Tagebuchbloggen am 5. Dezember

Der Tag gestern fing frĂŒh an und hörte erst so spĂ€t auf, dass ich lieber fast ohne Umweg ins Bett gestiefelt bin. Deswegen liefere ich das gestrige Tagebuchbloggen einfach nach:

Der Wecker klingelte schon um sechs, schließlich sollte ich zweieinhalb Stunden spĂ€ter im Gericht erscheinen: Duschen, Kaffeetrinken, Mails lesen, Katzen fĂŒttern, hinfahren. Sowas dauert.

Ich war pĂŒnktlich im GerichtsgebĂ€ude, dann wurde ĂŒberprĂŒft, ob ich nichts GefĂ€hrliches in den Taschen habe, huch, „brauchen Sie die Kamera?“, wollte der Justizbeamte wissen. Jaklar. „Aber nichts fotografieren“, ermahnte er mich. Ein paar Minuten musste ich noch warten, dann kam der Anwalt, wir gingen ins Sitzungszimmer zur Richterin. Ein, zwei, drei Fragen, dann war schon alles vorbei und als sich Anwalt und Richterin ĂŒber den nĂ€chsten Fall unterhielten, habe ich mich auf die Socken gemacht.

Da alles nur etwa zehn Minuten gedauert hat, bin ich mit dem Auto einen Ort weitergefahren, zum Kerzen Outlet und wollte noch, ach, dort war zu: Wir stehen auf den WeihnachtsmÀrkten in weiterweg. Nagut, dann nicht. Ab nach Hause.

Schreiben, schreiben, schreiben, was essen, schreiben.

Zwischendrin ist der Mitbewohner unterwegs, will ein Headset kaufen, da wir das fĂŒr den nĂ€chsten frĂ€nkischen Abend brauchen werden.

Schreiben, Tee trinken, schreiben.

Es ist noch nicht ganz dunkel, als ich endlich fertig bin und noch anderthalb Stunden Zeit bis zum ersten Termin. Ich fahre los, parke das Auto und gehe durchs StĂ€dtchen, in der Hoffnung, es wĂŒrde auf dem Weihnachtsmarkt oder irgendwo Kerzen geben.

Kinderkarussell vor dem Rathaus.

Karussell, Schmuck, Holzkram, GlĂŒhwein, heiße Maronen,

Das Rathaus: Ein riesiger Adventskalender, an dem jeden Tag ein TĂŒr-Ă€h, Fensterchen geöffnet wird.

Am Handschuhstand stehen zwei Frauen mit neongelber Securityweste, schauen sich die einzelnen Exemplare an und sind schwer am Fachsimpeln.

Vor dem Rathaus ein Bratwurststand: Eine Mutter drĂŒckt ihrer Tochter das Brötchen mit Bratwurst in die Hand, die Wurst fĂ€llt nach unten, Mutter meckert, hebt die Wurst auf, wischt sie mit einem Taschentuch ab und steckt sie wieder zurĂŒck ins Brötchen.

Im Stoffladen finde ich einen hĂŒbschen Stoff, aber keine Kerzen. Ich gehe wieder zum Auto zurĂŒck.

Die Pyramide ist ein GlĂŒhweinstand, der in irren Farben angestrahlt wird. Hier in GrĂŒn.

Und hier in lila.

Ich fahre weiter. Erst eine Sitzung des Marktgemeinderates, diese dauert lĂ€nger als gedacht. Deswegen warte ich den Schluss nicht ab, sondern fahre drei Dörfer weiter, zu einer BĂŒrgerversammlung. Dort komme ich gerade rechtzeitig: Der BĂŒrgermeister hat seinen Vortrag beendet – den kenne ich nĂ€mlich schon – und jetzt sind die BĂŒrger dran.

SpĂ€t komme ich nach Hause und gehe mit einem kurzen Umweg ĂŒber Sofa mit GlĂŒhwein ins Bett.

Was die anderen Tagebuchblogger alle am 5. gemacht haben? Das können Sie bei der freundlichen Nachbarin Frau BrĂŒllen nachlesen.

24 fröhliche WeihnachtsgrĂŒĂŸe aus Franken

Heute bin ich mit TĂŒrchen Nummer 5 des frĂ€nkischen Blogger-Adventskalenders dran: Zehn Blogger aus Franken haben sich zusammengetan, um unter dem Motto „Ein Weihnachtsgruß aus Franken“ bis Weihnachten jeden Tag tolle Preise zu verlosen. Mit dabei sind neben mir noch Anke von Mama geht online, Lena von Mini & Mami, Katharina von Kinderleute, Birgit von Birgit schreibt, Alicja von Wiktoria’s Life, Susanne von Ich lebe jetzt, Nadine von Mama und die Matschhose und Sabrina von Mintyanchor.

Die Adventszeit ist PlĂ€tzchenzeit und Lebkuchenzeit. Deswegen gibt es hier drei echt frĂ€nkische Elisen-Lebkuchen von FrĂ€nkische Tapas zu gewinnen. Das ist auch im Sinne der Nachhaltigkeit ausgezeichnet: Die Elisen-Lebkuchen sind schnell aufgefuttert und hinterlassen nur ein wohliges GefĂŒhl in Mund und Bauch.

Die Teilnahmebedingungen:

Echte Elisenlebkuchen werden ohne Mehl und mit vielen GewĂŒrzen gebacken. Das ist nicht nur heute so, das war auch schon frĂŒher der Fall. FrĂŒher, damit meine ich das Mittelalter, als es schon Elisenlebkuchen gab, sich diese aber nicht jeder leisten konnte.

SchÀtzt doch mal, wie viel ein Elisenlebkuchen damals (in heutigem Geld) gekostet haben könnte. Wer mit seiner SchÀtzung am nÀchsten kommt, hat gewonnen.

  • Teilnehmen kann nur, wer mindestens 18 Jahre alt ist und eine deutsche Postadresse hat.
  • Die Gewinnspiel endet am Mittwoch, den 6. Dezember um 22 Uhr.
  • UnterstĂŒtzt bitte FrĂ€nkische Tapas auf Facebook (kein Muss!)
  • Über den Gewinner entscheidet das Los.
  • Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Viel GlĂŒck!

Alles fĂŒr die Katz #69

Einer Katze ihr Futter zu geben, ist noch keine Herausforderung. Unsere Ă€ltere Katze war da recht gemĂŒtlich, ließ sich beim Fressen Zeit und auch mal die HĂ€lfte noch im Napf. Sie konnte ja jederzeit weiterfuttern. Als die kleine Katz dazukam, wurde alles anders: Der Futterneid kam zu Besuch und blieb.

FĂŒllte ich die NĂ€pfe, hĂŒpften die Katzen ungeduldig auf die Arbeitsplatte. Wollte ich die NĂ€pfe vor sie stellen, sprangen sie hoch und versuchten, die NĂ€pfe mit den Krallen zu angeln. Das ging nicht immer gut und so landete gelegentlich das Futter auf dem Boden und wurde – da sind Katzen nicht so eigen – auch dort gefressen und alles blankgeputzt.

Das geht auch anders, dachte ich mir. Schließlich hat die KĂŒche TĂŒren. Ich schloss die erste TĂŒr und schickte die Katzen aus der zweiten. Jetzt konnte ich die NĂ€pfe in Ruhe fĂŒllen und auf ihren Platz stellen, bevor ich die TĂŒr wieder öffnete. Hach. Tom und Jerry waren nichts gegen diese beiden, die ĂŒbereinander purzelten und versuchten, mit ihren Krallen Halt im glatten Parkett zu finden. Inzwischen geht es auch dabei etwas gesitteter ab, die große Katz wartet dezent im Hintergrund, nur die kleine Katz ist noch sehr ungeduldig. Aber auch das wird noch besser. Erziehung ist alles, auch bei Katzen.

Stillhalten? Das geht jetzt nicht. Ich will Futter!

Wann geht denn endlich die TĂŒr wieder auf?

 

Hach. Endlich. Fressen. (so knapp vorm Verhungern, wie jeden Tag)