Rostige Überreste

Ein alter T-34 Panzer steht auf der Wiese neben dem Parkplatz des Freilichtmuseums Mödlareuth. Glücklicherweise bewacht er nichts und niemanden mehr, sondern rostet langsam vor sich hin.

Statt dessen sammelt sich das Wasser in der Panzerkette.

Unter dem Panzerturm klemmt eine Schraube: Da dreht sich ganz sicher nichts mehr.

Wer wissen will, was es mit dem Freilichtmuseum Mödlareuth auf sich hat: Bitte hier entlang.

Verbunden mit: Frau Tonaris Rostparade. Dort gibt es noch viele andere rostige Dinge zu bestaunen.

Alles für die Katz #76

Ausgiebig putzen.

Jeden Tag ist die Katze ausgiebig mit Putzen beschäftigt. Sie leckt ihr Fell, streicht sich mit den Pfötchen über die Stellen, an denen sie mit ihrer Zunge nicht hinkommt, reckt sich, zieht die Krallen durch die Zähne, bis es knirscht, dreht sich wieder auf die andere Seite und schläft.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.

Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen über den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.

Das Teehaus und die Kunst

Von der Kunst, ein Teehaus zu bauen

Leider ist die Ausstellung über die Kunst, ein Teehaus zu bauen, schon wieder vorbei. Die klare Ästhetik der sehr minimalistisch wirkenden Gegenstände war überzeugend schön. Als wir standen und guckten, erklärte jemand, dass japanische Lehrlinge im ersten Jahr nur zugucken dürfen, einfach damit sie erst einmal das Sehen lernen.

Prima Idee.

Verbunden mit: Weekly Photo Challenge: Story

Knopf, zeitig, hüten #abc.etüden

„Hier fehlt ein Knopf“, wies Harri auf das leere Knopfloch an seinem Hemd hin, doch Siggi zuckte mit den Schultern: „Wirf’s doch weg“.

„Ich muss morgen zeitig los“, versuchte Harri noch einmal, Siggis Aufmerksamkeit zu wecken, doch sie ging gleich in die Luft: „Ich bin doch nicht für dich und deine Hemden verantwortlich“, keifte sie: „Es reicht schon, wenn ich ständig die Kinder hüten muss“.

„Dann gib mir Nadel und Faden“, sagte er resignierend. So kompliziert konnte die Bedienung eines Nähfadens nun wirklich nicht sein.

„Hab ich nicht“, Siggi winkte ab.

„Jede Frau hat irgendwo Nadel und Faden“, widersprach Harri.

„Ich nicht“, stampfte Siggi mit dem Fuß auf den Boden, als wäre sie ein wildgewordenes Rumpelstilzchen.

„Und kaputte Sachen?“, fragte Harri.

Siggi schüttelte den Kopf: „Ich stopfe doch keine Socken“, entgegnete sie schnippisch: „ist doch alles nichts wert!“

„Doch“, entgegnete Harri: „Das kostet alles mein Geld!“

Verbunden mit: Christiane und ihren abc.etüden. Die drei Worte Knopf, zeitig, hüten waren in zehn Sätzen unterzubringen.

Tagebuchbloggen am 5. März

Die freundliche Blognachbarin Frau Brüllen möchte – wie jeden fünften des Monats – gerne wissen, was heute der Tag so bringt und fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag, oder kurz: WmdedgT? Wer auf den Link klickt, findet dort ganz viele Tagebuchblogger versammelt.

Die Lieblingshausziege stand extra früh auf, damit ihr genügend Zeit für ein ordentliches Frühstück blieb. Anschließend schnappte sie ihren Koffer und ihre Taschen und entschwand nach Schweinfurt für eine Woche Berufsschulunterricht im Block. Nun waren wir alle munter – und der Tag noch jung. Jetzt war genug Gelegenheit, die Wäsche zu waschen, das Bettzeug zu wechseln, Staub zu saugen, Texte zu schreiben, was auch immer. Irgendwie wirkte der Vormittag viel länger als sonst.

Zum Mittag habe ich einfach Putenschnitzel ganz klein geschnetzelt, mit Zwiebel und Knoblauch angebraten, Paprika und Zucchini dazu, alles mit Sojasauce gewürzt, Woknudeln in die Pfanne geschüttet – und voilà: Das Futter war fertig. Der Mitbewohner füllte einen Teller und brachte ihn nach unten in die Küche, anschließend setzten wir uns an den Tisch und ließen es uns schmecken.

Seit dem vergangenen Monat male ich, wenn mir denn ein wenig Zeit bleibt. Während im Februar unter dem Hashtag #EineFarbereicht viele gelbe Bilder auf Twitter und Instagram gepostet wurden, ist jetzt grün und heute die Avocado dran.

Avocado mit Aquarellfarben.

Sicher, das sind jetzt keine Kunstwerke im eigentlichen Sinne, es sind Fingerübungen, es macht Spaß und das ist die Hauptsache.

Das Wetter war schön und sonnig, nach den eiskalten Temperaturen wirkte alles schon recht frühlingshaft. Wir gingen in den Garten, dort fand ich unter der Vogelmiere noch so viel Feldsalat, dass eine ganze Schüssel voll wurde. Prima. Dann kann es morgen Kartoffelsalat mit Rapünzchen geben und ich brauche mir nichts auszudenken.

Dann habe ich die noch immer übrig gebliebenen Tulpen in eine Schale mit Erde gesteckt und diese auf den Balkon verfrachtet. Hoffentlich denken die Katzen jetzt nicht, dass sie in der Erde buddeln sollen.

Gestern waren wir ein wenig wandern – und anschließend in Erlangen. Dort wollten wir in ein Cafe gehen, doch das hatte seinen Namen geändert. Zwar sah noch alles so aus, wie wir es in Erinnerung hatten, aber die Bedienungen liefen in Anzug herum und die Kuchen sahen, nunja, etwas weniger lecker aus. Als wir nach dem ursprünglichen Cafe fragten, teilte uns einer der dort arbeitenden jungen Männer mit, dass wir dafür nur etwa fünfzig Meter weiter gehen müssten. Wir gingen in die angegebene Richtung – und fanden es. Dort war der Kuchen so lecker, wie wir ihn in guter Erinnerung hatten. Beim Gehen fragten wir nach, warum, seit wann und überhaupt dieser Ortswechsel, ja, da hatte der Besitzer Eigenbedarf angemeldet. Und das bereits gut eingeführte Konzept übernommen. So musste Cafe und Bäckerei weichen. Da die Einrichtung allerdings am ursprünglichen Ort bleiben musste, änderte der neue Betreiber nur den Namen und konnte einfach weitermachen. Hm.

Jetzt ist es draußen dunkel, doch mein Tag ist noch nicht zu Ende. Ich muss noch zu einer Bürgerversammlung: Das ist gelebte Demokratie. Einmal im Jahr darf der Bürgermeister in alle Ortsteile tingeln, wer mag, kommt und hört sich an, was der Gemeinderat das ganze Jahr über geleistet hat. Anschließend ist genügend Zeit, dem Bürgermeister noch eine ganze Menge Fragen zu stellen oder ihm zu sagen, was er bitte tun oder lassen soll. Auch wenn sich der Bürgermeister oder Gemeinderat nicht nach jedem Hinzundkunz richten, bekommen sie es schon zu spüren, wenn sie die Interessen der Bürger nicht angemessen vertreten und diese sich übergangen fühlen.

Sonnenkollektoren, bräsig, pürieren #abc.etüden

Alle Jahre wieder gibt es überall Kirschen.

Siggi wollte den Sack voll Kirschen nicht, den ihr die Mutter in den Hausflur gestellt hatte, doch diese wischte ihren Einwand einfach weg: »Du kannst sie auch pürieren«
»Warum sollte ich?«
»Weil sie dann in der Truhe weniger Platz brauchen, darum!«
»Bei deiner Mutter kommt nichts um«, tönte die Stimme von Siggis Vater, der bräsig im Wohnzimmer saß, das Fußballspiel verfolgte und penibel darauf achtete, dass ihm nichts von dem Schlagabtausch zwischen Siggi und ihrer Mutter entging. Nach dem Abpfiff erhob er sich und kam in die Küche: »Poliert dein Mann eigentlich die Sonnenkollektoren auf dem Dach? Bei uns müsste mal wieder der Rasen gemäht werden!«
»Sag’s ihm doch selber!«, patzte Siggi, die es nicht ertrug, wenn nicht sie selbst, sondern ein anderer gefragt war. Sie raffte ihren Kram zusammen und wollte gerade theatralisch abrauschen, als sie von ihrer Mutter noch einmal aufgehalten wurde: »Nimm die Kirschen mit: Die Kinder brauchen Obst!«

Verbunden mit: „Irgendwas ist immer“ und der Schreibeinladung zu den abc.etüden.

Alles für die Katz #75

Während eine unserer beiden Miezen sich mit Krallen und Pfoten entschieden dagegen wehrt, dass sie vor die Tür gesetzt wird, ist die andere gerne draußen unterwegs. Heute morgen kam sie – gerade frisch vom Futternapf – auch gleich mit einer Maus im Maul zurück und begehrte Einlass. Neenee, liebe Katz, das hast du zwar nett gemeint, aber ich will keine Maus im Haus, weder tot noch lebendig.

Anderswo sah ich dagegen eine ganze Mausetorte, eine echte Hochzeitstorte aus weißen Mäusen, roten Herzen und noch so allerhand Süßkram. Wer’s mag.

Vermutlich hält sich so eine Torte wenigstens eine Weile, damit sich die Beschenkten auch genügend Zeit beim Futtern lassen können.

Auf dem anderen Bild guckt die Katz einer Bekannten ganz sehnsüchtig durchs Fenster. Ob sie dort ein Mäuschen sieht?

Hach. Draußen sein. Mäuse fangen.

 

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.

Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen über den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.