Alles fĂŒr die Katz #72

Ach, lasst mich doch alle in Ruhe!

Es gibt so Tage, an denen sich die Sonne hinter dicken Wolken versteckt und draußen alles kalt, grau und nass ist. Dann legt sich Katzmatz auf die Zeitung, hĂ€lt sich die Augen zu und hofft, dass alles bald besser werden möge.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles fĂŒr die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.

Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans ĂŒber schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles fĂŒr die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen ĂŒber den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.

Tagebuchbloggen am 5. Januar

Es ist wieder der MonatsfĂŒnfte, da will die freundlichen Nachbarin Frau BrĂŒllen gerne wissen, was wir den ganzen Tag so machen. Ja, dann:

Da ich Weihnachten nicht bei den Eltern war, haben wir uns einfach gestern auf die Socken gemacht, ins Auto gesetzt und sind gefahren.

Heute morgen stand dann schon fast das FrĂŒhstĂŒck auf dem Tisch, als ich mich endlich dazu aufraffen konnte und aufstand. Da es regnete, haben wir uns anschließend ins Wohnzimmer gesetzt, ich habe einen Socken genadelt und die Mutter erzĂ€hlte, wie Weihnachten ablief, wer was gemacht, gesagt oder gemeint hat. SelbstverstĂ€ndlich nicht ohne ihre Wertung – aber dieses Mal habe ich das einfach ĂŒberhört. Schließlich weiß ich schon, warum ich dort recht selten bin. Ja, ich weiß, wer nicht anwesend ist, ĂŒber den wird erzĂ€hlt, bis sich die Balken biegen – aber deswegen erzĂ€hle ich ja auch nicht viel. Und schon gar nicht von den Sachen, die mir wirklich wichtig sind.

Allerdings habe ich auch die Gelegenheit genutzt und gefragt, mit was die Urgroßeltern und die Großeltern ihren Lebensunterhalt verdient haben und was sie dafĂŒr gelernt haben. Das war durchaus interessant – es kommen immer neue Aspekte zu den Dingen hinzu, die ich schon weiß.

Der Vater hat – auf meinen Wunsch – am Morgen schon einen Heringssalat zubereitet, den es abends dann zu essen gab. Nach dem Mittag klarte es ein wenig auf, so war Gelegenheit fĂŒr einen ausgiebigen Spaziergang, bei dem wir eigentlich durch die Stadt gehen wollten, dann jedoch ganz spontan lieber die andere Richtung nahmen.

Jetzt ist es schon wieder dunkel und es passiert nicht mehr viel. Deswegen könnt ihr gerne bei den anderen Tagebuchbloggern nachlesen, was sie den heutigen Tag ĂŒber gemacht haben.

Verbunden mit: Frau BrĂŒllen

Die achte und neunte Rauhnacht

Die achte Rauhnacht: Geburt des neuen Jahres

Die Zeiten Àndern sich? Ach was. Auch im neuen Jahr geht alles wie gewohnt weiter. Die Zeit ist nur eine Erfindung, etwas, mit der wir Menschen kapiert haben, dass alles einmal ein Ende hat.

Jetzt sind wir aber nicht mehr bereit, das Ende anzuerkennen oder es gar zu sehen: Wir schieben es ab, an den Rand, in den Wald, dorthin, wo alles gleich-gĂŒltig zu sein scheint. Dabei ist die Idee der Zeitlosigkeit, des Zeitlosen, der Aufgehobenheit der Zeit keine neue: In Klöstern sangen einst die Chöre ohne erkennbares Metrum, damit die Menschen, die dem Gesang lauschten, meinten, sie seien zeitlos im Himmel.

Denn die wirkliche Welt dreht sich einfach weiter. Auf den Winter folgt der FrĂŒhling, nach der Nacht kommt der Morgen, Mittag, Abend. Heutzutage soll ja alles zeitlos sein, nichts darf an ein mögliches Ende erinnern, alles soll so bleiben, wie es einst war und vor allen Dingen, wie es war, als derjenige jung und schön war – oder sich dafĂŒr hielt.

Die neunte Rauhnacht: die heilige Katharina – Segenslicht

Im Traum gehe ich eine schmale Straße entlang, gesĂ€umt von alten und hohen HĂ€usern. An einer Ecke ist ein verwilderter Garten mit Stauden. Ich gehe weiter und die Fenster der HĂ€user stehen alle offen. So kann ich sehen, dass hier niemand wohnt, dass alles leer ist. In eines der letzten HĂ€user gehe ich hinein, schaue von oben aus dem Fenster und sehe auf einen Fluss, der breit im Sonnenschein glitzert.

Wieder nach unten zurĂŒckgekehrt, fĂŒhrt die Straße durch einen Torbogen und mĂŒndet auf einer BrĂŒcke, die wohl kurz vor dem Abriss steht: Die Bagger warten bereits und scharren ungeduldig mit ihren Schaufeln.

Hinter mir erklingt Musik: Ich höre Trommeln, Schellen, Querflöten. Jemand, den ich nicht kenne – vielleicht ist es ja das neue Jahr? – ĂŒberquert die BrĂŒcke, kommt mir entgegen und fragt mich etwas. Wir gehen den Weg, den ich gekommen bin, jetzt gemeinsam zurĂŒck, begleitet von den kraftvollen KlĂ€ngen der Musik. Die Sonne scheint tief in die HĂ€userschlucht hinein und fĂ€rbt alles golden.

Ein Narr tanzt vor uns, zaubert Blumen in die leeren Fenster und zieht mich zu dem verwilderten Garten: Jetzt scheint die Sonne auf Indianernesseln, Rittersporn, Sonnenblumen, Bartnelken, Rosen, alles wĂ€chst und ist von grĂŒnem Gras umgeben. „Das ist alles deins“, sagt der Narr – und entschwindet.

Alles fĂŒr die Katz #71

Wer mir auf Twitter oder Instagram unter Jaellekatz folgt, hat das schnuffige Bild zwar schon gesehen, ich fand es aber so toll, dass die zwei auch kuscheln können – zwei, die sich gelegentlich schon anfauchen, schließlich wird die kleine Katz grĂ¶ĂŸer und probiert in echter Halbstarkenmanier, ob sie sich gegen die große Katz durchsetzen kann. Meistens nicht. Aber manchmal ist die große Katz auch genervt und verzieht sich einfach.

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Ein fröhliches neues Jahr!