Geborgte Worte #Frapalywo Tag 5

Du wolltest fliegen,
den Wind in den Haaren spĂŒren,
deine TrÀume in Freiheit leben
Doch die unentwegten Gedanken
An das, was du dir eigentlich gewĂŒnscht
Aber nie bekommen hast,
haben dein Herz bedrÀngt.
Da war kein Raum mehr fĂŒr
Freude, keine Hand fĂŒr Freunde,
– und keine Zukunft fĂŒr dich.

Ganz egal, ob du Johnny heißt – oder Jana.

Verbunden mit: der Frapalywo, der Lyrikwoche von Frau Paulchen, der Impuls war „Johnny“

Tagebuchbloggen am 5. Februar

Auch wenn ich das sonst mit dem Tagebuchbloggen irgendwie nicht auf die Reihe kriege, an (fast) jedem MonatsfĂŒnften schaffe ich es doch, irgendwie, einfach, weil Frau BrĂŒllen so nett auffordert und fragt, was ich so den ganzen Tag lang mache, WmdedgT: 

Aufstehen, anziehen, Kaffee trinken, Zeitung lesen, schnell Mails checken – und losfahren. Heute ist Dienstag und damit Kurstag in NĂŒrnberg. Da ich nicht mit der Lieblingshausziege, sondern selbst fuhr, startete ich etwas spĂ€ter und kam ziemlich knapp an. Der Raum war noch recht kĂŒhl, ich drehte die Heizung auf und legte die Matten aus. Kaum war ich fertig, kamen die ersten MĂŒtter mit ihren Babys, ich begrĂŒĂŸte sie und wir fingen an.

Als der zweite Kurs vorbei war, rĂ€umte ich alles auf, brachte den MĂŒll raus, zog meine Jacke ĂŒber und fuhr nach Erlangen. Im E-Werk war eine Veranstaltung, die mich interessiert hat. Unter dem Titel „Erlangen erzĂ€hlt“ drehte sich heute alles um Idole, frĂŒhere und heutige und was das so ist und warum man sie so braucht. Immerhin gab es Kaffee und Kuchen und GesprĂ€che, bevor ich zurĂŒck nach Hause fuhr.

FĂŒr ein kurzes SchwĂ€tzchen mit dem Mitbewohner blieb Zeit, nur fĂŒrs Essen reichte sie nicht. Ich musste noch zur Gemeinderatssitzung, auf der sich die GemeinderĂ€te nicht ganz einig waren, ob sie ihren im vergangenen Jahr gefassten Beschluss vielleicht doch noch einmal Ă€ndern wollten. Doch die GeschĂ€ftsordnung sagt, dass das nur möglich ist, wenn es neue Erkenntnisse zur Sachlage gibt, schließlich kann man ja nicht so lange abstimmen, bis man mit dem Ergebnis auch zufrieden ist.

GlĂŒcklicherweise konnte ich gehen, als die öffentliche Sitzung beendet war, fuhr nach Hause und erwischte den Mitbewohner und die Lieblingshausziege, wie sie den von mir gerade frisch gekauften KĂ€se mit Brezeln futterten.

dein Herz hat anderswo zu tun,
von Flocken blind erhebst du dein Gesicht,
du lachst und weinst und gehst an dir zugrund,
was soll dir noch geschehen –

ErklÀr mir, Liebe!

Wasser weiß zu reden,
die Welle nimmt die Welle an der Hand,

Ein Stein weiß einen andern zu erweichen!

ErklÀr mir, Liebe, was ich nicht erklÀren kann:
sollt ich die kurze schauerliche Zeit
nur mit Gedanken Umgang haben und allein
nichts Liebes kennen und nichts Liebes tun?
Muß einer denken? Wird er nicht vermißt?

Du sagst: es zÀhlt ein andrer Geist auf ihn

Ich seh den Salamander
durch jedes Feuer gehen.
Kein Schauer jagt ihn, und es schmerzt ihn nichts.

Draußen ist es kalt, da ist warmes Feuer im Ofen genau richtig.

Verbunden mit Frau Paulchen und der Frapalywo, der Impuls fĂŒr heute war ein erasure Gedicht, im  Gedicht „erklĂ€r mir, liebe“ von ingeborg bachmann.“ sollten nur die Wörter bleiben, die ich stehen lassen wollte.

Geborgte Worte #Frapalywo Tag 3

TrÀnenhalsband
Jede TrÀne, die um dich geweint
zu einer Kette gefÀdelt
funkelt in der Sonne.
Die Kehle deines Vaters
brennt vor Sehnsucht nach dir.
Nimm den Schmerz,
spinn ihn zu FĂ€den,
web ein buntes Kleid fĂŒr dich und
trag es auf der anderen Seite,
in einer Zeit, in der das Paradies
ĂŒberwuchert und der Gott der Kindheit verloren ist

Verbunden mit: Frau Paulchen und ihrer Lyrikwoche, heute mit dem dritten Impuls „TrĂ€nenhalsband“ von Selma Meerbaum-Eisinger.

Geborgte Worte #Frapalywo Tag 2

Wird die Asche ins Grab gesenkt,
fÀllt mit dem Vorhang die Maske
und die nackte Wahrheit friert
ob der Berechnung, mit der die Menschen
zÀhlen, was ihnen zusteht.
Liebe ist das, was bleibt,
wenn die Kerze lÀngst verloschen ist
und die Eule in ihrem Nest schlÀft.
Im Wiederweg begegnen wir einst
denjenigen, die uns vorangingen.

FĂŒr Tag 2 lautete der Impuls: „im wiederweg“, aus dem Gedicht „Landschaft“ von Alfred Kolleritsch
Verbunden mit der Frapalywo, der Lyrikwoche von Frau Paulchen.

Geborgte Worte #Frapalywo Tag 1

„heute nacht bin ich unten beim ballast“ (geborgt von tomas tranströmer aus „nachtdienst“)

als wÀre die zeit ein meer,
zwischen versunkenen erinnerungen
spielen fische fangen
jeder erlebte tag schickt
eine Handvoll staub, der
wie Sand auf den Grund sinkt
bis er unten
zu sedimenten versteinert
tentakelgleich schwanken die FĂ€den der Medusen
in der Strömung der emotionen
streicheln in der trauer
dicht unter dem Wasserspiegel
schaue ich in ihn hinein,
blickt persephone zurĂŒck.

Verbunden mit der Frapalywo, der Lyrikwoche von Frau Paulchen.

Alles fĂŒr die Katz #90


Mea culpa. Mea maxima culpa. Wollte ich doch öfter bloggen, tĂ€glich gar. Und was war? Ein Termin jagt den nĂ€chsten und die Papiere breiten sich nicht nur ĂŒber den Schreibtisch, sondern belegen bereits das Fensterbrett. Hier dienen sie der Katzmatz als Unterlage, die sich – im Falle eines schnellen Sprunges – jedoch als eher rutschig erweist. Liegt alles unten, darf ichs wieder aufheben.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles fĂŒr die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. des Monats machen. (Momentan habe ich mich dazu entschlossen, dass es „Alles fĂŒr die Katz“ nur noch einmal im Monat gibt, jeweils am 1.)

Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans ĂŒber schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles fĂŒr die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen ĂŒber den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.