Monatsmomente

Dreißig gute Momente im Monat finden, schlug die Blognachbarin mit den großen Köpfen (Link) vor. HĂ€tte ich das eher gewusst, hĂ€tte ich besser darauf geachtet, nicht wahr.

Trotzdem finde ich: Eine zunehmend verschmustere Katze, immer grĂŒneres Gras vor dem Haus und die ersten Frösche im Weiher. Allen Sonnenstrahlen zum Trotz regnet es ausgerechnet an dem Tag, an dem die Hexen ihren Ausflug geplant, doch die Besen fliegen bei NĂ€sse nicht. Hoffentlich tragen alle dichtes Schuhwerk, schließlich sind nicht alle Brennnesseln in der Suppe gelandet.

Eine halbe Stunde mit einem interessierten GegenĂŒber wandelte gewusste BanalitĂ€ten in erstaunliche Erkenntnisse. Der Versuch, lĂ€ngst bekannte Tipps in Wirklichkeit zu wandeln, bringt Klarheit. Muss wirklich erst jemand anders sagen, was ich doch selbst weiß? Es funktioniert besser, tatsĂ€chlich. Seltsam.

Erinnerungen sind so eine Sache, gelegentlich nicht farbecht, wirken sie bei Licht und mit Abstand betrachtet an manchen Stellen fadenscheinig. Vielleicht waren sie inhaltsschwer, vielleicht nicht und haben hinter meinem RĂŒcken einigen Schabernack getrieben. Im Nachhinein Bedeutung einzuflechten ist leicht, diese im Verlauf bereits zu sehen, nun, leider habe ich keine Glaskugel.

Mit der Zeit wirken die Nachrichten wie abgestandener Tee, fehlen mir die Proportionen, lassen sich die tĂ€glich steigenden Zahlen nur schwer verorten. Solange niemand aus meiner direkten NĂ€he betroffen scheint, bleibt vieles fern, zum GlĂŒck.

Ja, GlĂŒck. Wo hat es sich versteckt? Welch ein Zufall, dass ich hier geboren, welch ein GlĂŒck, hier zu leben, selbst zu entscheiden, welchen Traum ich aus der unteren Schublade hole. Sind keine Mottenlöcher drin, kann ich ihn schĂŒtteln, aufbauschen, bis er in Form ist und sich erstaunlich handfest und prĂ€sentabel erweist. Eine beilĂ€ufige Bemerkung, bereits jahrealt, findet ab nĂ€chster Woche ihren Platz und wird einmal wöchentlich zu Text und Bild in regionaler Zeitung.

Seltsam. Noch lasse ich das Licht lieber gedimmt, sicherheitshalber, die Notbeleuchtung zeigt auch im Dunkeln den Weg. Obwohl ich fest in den HĂ€nden der Kamera bin, wage ich gelegentlich einen Schritt nach vorne, bleibe trotzdem auf dem Sprung zurĂŒck.

Das soll fĂŒr den April genĂŒgen. Er war sonnig, wenig wechselhaft, mit ausreichend Lachen und einer ĂŒppigen BlĂŒte.

ZurĂŒck in den Alltag #1

Lange Zeit fanden keine Termine statt, weder Gemeinderatssitzungen noch andere. Der letzte seiner Art war am 12. MĂ€rz, da war ich erst noch in NĂŒrnberg, dann in Erlangen unterwegs. Als der Zeitungsbericht einige Tage spĂ€ter erschien, war es wie ein Erinnern an eine Vergangenheit, eine Zeit, die auf unbestimmte Weise erst einmal verloren schien:  Rosmarin und der blaue Himmel.

Weiter geht es. Der Gingko streckt auch schon die BlĂ€tter nach außen.

Gestern war dann der erste Marktgemeinderat. Da der Sitzungssaal des Rathauses fĂŒr den gebotenen Abstand zu klein war, tagten die RĂ€te in der großen Veranstaltungshalle. Jeder saß einzeln an seinem Tisch, immer mit dem nötigen Sicherheitsabstand zum nĂ€chsten. Es wirkte ein bisschen wie in einer PrĂŒfung, doch da mĂŒssen die PrĂŒflinge so weit auseinander sitzen, damit sie nicht abschreiben können. Der BĂŒrgermeister saß vorne, fĂŒhrte dort den Vorsitz mit seinen Stellvertretern, auch diese mit gehörigem Abstand voneinander entfernt. Die GrĂŒĂŸe wurden – wie es der Vorschrift entsprach – ĂŒber Entfernungen hinweg ausgetauscht und an den sonst gefĂŒhrten kleinen Unterhaltungen kann jeder teilnehmen. Sie sind auch sonst nicht geheim, jeder kann sie hören, aber es ist schon ein Unterschied, ob zwei Menschen dicht beieinander stehen und sich leise miteinander unterhalten oder ob sie auf zwei Meter Mindestabstand achten und daher etwas lauter reden mĂŒssen. Die IntimitĂ€t geht dabei verloren, das Augenzwinkern vielleicht auch, ich werde es sehen.

Zu runden Geburtstagen werden normalerweise die Jubilare im Gemeinderat geehrt, es werden die HĂ€nde geschĂŒttelt und ein PrĂ€sent ĂŒberreicht. Das HĂ€ndeschĂŒtteln fiel aus, dafĂŒr gab es allerdings Applaus von allen und als eine GemeinderĂ€tin ein Geburtstagslied anstimmte, sangen alle anderen auch mit. Das PrĂ€sent schob der BĂŒrgermeister vorsichtig zu dem jeweiligen Geburtstagskind, der Abstand, versteht sich.

„Hoffentlich geht diese Sache schnell vorbei, wenn nicht, mĂŒssen wir uns gedulden“, konstatierte der BĂŒrgermeister, der erst vor kurzem wieder gewĂ€hlt worden war.

Ich werde sehen, wie es weiter geht.

Einfach ins Blaue hinein

Nein, nicht ins Blaue, sondern ins GrĂŒne – oder manchmal auch ins Weiße.
Dabei werden die Zehen kalt und die Finger auch.
Wer kam auf die Idee, ins Blaue zu sagen? Gehe ich los, stehen meine FĂŒĂŸe doch auf braun, schwarz, grau, grĂŒn, Erde, Steinen, Gras, Asphalt, Holz, aber blau? Blau ist die Straße nicht und gehen ist mĂŒhsam: Einen Schritt nach dem anderen, einen Fuß vor den anderen setzen und das nicht nur fĂŒnffach, hundertfach, sondern dreimillionensechshundertachtundzwanzigtausendsiebenhundertsechsundneunzigfach.
Es scheint endlos, den Takt gibt es gratis dazu: ĂŒ – ber sie – ben BrĂŒk – ken musst du ge – hen.
Dann werden die BrĂŒcken gerĂ€umt und die Schienen ĂŒbereinander gelegt und in welcher Farbe werden die FlĂŒge gestrichen? Weil Eis an den FlĂŒgeln ist, werden die Flieger zu schwer, können nicht abheben, mit den FlĂŒgeln schlagen, auf WatschelfĂŒĂŸen rennen, bis die Geschwindigkeit groß genug ist fĂŒrs Abheben, fĂŒrs Fliegen.
Die Geschwindigkeit ist um jeden Preis zu halten – sonst droht der Absturz.
Aber selbst bei der finalen Landung gibt es einen Trost: Der GetrÀnkewagen kommt noch einmal vorbei.
Ins Blaue geht es dann auch nicht.
Blau wird vom Himmel herunter gelogen, doch wohin?
Wo lande ich?
Ich kann endlos unterwegs sein, komme niemals an. Sammele ewig Neues, entdecke selbst in der BanalitÀt des Alltags stÀndig Neues, sehe selbst, darf staunen.
DarĂŒber, wie eine Spinne aus einem Wassertropfen trinkt, darĂŒber, wie schön die schmierigen und stinkenden Algen im Eis sind, welches den bunten Blumentopf gesprengt hat.
Aber blau ist auch da nichts.
Blau. Blau machen, blau sein, blau anlaufen. Alles Wege fĂŒhren ins Blaue, in die Illusion, dass es woanders blauer wĂ€re. Doch das wahre Blau ist in mir, in meinen TrĂ€umen, in meinen WĂŒnschen, in meiner Phantasie.
Aus diesem Grund laufe ich wirklich los, gehe durch Wald und Feld und Flur, nein, erst in den Flur: Dort ziehe ich Jacke und Schal und MĂŒtze und Handschuhe oder Regenjacke oder Sonnenhut an, dann geht es raus.
Blau ist kalt, sind kalte Farben, Forelle blau, blaue Zipfel oder Karpfen blau, der alle unsere Geheimnisse kennt und sie zu Silvester ausplaudert.
Oder warum gehst du los, ins Blaue hinein?

12 Bilder vom 12. April

Ostersonntag. Ohne Kirche, ohne Kinder, ohne Eiersuchen. Und ohne Schokolade. Ostern erinnert ja immer daran, dass jeder irgendwie auf der Suche ist: Die Katze guckt nach dem gefĂŒllten Napf, oder schaut, welches Mauseloch im Gras nun bewohnt ist. DafĂŒr suche ich mit der Kaffeetasse in der Hand danach, was aus dem Tag eigentlich werden soll und der Mitbewohner sucht noch eine MĂŒtze voll Schlaf.

Wie lange suchen wir? Wann haben wir uns – oder was immer wir dafĂŒr halten – gefunden? Wenn ich mir sicher bin, wer oder was ich im Moment bin, ist dieser vorbei und mein Ich Gesch- ich- te.

Es ist genĂŒgend Zeit, einen Hefeteig anzusetzen, er lĂ€sst sich den Pelz von der Sonne bescheinen, geht auf und wird zu einem Osterzopf. Auch wenn der erste Kaffee lĂ€ngst getrunken ist, schmeckt der Kuchen. Wir können essen, wann und was wir wollen, was schert uns die Zeit, wenn ohnehin niemand kommen kann.

Der Mitbewohner ist in der KĂŒche beschĂ€ftigt, bĂ€ckt Chatschapuri, ein mit Ei gefĂŒlltes Hefeteilchen. Wer mag, kann dem Link folgen und findet dort die hier fehlenden Bilder. Aber Vorsicht, das Ganze macht Appetit und ich kann sagen, es schmeckt wirklich gut.

Die Tage scheinen endlos, die Stunden dehnen sich und lassen sich mit Tee fĂŒllen. Jedem Tag folgt der nĂ€chste, geht in den Abend ĂŒber und die Nacht, bis in den Traum, auf Wegen, die ich nicht kenne und weil ich nur einmal auf ihnen unterwegs bin, werden sie auf keiner Karte eingezeichnet. Sie sind flĂŒchtig, tauchen kurz vor mir auf, haben jedoch ebenso wenig ein Ziel, wie viele der GĂ€nge jetzt. Einfach gehen, durch den Ort, wer macht das sonst noch? Wer hat das ĂŒberhaupt vorher mal probiert? Selbst fĂŒr den kurzen Weg zum Briefkasten war das Auto grad gut genug.


Wir gehen los, zunĂ€chst ĂŒber den Friedhof, die Blumen begießen und mit dem gebĂŒhrenden Abstand plaudern. Echte Neuigkeiten stehen schließlich nicht als Meldung in der Zeitung, sie werden immer noch von Mund zu Ohr weitergegeben und – wie die Ostereier – zuvor entsprechend eingefĂ€rbt, je nach Stimmung.

Wir gehen weiter, der Tag ist noch hell und lang, zum Ortsrand und darĂŒber hinaus, in den Wald, zu einem Ort, an dem einst Maria den Kindern erschienen sein soll, im weißen Gewand, sagten sie, vielleicht eilte nur jemand im Nachthemd ĂŒber den Hof, wer weiß. Im vergangenen Jahr stĂŒrzte eine Fichte, riss die Überdachung ein, jetzt ist stehen die BĂ€nke unter freiem Himmel und niemand sitzt oder kniet, nur zwei Fahrradfahrer eilen lĂ€ngs.


Weit oben ein Flieger und hinter uns das HĂŒttchen, jetzt mit blankgeputzten Scheiben, statt verschlossenen LĂ€den. Hier lebte viele Jahre eine Frau, wachte ĂŒber den Ort.

Die vorjÀhrigen BuchenblÀtter rieseln leise im Wind, Hummelgebrumm, Vogelzwitschern, der Specht gibt den Takt vor. NÀhert sich jemand, knirscht der Kies, anschleichen ist nicht.

Die Kastanie hebt ihr Pfötchen, vieles wirkt verschoben, langsamer, ver-rĂŒckter, wie nach einer langen Rekonvaleszenz, wir können nicht mehr aus der Flut der Unmöglichkeiten schöpfen, wĂ€hlen Wege, die – weil sie immer erreichbar – so banal schienen bisher. Ich muss mich nur zwischen links oder rechts entscheiden, gehe ich geradeaus oder biege ich auf den engen Waldpfad ab.

Ich muss mich entscheiden, sage ich zum einen Ja, heißt das fĂŒr den anderen Nein, beides auf einmal geht nur in der scheinbar aufgehobenen metaphysischen Distanz der Computer und Smartphones, die Illusion, ich sei immer und ĂŒberall dabei. Der helle Buchenwald lĂ€sst das Licht bis zum Waldboden, nebenan unter den Tannen ist es dunkel genug fĂŒr den Eingang zur Nacht.

Nicht verreisen, nicht weit fahren und wandern, wir haben genĂŒgend Raum um uns, der sonst ungenutzt, was will ich schließlich im Anderswo wenn ich das Hiersein noch nicht kenne.

Die Eiche hÀlt das Bild, bekrönt es, wird es bald wieder beschatten, verschatten.

Wegducken, zu Hause bleiben, keine Treffen, kein Kaffee unterwegs, kein was-weiß-ich. Je lĂ€nger diese Zeit dauert, um so weniger fehlen mir viele Dinge.

Daher lasse ich es jetzt gut sein, mir reichen die Bilder fĂŒr heute. Wer mehr angucken möchte, bitte sehr: Bei der freundlichen Frau mit den KĂ€nnchen gibt es viele, nicht unzĂ€hlige, aber ungezĂ€hlte.

 

 

Tagebuchbloggen am 5. April

Ich brauche keinen Wecker, lĂ€ngst nicht mehr – und bin doch jeden Morgen spĂ€testens um sieben wach, sogar dann, wenn die Katze aushĂ€usig unterwegs ist und nicht am frĂŒhen Morgen Futter fordert. Ich mache mir Kaffee und Gedanken, lese Zeitung und Kaffeesatz, weil ich aber nirgendwo den nĂ€chsten Tag finde, bleibe ich im Heute und setze mir noch einen Tee auf.

Gestern habe ich „Kopf frei fĂŒr den kreativen Flow“ aus dem Regal gekramt, heute entstaube ich den Farbkasten, suche das vor langer Zeit angefangene Blatt und mische die Farben neu. Die Lieblingshausziege freut es, sie will den weißen Rahmen um die Buchstaben noch geschwĂ€rzt, dann leuchten sie besser, findet sie.

Bunte Buchstaben.

Ich lese, male, stricke und gucke so lange Löcher in den Tag, bis von der nĂ€chsten Woche schon ein Zipfel zu sehen ist. Weil das nicht alles sein kann, schĂ€le ich den Ingwer, schneide ihn in dĂŒnne Scheiben und gieße heißes Wasser drauf.

Draußen scheint es wie eine Reminiszenz an lĂ€ngst vergangene Zeiten: Eltern sind mit ihren Kindern rund um den Ort unterwegs, zu Fuß, mit dem Rad, sie sitzen auf der Bank und haben ihre Vesper dabei. Wir ziehen ebenfalls umher, schĂ€tzen die leise Schönheit der nĂ€heren Umgebung von Tag zu Tag ein bisschen mehr. Erst in der Fremde erfĂ€hrt man, was Heimat heißt – und in der durch Distanz aufgezwungenen Isolation, wie wichtig Gemeinschaft ist.

Das Gras wÀchst.

Letztendlich ist es die Wahrnehmung, die aus jedem Blickwinkel eine andere ist. Das Gras wĂ€chst himmelhoch, die kleinen Blattpfötchen grĂŒĂŸen und gelegentlich prescht ein Reh durchs Unterholz, dem wir zu nah gekommen. Unserer eigenen Wirklichkeit können wir uns nur erzĂ€hlend oder schreibend annĂ€hern. Die TagtrĂ€ume schweben, sie waren immer schon geduldig, dreht sich die Welt jedoch zu schnell, verlieren sie den Anschluss, wehen wie Nebelflusen hinter eilig hastenden Gestalten.


Vom Essen gibt es heute nichts zu lesen, seit einer Woche wird gefastet. Die Zeit ist gut, so viel zu lassen, wenn es ohnehin nur wenig gibt.

Was brauche ich? Was ist wichtig?

Ich möchte bis zu den Knien im Leben stehen, alles um mich herum wahrnehmen, mit offenen Augen Verbindungen schaffen.

Vielleicht gelingt es. Und wenn es nur fĂŒr einen Moment lang ist.

Die anderen TagebucheintrĂ€ge gibt es wie immer bei Frau BrĂŒllen, bitte sehr, was machst du eigentlich den ganzen Tag, sie fragt das jeden MonatsfĂŒnften, zuverlĂ€ssig auch in unzuverlĂ€ssigen Zeiten.

Roberta Bergmann: Kopf frei fĂŒr den kreativen Flow

Kreativ sein, von Vorgaben abweichen, mit der ungewohnten Hand die ZĂ€hne putzen, das Hemd linksherum anziehen, mal in Gummistiefeln tanzen gehen, die Wand quietschgelb streichen oder einen anderen Weg nehmen, einen neuen, dann erst recht, wenn es in diesem noch keine Fußstapfen gibt, in die ich treten kann: Will ich ausgetretene Pfade verlassen, brauche ich Mut, muss durchs Unterholz kriechen, selbst wenn dort Zecken und Spinnen lauern.

Kreativ sein lÀsst sich lernen, jederzeit und um so mehr in dieser Zeit, in der so viele Dinge plötzlich ungewohnt und anders sind. Gibt es weder Hefe noch Klopapier, muss ich eben sehen, was ich stattdessen nutzen kann.

Das Buch „Kopf frei fĂŒr den kreativen Flow“ wartet bereits zwei Jahre geduldig im Regal. Jetzt ist der Moment gekommen, ich muss nicht mehr mit vielen BĂ€llen gleichzeitig jonglieren, Corona sei Dank, und kann nachsehen, was im BĂŒcherregal alles noch ungelesen steht.

„Menschen werden als kreativ bezeichnet, wenn sie fĂ€hig sind, unkonventionell (=frei) zu denken, aus vorgegebenen und verfestigten Strukturen auszubrechen, neue und unbekannte Wege zu beschreiten, aus sich selbst heraus zu schöpfen, zu experimentieren, um damit auf neue Ideen, Verbindungen und Lösungen zu kommen“, schreibt Roberta Bergmann.

Sie stellt in ihrem Buch den kreativen Prozess vor, der als solcher weder an ein Alter, noch ein Geschlecht oder einen Schulabschluss gebunden ist.

Prima. Jeder kann kreativ. Ich auch.

Der Fragebogen will mir zeigen, welcher Kreativ- und Arbeitstyp ist bin und es gibt Tipps, wie ich mir einen kreativitÀtsfördernden Ort einrichten kann.

Vierzig Rezepte folgen: Ich soll einfach anfangen, ob mit Plan oder ohne, Roberta zeigt, wie ich Ideen und Material sammeln kann, verweist auf die Klugheit von Kinderfragen und ĂŒberhaupt deren Perspektive. Mit Hilfe von Übungen und Reflexionen kann ich herausfinden, wer ich bin und was ich eigentlich will.

Durchhalten, weitermachen…

„Stell alles auf den Kopf“, heißt es und so suche ich kopfĂŒber nach Inspirationen und verabrede mich am nĂ€chsten Tag zu einem Rendezvous mit mir selbst – da kann ich auch mit dem Corona-Virus den gebotenen Abstand halten. Die Aufforderung zum kreativen Chaos wĂ€re dagegen nicht nötig gewesen, jedenfalls bei mir nicht, diese kreative Anforderung erfĂŒlle ich schon immer mit Leichtigkeit und VergnĂŒgen. Ich erinnere mich noch an das entsetzte Gesicht einer Tante, als beim Auspacken der Ferientasche ZahnbĂŒrste an Stiefelsohle geschmiegt zum Vorschein kam.

 

 

Hilft alles nichts, hat Roberta Bergmann im zweiten Teil 15 Rezepte parat: Mit diesen lassen sich kreative Blockaden leicht verarzten.

Kennengelernt habe ich Roberta in WolfenbĂŒttel, wir nahmen beide an einer Schreibwerkstatt in der Bundesakademie fĂŒr kulturelle Bildung teil. Sie ist Sach- und Bilderbuchautorin, Dozentin fĂŒr Gestaltung und freiberufliche KĂŒnstlerin, Illustratorin und Buchgestalterin.

„Kopf frei fĂŒr den kreativen Flow“ erschien im Haupt Verlag Bern, das Buch kann auf der Webseite der Autorin www.robertabergmann.de, beim Verlag oder beim örtlichen BuchhĂ€ndler bestellt werden und kostet 26 Euro. Wer noch mehr kreativen Input von Roberta Bergmann haben möchte, bitte sehr, der kann sich auf ihrer zum Buch passenden Seite „Der kreative Flow“ und dem dortigen Podcast folgen, kommt in die Facebook-Gruppe „Der kreative Flow“,  oder folgt entweder Roberta Bergmann oder dem „kreativen Flow“ auf Instagram.

ISBN 978-3-258-60176-2

Setz dich in Bewegung. Genau. Das mache ich jetzt.

Das Buch habe ich vor zwei Jahren selbst gekauft, bezahlt und mit einer Widmung von Roberta erhalten.

Alles fĂŒr die Katz #101

Weil ich momentan – wie alle anderen ja auch – eher zu Hause bleibe, krame ich gelegentlich in meinen Erinnerungen und alten Fotos. Die getigerte Katze haben wir vor gut einem Jahr in Akko beobachtet: Erst lief sie einfach so an den SĂ€cken entlang, dann wurde sie neugierig. Was darin war? Das weiß ich leider immer noch nicht.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles fĂŒr die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. des Monats machen. (Momentan habe ich mich dazu entschlossen, dass es „Alles fĂŒr die Katz“ nur noch einmal im Monat gibt, jeweils am 1.)

Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans ĂŒber schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles fĂŒr die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen ĂŒber den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.