Über viele Brücken musst du gehen…

Viele Brücken führen über den Lech

Führt ein Fluss genügend Wasser, brauchen wir Menschen Brücken – wenn wir ihn überqueren wollen. Auch wenn die meisten Brücken breit genug für Autos und Fußgänger waren, gab es hin und wieder solche schmalen Hängebrücken. Diese haben wir auf unserem Lechwanderweg nur passiert, wir mussten sie nicht queren.

Erbaut wurde sie 1924, von einem Commerzienrat. Aber ich nehme an, er gab eher das Geld und ließ die Brücke von anderen bauen. Vor dem Bau dieser Hängebrücke nutzten die Jäger aus Forchach ein Boot, wenn sie auf der anderen Seite des Lech jagen wollten. Wollten die Wilderer ungestört sein, brauchten sie nur das Boot der Jäger zu zerstören. Schon herrschte – wenigstens für ein Weilchen – Ruh und sie hatten auf der anderen Seite des Flusses „freie Büchse“.

Längst sind die Metallseile und Stangen von einer rostigen Schicht überzogen. Trotzdem hält die Brücke eisern durch und trägt den Holzsteg.

Deswegen schicke ich das Bild zur Rostparade, die jetzt von cubusregio übernommen wurde. Viel Vergnügen – und beim Klick auf den Link gibt es noch mehr rostige Schönheiten zu sehen.

Ach, Katta.

Suchst du nach einem Weg, der dich über den Regenbogen bringt? Es gibt keine Bushaltestelle, an der dieser Zug abfährt.

Du musst warten. So lange warten, bis deine Ampel auf grün springt und du an der Reihe bist. Selbst wenn du bis dahin nur noch als Schatten deiner selbst über die Erde wanderst.

Nimm nicht nur vom Tellerrand, von dem, was von anderen übrig bleibt, greif nach Apfelsaft und Datteln. Sie tun dir in der Hitze gut.

Gegen deine innere Wüste ist die Sahara eine blühende Oase. Du lebst mit deinen Masken, sie sitzen fest, auch dann, wenn du unter der Mistel den Vogel lockst. Deine Sucht hält dich, du hängst wie eine Marionette an ihren Fäden und die alte Unke quakt aus dem Irrhain.

Blickst du in den Spiegel, siehst du die leeren Augen deiner Mutter. Sie leuchten nur, wenn Gold glänzt. Setz lieber die Brille auf, mit der du die Welt rosarot tönst und bestreu die Erdbeeren mit Salz.

Greif nach der Hand des Hirten: Er führt dich wie Orpheus nach obenauf. Fahre übers Meer, suche die Verbindung zu denen, die dich lieben.

Reiß die Blockade ein. Sie sieht nur aus der Entfernung so fugenlos aus.

Es lohnt sich, zu leben.

(Der Text entstand aus einem „Kreuzworträtsel-Impuls“, bei dem möglichst viele Worte – mindestens jedoch sieben von ihnen – für eine Geschichte verwendet werden sollten)

Lechweg: Die siebte Etappe

Die ganze Nacht hindurch hat es so sehr geregnet, dass der Mitbewohner ganz verzagt auf der frühmorgendliche Tröpfeln guckte und am liebsten den Bus genommen hätte. Nix da. Wir wollten den Lechweg laufen, nicht fahren. Das heißt, gefahren sind wir ihn ja schon: Unser Auto haben wir vor etwa einer Woche in Füssen geparkt und sind anschließend mit dem Bus bis nach Lech gefahren.

Auf gehts. Die letzte Etappe beginnt.

Die Wolken hingen immer noch tief, als wir stetig und langsam bergauf stiefelten. Auch wenn die Glocken der Kapelle so nah klangen, als wäre sie nur einen Schritt von uns entfernt, mussten wir noch gut zwanzig Minuten lang steil über die unregelmäßigen Stufen von Wurzeln und Steinen steigen. Erst nach der letzten Kurve war das Kapellchen zu sehen.

Die Costaries-Kapelle.

Anschließend ging es wieder hinunter, auf einer Brücke über den Lech – und wir sahen zum ersten Mal unser Ziel – allerdings als Ortsangabe auf der neben uns dröhnenden Autobahn.

Der Lech. Wir werden ihm wieder begegnen. Später.

Auf dem Autobahnschild steht bereits „Füssen“ als Ziel.

Wieder ging es bergauf, hoch zur Sternschanze. Von der steht aber nur noch ein kleiner Rest an alten Steinen.

Die Sternschanze

Abenteuerlich ging es weiter, so als wollte der Weg auf seiner letzten Etappe noch einmal alles geben. Wir stiegen über umgefallene Bäume, kraxelten an Felsen entlang, krallten uns an der Seilsicherung fest, stolperten manchmal über Stock und Stein und irgendwann waren wir dann am Alpsee, von dessen gegenüberliegenden Seite die beiden Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau grüßten.

Der Alpsee.

Den Weg über den Kalvarienberg kürzten wir einfach ab, schließlich hatte der Schrittzähler bereits mehr als 42.000 Schritte auf seiner Anzeige. Kurz darauf erreichten wir Füssen, den Lechfall und damit unser Wanderziel.

Der Lechfall

Wir fanden unsere Koffer, packten sie in das Auto, das die ganze Zeit geduldig auf uns gewartet hatte und fuhren nach Hause. Noch vor Mitternacht kamen wir an, genehmigten uns noch ein Glas Rotling und fielen glücklich und geschafft in unser gewohntes Bett.

Lechweg: Die sechste Etappe

Heute ging es am Fluss entlang, an der Lech, eben, durch viel Auwald. Manchmal auf einem Damm, manchmal einfach durch einen Wald voll Kiefern, Weiden, Birken und Ebereschen.

Strandgut und Geröll im ausreichend breiten Flussbett.

Der Fluss fließt wild und ungezähmt, hat ausreichend Platz und nimmt sich den Raum, den er braucht. Legt die Steine ab, die er aus den Bergen heruntertransportiert und bahnt sich immer wieder einen neuen Weg. Treibgut liegt auf dem Geröll. Mir fällt ein Lied von Hannes Wader ein: „Lebe einzeln und frei/ wie ein Baum und dabei/ brüderlich wie ein Wald, diese Sehnsucht ist alt“:

Nein, hier gibt es keine Uferpromenade mit Blumenrabatten, Laternen und Cafes, hier bröselt der Asphalt in den Fluss, wenn dieser daran nagt.

Hinter einer Brücke führte uns ein Schild nur ein kurzes Stück in die Irre. Der Weg war so gut ausgeschildert, dass ein fehlendes „L“ (für Lechweg) sofort auffiel und uns zeigte, dass wir auf dem Holzweg waren.

Radfahrer auf dem Lechtalweg

Immer wieder waren auf dem oft recht breit bekiesten Weg Radfahrer unterwegs. Während sich einige von ihnen so breit machten, dass sie uns fast mit dem Lenker streifen, obwohl wir schon auf dem Rasenstreifen am Rand standen, warnte bei einer anderen Gruppe der erste Fahrer alle anderen und sie machten prompt Platz und fuhren auf die Seite. Na pravo, rief ein Vater seinen beiden Söhnen zu, nach rechts – dabei wären sie so gerne links abgebogen, wie es schien.

Bald ist es geschafft und die Unterkunft erreicht

Nur das letzte Stück Weg zog sich lange am Lech entlang. Auf dem anderen Ufer sahen wir schon die Kirche unseres Zielortes, mussten jedoch noch bis zur nächsten Brücke – und später auch wieder zurück – laufen.

Ach und: Morgen laufen wir nicht nur insgesamt gut 25 Kilometer, sondern fahren anschließend nach Hause. Ich glaube, da habe ich hier auch mal einen Tag Pause verdient, bevor es den siebten Bericht über die Wanderung auf dem Lechtalweg gibt.

Lechweg: Die fünfte Etappe

Als wir loszogen, nieselte es noch und die Wolken hingen tief in den Bergen. Weil das Gras rechts und links neben dem schmalen Pfad regenschwer herunterhing, wurden die Hosenbeine nass. Am Wasserfall machten wir kurz Rast, ab hier guckte die Sonne wieder. Da packten wir unsere Regenjacken lieber weg, beim Laufen werden sie sonst schneller von innen als von außen nass. Apfel, Tomate und Käse waren fix gevespert, danach sind alle essbaren Vorräte aufgefuttert und brauchten nicht mehr getragen zu werden.

Noch regnet es ein bisschen

Über schmale Wege ging es weiter, immer wieder bergauf und bergab. Von oben herab hatten wir immer wieder gute Sicht auf das Tal, doch die Perspektive auf die unten befindlichen Orte und die gegenüberliegenden Berge änderte sich nur sehr langsam.

Blick vom Panoramaweg auf den Lech

Das ist so wie im Leben sonst auch: Man hat seinen Standpunkt. Von diesem lassen sich alle Sachen kommod betrachten. Will man ihn ändern und Dinge von einer anderen Seite oder in einem anderen Licht sehen, dauert das ebenfalls oft lange. Beim Wandern erinnert sich der Mitbewohner, dass er mit N. auf Fahrrädern die Alpen überqueren wollte. Er besorgte die Ausrüstung, alles war beisammen und vorbereitet, da wollte N. nicht mehr mit. Warum sagt ein Junge eine Tour ab, die er gemeinsam mit dem Vater machen wollte – und auf die er sich gefreut hatte? Warum verlor er seinen Mut und Selbstvertrauen, den Glauben an die eigene Stärke und daran, dass er Berge bezwingen kann?

Zum Glück ist das letzte Stück des Weges immer recht eben.

Kurz vor Stanzach erinnerte sich der Mitbewohner auch noch daran, dass er vor 36 Jahren schon einmal hier übernachtet hatte. Der Stammtisch des dörflichen Wirtshauses fuhr mit dem Bus hierher, alle kamen Samstags an, setzten sich in die Kneipe – und soffen. Alka Seltzer half am nächsten Morgen gegen den Kater. Von denen leben längst nicht mehr alle, resümiert der Mitbewohner, manche haben sich regelrecht totgesoffen.

Lechweg: Die vierte Etappe

Heute war die Strecke nicht lang, dafür recht steil. Die Wirtin empfahl uns dringend, zurück bis zur Kirche und dann den Weg über die Hängebrücke. zu nehmen. Taten wir. Stiegen stetig bergauf, gingen am Wasserfall vorbei, bewunderten den Kletterer am Klettersteig, stiegen in engen Serpentinen wieder bergab und standen an der Hängebrücke. Tja. Wir waren auf der falschen Seite der Hängebrücke angekommen.

Hängebrücke. Es gibt Menschen, die kommen nur für ein Selfie hierher.

Deswegen brauchte ich mich nicht auf die doch sehr schaukelnden Metallgitter zu stellen, der Mitbewohner übernahm die Sache mit den Fotos und wir zogen weiter. An diesem Tag wurden wir immer wieder von drei lustigen Mädels überholt, oder wir überholten sie. Ausreichend mit Schnaps und Likören ausgestattet, tranken sie ein Becherchen nach dem anderen. Da der Mitbewohner sein Anti-Mücken-Spray in Sichtweite der Mädels auftrug, tauschten sie Likör gegen Mückenspraystoß auf Beine.

Blick von oben ins Tal

Der Weg bot als echter Panoramaweg einen großartigen Blick über das weite Lechtal, später wieder nach unten, in die Bergflanke gefräst. Wir kamen zu einer überdachten Brücke, doch diese querten wir nicht. Unser Weg führte links vom Lech weiter, wieder bergauf, noch steiler bergauf. Wir querten zweimal die in Serpentinen verlaufende Straße und landeten auf einem Parkplatz neben einer Hütte, die sich Hexenkessel nannte. Aus Richtung Deutschland zogen hohe Wolken heran, schoben sich immer dichter zusammen und türmten sich auf. Das hält noch, meinte die Bedienung, erst wenns vom Westen heranzieht, wird es ernst.  Zwei alkoholfreie Weizen später zogen wir weiter.

Die Wolken hängen schon bedrohlich tief.

Weiter bergauf. Ich wollte doch nur am Fluss wandern, nicht die Alpen queren. Ein kleines Kapellchen später ging es tatsächlich bergab – und wie. Irgendwann waren wir unten, unten am Fluss und blieben das letzte Stück tatsächlich an seiner Seite. Ein paar Tröpfchen fielen, doch als der große Regen kam, saßen wir schon kommod in der Unterkunft.

 

Lechweg: Die dritte Etappe

Wir wanderten auf der anderen Talseite, stiegen auf, gingen über Wiesen und Weiden. Damit die Kühe innen bleiben, sind die Wege gelegentlich mit Gattern versperrt. Die Wanderer können passieren, die Kühe sollen nicht auf Wanderschaft gehen und werden zurückgehalten.

links am Hang entlang führte der Weg

Es ging hoch, immer höher und irgendwann hatten wir das Nebental wieder verlassen, wagten noch einen letzten Blick auf den Kirchturm des Ortes, in dem wir in der vergangenen Nacht gut schliefen und zogen weiter. Nicht nur in der flachen norddeutschen Ebene lässt sich demnach Besuch schon über Stunden vorher erkennen, das funktioniert auch hier. Man muss nur die Wege an den Hängen im Auge behalten, auf denen die künftigen Gäste eintreffen könnten. Wer sie nicht bewirten will, hat noch ausreichend Zeit, sich vom Acker zu machen und beispielsweise zu den Kühen auf die Alm zu flüchten.

Tief unten die Lech

Unterwegs sahen wir Kletterösen an einer Felswand, gespickt mit den entsprechenden Namen für die dort zu bezwingenden Routen: Hasenfuß, Drachenmaul oder Löwentritt. Es ging in Serpentinen stetig bergab, irgendwann sahen wir auch die Lech wieder unten schäumen und fließen. Das Tal unten weitete sich und die Berge rund um uns waren nicht mehr ganz so hoch, wie zu Beginn unserer Wanderung. In Steeb gab es Spinatknödel, danach lag noch ein gutes Drittel der Strecke vor uns.

Jetzt hatten wir es fast geschafft

Diese letzten Kilometer ging es wieder an der linken Seite der Lech entlang, wir wurden viel von der Sonne beschienen, nur gelegentlich spendeten Bäume Schatten. Deswegen hatten wir es etwas eiliger und kamen nach insgesamt 34200 Schritten – rund zwanzig Kilometern – in Holzgau an und fanden glücklich unsere Unterkunft.

Lechweg: Die zweite Etappe

Während der Lech unten im Tal munter vor sich hin plätschert und mit dem Beregner auf dem Fußballfeld um die Wette rauscht, führt der Lechweg nach oben. Immer wieder werfen wir einen Blick auf Lech und die Berge, dorthin, wo gestern die Wanderung am Formarinsee begann. Drei Generationen Frauen wandern vor und gelegentlich auch hinter uns: Großmutter, Mutter und Tochter. Während die beiden Jüngeren gut zwanzig Meter vorneweg laufen, piekt Oma mit ihren Stöcken den Asphalt und später den Schotter.

Ein Blick zurück

Die Hänge sind grün, doch das Gras ist nur kurz, auch dort, wo es nicht gemäht wird. Der Weg führt über Weiden und an manchen Stellen ist gut zu sehen, wie dünn der Erdboden ist, diese Schicht, die hier ursprünglich den Unterschied zwischen Gras und Stein, Milch und Hunger, Leben und Tod kennzeichnete. Heute ist die Strecke mit ihren elf Kilometern verhältnismäßig kurz. So bleibt viel Zeit fürs Schreiben, Reden und Sinnieren.

Darüber, was wichtig ist.

Immer wieder queren wir kleine Bergflüsse

So wie hier die Haut der Erde oft nur dünn auf dem Stein liegt und doch Gras und Kräutern, Bäumen und Sträuchern Nahrung und Halt bietet. Darunter liegt der Fels, hart und unnachgiebig, so lange, bis das Wasser ihn aufsprengt und er wie spröder Blätterkrokant oder als rollender Brocken irgendwann im Tal landet. Ein bisschen erinnert mich das an ein hübsches Selfie, mit gespitztem Mund und Kulleraugen, dessen Oberfläche nur wenig von dem verrät, was im Inneren für eine Sehnsucht herrscht. Eine Sehnsucht nach Gesehen-werden, nach Anerkennung, nach So-sein-dürfen. Werden statt dessen vergiftete Lügen serviert, wehrt sich der Körper und spuckt alles wieder aus.

Was wissen wir vom Anderen, was können wir von ihm wissen, wenn wir uns selbst noch nicht einmal sicher kennen? Kann ich zahlen, mir etwas leisten, bin ich potent. Wenn nicht, dann nicht. Dann zähle ich nicht und soll bitte auch – laut Precht – impotent sein und bleiben, nur ja nicht vermehren. Wer bestimmt den Wert eines Menschen?

Lech ist im Tal

Unten macht sich die Lech im Tal so breit, dass kein Weg neben ihr bleibt. Wir wandern hoch oben, queren steile Zuflüsse, es geht langsam voran. Wir haben Zeit. Den Kühen macht die Hanglage nix, sie ziehen glockenklingend Schritt für Schritt, von einem Grasbüschel zum nächsten. Ist es genug, legen sie sich wiederkäuend nieder, holen alles nacheinander noch einmal hoch und kauen es gründlich durch.

Wer hoch steigt, muss hinterher wieder hinunter ins Tal. Dieser Abstieg ist oft mühseliger als der eigentliche Aufstieg, den allein die Aussicht auf den Gipfel beflügelt. Genug für heute, morgen geht es weiter. Gelandet sind wir übrigends in Warth, nach rund 22500 Schritten.

Lechweg: Die erste Etappe

Der Formarinsee. Türkisgrünes Auge im Stein, gespeist von Himmelswasser, das von den Bergen herunterrinnt. Von dort beginnt der Lech seinen Lauf, zunächst unsichtbar unterirdisch, in vielen Rinnsalen, die sich finden, zueinander fließen.

Hier oben könnte man vor lauter Schönheit besoffen werden, glücklicherweise ahnt das der Himmel, zieht ein paar Wolken zusammen und lässt es ein bisschen regnen. Wir wandern langsam, wollen jeden Stein am liebsten mit den Augen streicheln. Das helle Tock-tock-tock der Wanderstöcke hinter uns ist nicht zu überhören. Wir weichen aus, wir machen Platz und lassen alle, die es eiliger haben, einfach vorbeiziehen.

Die Lech wird links und rechts von immer neuen Rinnsalen gespeist, sammelt sie alle ein, wächst Tropfen für Tropfen, bahnt sich ihren Weg über die Felsen, höhlt sie aus, wäscht sich Tobel, poliert Geröll und rauscht bergab, immer weiter.

Für 29000 Schritte haben wir acht Stunden gebraucht, das ist genau richtig um ausreichend zu Gucken, Trödeln, Schwätzen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Morgen geht es weiter.

Himmelhochoben am Lech

Oben auf dem Rüfikopf

Manchmal ist es einfach gut, hoch auf einen Berg zu steigen, nagut, sich mit der Seilbahn fahren zu lassen. Wir kamen heute so rechtzeitig in Lech an, dass wir – auf Empfehlung der Wirtin – unsere Lechkarte gleich genutzt haben und mit der Rüfikopfbahn hoch auf den Rüfikopf gefahren sind. Oben war es entschieden frischer als unten, glücklicherweise hatten wir ja die Jacken dabei. Wir gingen über schmale Pfade, kletterten über Steine und staunten darüber, dass alles irgendwann einmal unter Wasser war. Obendrauf liegt nämlich Dolomit – und der entstand einst aus Kalkschlamm. Das ist zwar für uns Menschen schon ein Weilchen her, geht es jedoch um Gesteine und Geochronologie, war das geradezu erst vorgestern.

Morgen nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus zum Formarinsee, zur Quelle des Lech und laufen an der Lech nach Lech zurück. Ich hoffe, das Wetter bleibt einigermaßen gut. Wir werden es sehen.