. Dann hat sie wohl nicht so viel davon gemerkt, sagt sie zur Beruhigung der Kinder. Doch diese lĂ€sst das Thema nicht so schnell los, sie stellen immer wieder neue Fragen.

Modell der keltischen Besiedlung

Ich vertiefe mich in der Zwischenzeit in ein Modell: Die kleinen HĂ€uschen zeigen, wie einst die Kelten auf dem Walberla gewohnt haben könnten. Im Nebenraum lĂ€uft in Endlosschleife ein Film ĂŒber den Staffelberg und dessen keltische Besiedlung. Doch irgendwann packten die Kelten ihre Siebensachen zusammen und verschwanden irgendwohin.

Gut 1300 Jahre spĂ€ter befahl Karl der Große die Errichtung von 14 Slawenkirchen an Main und Regnitz, erfahre ich weiterhin. Aber auch hier weiß niemand genau, wo diese Kirchen gestanden haben könnten.

Auf einer alten NĂ€hmaschine wurden frĂŒher frĂ€nkische Trachten genĂ€ht.

In kleinen und dunklen NebenrĂ€umen sind alte frĂ€nkische Trachten ausgestellt. Auf Schildern steht jeweils Name und Herkunft der ursprĂŒnglichen TrĂ€gerin, ebenso der Name des Spenders. An den WĂ€nden erklĂ€ren Bilder die einzelnen Bestandteile der Tracht, aber alles ist so eng und dunkel, dass ich nicht lange bleiben mag.

FĂŒr heute reicht es mir, auch wenn das Museum noch ĂŒber die Zeit Forchheims als Kaiserpfalz und ĂŒber die Wahl des ersten deutschen Königs bis in die Zeit der fĂŒnfziger Jahre berichten kann. Im gegenĂŒberliegenden Kapellchen ist noch eine Ausstellung ĂŒber Osterkrippen, doch als ich die TĂŒr öffnen will, ist leider schon abgeschlossen. Schade.

Bis auf die Kindergruppe, die dort offensichtlich einen vergnĂŒglichen Geburtstag verbracht hat, waren kaum Besucher im Museum. Leider gibt es auch kein Cafe, in das ich mich setzen konnte.

Wer also einen ruhigen und ziemlich ungestörten Nachmittag zwischen Lanzenspitzen aus der Keltenzeit, frÀnkischen Trachten und anderen Exponaten verbringen möchte, ist hier genau richtig.

Verbunden mit: Museumsperlen. Eine Blogparade zum #Perlenfischen

Safranstaubkussspuren, Knospenkollisionskurs, Irisreinkarnationslied #abc.etĂŒden

„Noch ein KĂ€ffchen?“

Gingen Olaf und Stefan in der FußgĂ€ngerzone auf Streife, wussten sie, dass der Nachmittag ruhig verlaufen wĂŒrde. Ihnen blieb ausreichend Zeit, sĂ€mtliche Eigenarten und Marotten der Kollegen ausfĂŒhrlich zu bekakeln und dem Irisreinkarnationslied der stĂ€dtischen GĂ€rtner zu lauschen. Stefan wollte an der Kaffeetheke gerade die Bestellung aufgeben, als von draußen lautes Rufen in die kleine Filiale drang.

Mit den Worten: „Haltet den Dieb!“ rannte ein junger Mann am draußen wartenden Olaf vorbei, voll auf Knospenkollisionskurs mit den gerade frisch gepflanzten BlumenkĂŒbeln. Auch wenn Olaf nur darauf wartete, dass ihm Stefan den Kaffeebecher in die Hand drĂŒcken wĂŒrde, reagierte er sofort, warf noch einen Blick zu Stefan, sah dass dieser ebenfalls guckte und sprintete los. Safranstaubkussspuren zeigten den Weg, auf dem sich Dieb und Verfolger langsam nĂ€her kamen. Stefan rannte zwischen eine junge Frau und ihren Kinderwagen, der gleich kippen wollte, beschwichtigte den alten Herrn, der mit seinem Gehstock auf ihn losging.

In der Ferne rannten Dieb und Verfolger, Olaf sprintete weit abgeschlagen hinterher, ließ sich weder von Dackel noch vom Papierkorb ausbremsen. Ein kurzer Blick zurĂŒck zeigte ihm, dass auch Stefan die Verfolgung aufgenommen hatte: Vorneweg flitzte der Dieb, der junge Mann dicht an seinen Fersen. Beide wĂ€hlten den Weg, der rechts am Kaufhaus vorbei zum Schloss fĂŒhrte.

Leider hatte der Dieb mehr Ausdauer als Olaf und Stefan. Er war verschwunden, als die beiden Polizisten endlich um die Ecke bogen – und auch von dem jungen Mann, der den Dieb verfolgt hatte, war nichts mehr zu sehen. „Tja. Wir sollten mehr trainieren“, stellte Stefan ungerĂŒhrt fest: „Du siehst ja, dass selbst die Diebe schon schneller als wir unterwegs sind.“

Fenster am Parkhaus in Pilsen.

Fenster am Parkhaus in Pilsen.

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Verbunden mit: Fenstermittwoch bei MĂŒllerinArt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbunden mit: abc.etĂŒden

Mein Stadtmantel ist fertig

Auch wenn der Mitbewohner in den vergangenen Tagen ĂŒber: „Ein MĂ€ntlein steht im Walde“ gewitzelt hat und ich gerne bei etwas besserem Wetter dort spazieren gegangen wĂ€re, haben wir die Fotos vom Mantel lieber direkt am Haus gemacht. Wer genau guckt, kann im Gras noch die Reste des Schnees liegen sehen, der eben noch in dichten Flocken vom Himmel fiel.

Der Mantel gefĂ€llt mir sehr gut, andernfalls hĂ€tte ich mir die MĂŒhe mit dem NĂ€hen sparen können.

Es gab schon die eine oder andere knifflige Stelle, doch wozu gibt es schließlich einen Nahttrenner? Die liebsten KleidungsstĂŒcke sind ohnehin diejenigen, die sich einer einfachen Herstellung ein wenig widersetzen. DafĂŒr hat die als schwierig beschriebene Stelle mit dem EinnĂ€hen der FutterĂ€rmel hervorragend geklappt, vielleicht lag es auch daran, dass ich erst kĂŒrzlich unter Aufsicht und Anleitung einer zweifachen Schneidermeisterin (Damen- und Herrenfach) meinen frĂ€nkischen Kittel genĂ€ht habe.

Also: Besten Dank an Frau Crafteln fĂŒr den Schnitt und die ausfĂŒhrliche NĂ€hanleitung. Immerhin winkte der Sew-Along mit Fertigstellung am Ostermontag genĂŒgend mit dem inneren „Nun-mach-doch-mal-endlich“ und der Mantel ist tatsĂ€chlich fertig geworden. Und das von mir, der Queen der angefangenen (und nie beendeten) Dinge.

Detail von innen

Verbunden mit: Me made Mittwoch.

Verbunden mit: Daily prompt: Netty.

Alles fĂŒr die Katz #55

Katzen und ihre Kisten: Da habe ich eine Kiste in der Ikea-Fundgrube fĂŒr mich entdeckt, so fĂŒr allen möglichen Krimskrams. Kaum erspĂ€hte die Katz die Kiste, hat sie diese schon fĂŒr sich okkupiert. Und passt perfekt hinein.

Meine Kiste!

Ist draußen noch alles in Ordnung? Ja, der Kirschbaum blĂŒht.

Dann kann ich mich ja beruhigt hinlegen.

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Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans ĂŒber schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles fĂŒr die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen ĂŒber den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.

Ein goldenes Blatt auf den Mund

Wer viel labert, dem stöhnen geplagte Mitmenschen gerne vor: „Wenn du stirbst, muss man die Klappe extra erschlagen“: In Nordzypern besuchten wir ein kleines Museum. Dort waren neben ausgestopften Tieren der Gegend auch antike Grabbeigaben der Römerzeit zu sehen. Wie diese goldene Maske, die wohl jemandem ĂŒber den Mund resp. die Klappe gelegt wurde. Damit sie auf ewig schweige…

Goldene Maske ĂŒber dem Mund: So ging Klappe halten in der Römerzeit.

Verbunden mit: Black & White bei Czoczo.

Verbunden mit: Dormant – Daily Prompt.

12 Bilder vom 12. April

Da ich gelegentlich am Wochenende arbeite, nehme ich mir auch mitten in der Woche frei. Ist das Wetter schön, kann ich es so nutzen und muss nicht warten, bis der nÀchste Regen die geplante Wanderung zur Schlammschlacht werden lÀsst. Wir fuhren nach Kasendorf, das nicht weit von Kulmbach und Bayreuth entfernt liegt und schöne Aussichten verspricht.

Vor der Gastwirtschaft „Goldener Anker“ begrĂŒĂŸt uns ein Herkules auf dem österlich geschmĂŒckten Brunnen.

Herkules auf dem Osterbrunnen in Kasendorf

Was macht der hier? Ich frage ihn, doch er schaut nur stumm ĂŒber mich hinweg und antwortet nicht. Bevor er mir jedoch seine Keule ĂŒber den Kopf ziehen kann, gehen wir lieber weiter.

Herkules in Franken. Mit Löwenfell und Keule.

Bis zum Ortsausgang mĂŒssen wir der Hauptstraße folgen. Soll etwa der ganze Wanderweg an dieser entlang fĂŒhren? Nein, wir biegen links ab. Von einem alten Haus ist nur noch der Keller zu sehen, auf den Mauerresten hat sich ein Baum eingenistet. Wird die Natur nicht gestört, wĂ€chst sie einfach wild und ĂŒberall. Ab hier geht es steil bergauf. Wir ĂŒberholen ein junges Paar mit kleinem Kind, das sich hier im Spazierenstehen ĂŒbt.

Auf dem Berg war eine Wallanlage, vom Tor ist nichts mehr vorhanden. Eine Tafel klĂ€rt auf, dass der Weg schon damals im Uhrzeigersinn auf den Berg fĂŒhrte: Da RechtshĂ€nder ihren Schild links trugen und rechts das Schwert, blieben sie so ungeschĂŒtzter und waren von oben leichter mit Pfeilen zu treffen.

Der Magnusturm. Auf dem Rest einer alten Zufluchts- und Wehranlage erbauter Signalturm.

Bald sind wir oben: Hier steht der Magnusturm, der 1498 als Wart- und Signalturm auf den Ruinen eines frĂŒheren Turmes errichtet wurde und damals Signale an die Plassenburg und Burg Zwernitz gab. Die Plassenburg können wir deutlich in der Ferne erkennen, nur von Burg Zwernitz ist nichts zu sehen. Vielleicht suchen wir ja auch in der falschen Richtung, wer weiß.

Jetzt, so hier oben, wĂŒrde ich auch Kaffee und Kuchen genießen. Aber außer der Aussicht wird nichts geboten.

Oben auf dem Magnusturm.

Die Buchen sind noch unbelaubt, unter ihnen grĂŒnt und blĂŒht es: weiße und gelbe Buschwindröschen, HimmelsschlĂŒssel, Scharbockskraut und Lerchensporn, der ein wenig wie kleine Akeleien aussehen. Gelegentlich fliegt eine dicke Hummel des Wegs, Zitronen- und andere Falter flattern.

Lila Lerchensporn.

Wenn wir auf dem Weg zurĂŒck nicht so eifrig geschwĂ€tzt und wĂ€hrenddessen einfach geradeaus gelaufen wĂ€ren, wĂ€re uns vielleicht aufgefallen, dass der richtige Weg nach rechts abbog.

Also: Wieder zurĂŒck, steil nach oben stiefeln und den richtigen Abzweig nehmen. Wer auf der falschen Bergseite absteigt, muss andernfalls unten einen viel lĂ€ngeren Umweg laufen. ZurĂŒck in Kasendorf ĂŒberqueren wir die Hauptstraße und steigen auf der anderen Seite den nĂ€chsten Berg hoch. Ein Weg soll nach rechts zum Sonnentempel fĂŒhren, doch welcher mag das sein? Der erste fĂŒhrt zu einer Art MĂŒllhalde. Wer ein Handwaschbecken braucht, an dem selbst die chromblitzende Armatur noch vorhanden ist, bitte sehr. Hier werden Sie fĂŒndig.

Erst ganz oben steht der Wegweiser und zeigt auf einen schmalen Pfad. Dieser fĂŒhrt um eine Bank und zwischen Wald und Feld entlang zunĂ€chst durch den Wald, dann bis zum Sonnentempel. Wir gehen nĂ€her und setzen uns. Die Farbe riecht noch ganz frisch, der Mitwanderer muss zweimal niesen, aber sie ist völlig trocken.

So schön es hier oben auch ist, die Vögel geben sich wirklich die allergrĂ¶ĂŸte MĂŒhe, doch der Verkehr dröhnt. WĂ€hrend jedoch die Autos immer leiser unterwegs sind, scheint fĂŒr MotorrĂ€der das Gegenteil zu gelten. Sie dröhnen immer lauter.

Wandermarkierung in Blau-Weiß. In Franken!

Wir gehen weiter nach rechts und ĂŒbersehen fast den schmalen Pfad, der rechts in den Wald hineinfĂŒhrt. Die blau-weiße Markierung schimmert jedoch schon von weitem und fĂŒhrt uns zum Felsentor.

Felsentor bei Kasendorf

Wir gehen hindurch, passen aber immer gut auf, wo wir hintreten. FrĂ€nkische Steine und Wege sind schließlich keine ebene FußgĂ€ngerzone.

Das Felsentor bei Kasendorf von der anderen Seite.

Da wir jetzt auf der anderen Seite von Kasendorf unterwegs sind, haben wir immer mal einen schönen Blick auf das Dorf und den Magnusturm. Als der Weg an einer kleinen Schlucht entlang fĂŒhrt, sind die hellen Felsen gut zu sehen. Noch ist nichts belaubt. Hier ist auch der Endpunkt eines Geologischen Lehrpfades. Auf Tafeln wird erklĂ€rt, wie die Steine hier entstanden, die wir so schnöde mit FĂŒĂŸen treten.

Geologischer Lehrpfad. Hier wird alles erklÀrt.

Tafel mit Aussicht.

Das BienenhĂ€uschen erkennen wir nicht sofort als solches, die Bretter vor den Fluglöchern wirkten wie gemĂŒtliche BĂ€nke. Da hĂ€tten wir aber bestimmt nicht lange gesessen. Durch einen Hohlweg geht es zurĂŒck nach Kasendorf.

Aussicht: Auf dem gegenĂŒberliegenden HĂŒgel ist der Magnusturm.

Das sind meine 12 Bilder vom 12. April, die anderen sind bei der freundlichen Nachbarin zu sehen, bei der es Draußen nur KĂ€nnchen gibt.

Verbunden mit: Daily prompt.